Beziehungspause – welche Fehler du vermeiden solltest und eine Alternative

BEZIEHUNGSPAUSE – was für ein fürchterliches Wort. Und vermutlich hast du es gegoogelt und bist deshalb bei mir gelandet, weil du entweder überlegst, selber um eine Beziehungspause zu bitten ODER weil dein Partner/deine Partnerin dich um eine Pause gebeten hat. So oder so – du bist vermutlich gerade nicht sehr glücklich und auf der Suche nach Hilfe. In diesem Sinne – schön, dass du da bist und ich hoffe, in den kommenden Zeilen dir ein wenig unter die Arme (unters Herz) greifen zu können!

Immer wieder erhalte ich Anfragen zu Beziehungspausen und natürlich ist diese Trennung auf Zeit im Coaching häufig Thema. Denn was so „eindeutig“ klingt, birgt oft gleich mehrere Stolpersteine. Eigentlich ist eine Beziehungspause ja ein Versuch die Beziehung zu retten (dazu auch hier nachlesen). Leider missglückt dieser Versuch häufig und aus der Beziehungspause wird eine endgültige Trennung. Klar, dass dann oft der Eindruck entsteht, eine Beziehungspause wäre einfach nur eine „Trennung light“.  Wann ist also eine Beziehungspause sinnvoll, wann eher nicht und vor allem welche Fehler solltest du unbedingt vermeiden?

Beziehungspause – sinnvoll oder nur eine Trennung light?

In den meisten Fällen mit denen ich konfrontiert bin, ist ein Partner sich nicht mehr sicher, was er empfindet und möchte eine Beziehungspause, um sich über seine Gefühle klar zu werden. Das kann manchmal funktionieren, vor allem dann, wenn sich dieser Partner gerade in einer akuten Überlastungssituation befindet. Durch die Pause der Beziehung fällt damit kurzfristig eine gefühlte Belastung weg und er kann sich auf momentan für ihn wichtigere Dinge konzentrieren. Ich weiß, es heißt immer, Liebe überwindet alles – leider verstehen darunter die meisten eine Einbahnstraße.

Wenn Liebe alles überwindet, dann überwindet auch deine Liebe, dass er/sie jetzt mal ne Pause braucht.

In diesem Artikel er will keine Beziehung zeige ich dir, dass es solche Phasen geben kann – genau das sind sie aber auch – Phasen. Meist hat der/die Partner/in dann das Gefühl, emotional „abzusaufen“ wie man in Wien so schön sagt und versucht Ballast abzuwerfen, um wieder hoch zu kommen. Nach dieser Phase, die aber oft nur wenige Tage bis Wochen dauert, ist er/sie aber emotional wieder verfügbar. Genau dazu habe ich dir das Video bzw den Podcast aufgenommen!

Was eine Beziehungspause bewirken soll

Wenn der Partner aber praktisch aus heiterem Himmel sich seiner Gefühle nicht mehr sicher ist, dann wird es schon schwieriger.

Dein Partner meint dann, nicht MIT dir herausfinden zu können, was er für dich empfindet. Er möchte sich zurückziehen um sich aus der Distanz zu sortieren.

Das kann manchmal klappen – aber ehrlich gesagt nur kurzfristig. Eine Beziehungspause beinhaltet im Normalfall eine Unterbrechung aller eurer Rituale. Das sollte 2 Effekte haben:

  1. eine kurzfristige Erleichterung (weil er sich ja genau das gewünscht hat)
  2. und dann aber zu einem Vermissen führen. Und zwar ziemlich rasch.

Dh er/sie ist erleichtert UND vermisst dich, das führt ihm/ihr die eigenen Gefühle vor Augen. Wenn das so passiert, ist alles gut. Er/sie wird dann relativ rasch den Wunsch verspüren, wieder Kontakt aufzunehmen und die Beziehungspause von sich aus beenden.

Wie eine Beziehungspause zur Trennung auf Raten wird

Wenn dein/e Partner/in sich aber nur erleichtert fühlt und dich aber nicht vermisst – dann wird es schwierig. Weil das eigentlich schon eine klare Antwort ist. Nun bringt diese Antwort aber eine unbequeme Konsequenz mit – nämlich die Notwendigkeit, sich auch wirklich zu trennen. Leider schieben viele diesen Part dann hinaus und bitten um eine Verlängerung der Beziehungspause. Und das ist genau der

Fehler Nr. 1 bei Beziehungspausen = die Dauer bringt die Lösung

Wenn eine Beziehungspause nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, dann meinen Viele, dass es einfach noch längere Zeit dauert, bis sie ihre echten Gefühle kennen. Das ist simpel ein Irrtum.

Wenn du nach 3 Wochen ohne deinen Partner Null vermisst, nicht auf ihn zugehen möchtest, aber auch nicht Schluss machen möchtest – dann fehlt dir einfach nur der Mumm dazu, zu deinen echten Gefühlen zu stehen.

Mehr Zeit wird dir dann sicher nicht helfen.

Fehler Nr. 2 bei Beziehungspausen = es gibt keine Beziehungspause!

Wie soll denn eine Beziehung pausieren? Zumindest einer von euch beiden will ja die Beziehung auf jeden Fall – und diese/r Eine sitzt während dieser Zeit auf Nadeln.

Die Beziehung geht immer weiter. Ihr unterbrecht lediglich den Kontakt zu einander.

Dieser Punkt ist insbesondere wichtig für den, der sich die Beziehungspause wünscht – bist du das? Dir muss klar sein, dass dein Partner/in daheim sitzt und nicht mehr weiß, was richtig oder falsch ist. Soll er deinen Wunsch nach Abstand respektieren? Was wenn seine Grenzen aber erreicht sind und er eigentlich gern wissen möchte, wie es dir geht und es insgesamt mit euch weitergehen soll? Dann möchte er dich zwar dringend kontaktieren, hat aber Angst, dich damit noch weiter wegzustoßen. Bitte überleg dir oder euch gemeinsam daher schon vorher, wie der Kontakt sein soll.

Es muss dir daher klar sein, dass dein Partner ganz sicher nicht entspannt ist in der Zeit. Sei daher bitte respektvoll mit der Dauer der Beziehungspause. Dazu gleich mehr im nächsten Absatz!

Fehler Nr. 3 bei Beziehungpausen – ihr vergesst Regeln für die Pause abzumachen

Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, denkt bitte daran, klare Regeln für die Beziehungspause abzumachen, wie zB:

  • Heißt es, ihr seid zusammen und habt nur keinen Kontakt?
  • Seid ihr getrennt, aber noch treu?
  • Oder wird in dieser Zeit die Beziehung auch für andere Menschen geöffnet?
  • Wie wird die Beziehungpause gemeinsamen Freunden und der Familie kommuniziert?
  • Wie lange soll die Beziehungspause gehen und wer nimmt wieder den Kontakt auf?

Das sind nur ein paar Rahmenbedingungen, vor allem der letzte Punkt ist aber sehr wichtig. Vor allem der Partner, der KEINE Beziehungspause wollte, sitzt normalerweise daheim auf Nadeln und weiß nicht, was er tun soll.

Eine Alternative zur Beziehungspause – in die Beziehung hineingehen!

Ich persönlich glaube nicht an Beziehungspausen, außer in wirklichen Extremsituationen, wenn praktisch das ganze Leben gleichzeitig rund um einen herum zusammenzubrechen scheint. In allen anderen Fällen glaube ich, dass eine Beziehungspause ein Schritt aus der Beziehung RAUS ist.

Genau das ist aber das Problem. Du bist vermutlich schon einen Schritt zu weit aus der Beziehung rausgegangen, um deine Emotionen und eure Verbindung noch zu spüren. Ein Schritt weiter bringt dich daher nur noch weiter weg. Mein Rat daher ist: geh statt dessen in die Beziehung hinein!

Nimm deinen Partner an der Hand, setz dich gegenüber und schau ihn mal 2 Minuten lang nur tief in die Augen. Nimm wieder Verbindung auf, spüre ihn, spüre dich und achte einfach mal drauf, was da kommt! Eine Beziehung repariert sich nicht durch eine Pause, sondern nur durch das Gegenteil. Du wirst staunen, was da hoch kommt.

Mein bester Tipp für deine Beziehungspause!

Such dir Hilfe – jetzt gleich. Schau dir dazu auch bitte noch kurz dieses Video hier an!

Hier habe ich kurz den Ablauf einer Beratung bei Beziehungspausen auch beschrieben. 3 Stunden machen einen enormen Unterschied und können aus deiner Beziehungspause einen Neuanfang machen. Meine Praxis ist wo du bist – ein Smartphone und wir können uns schon bald austauschen. Es ist nicht wichtig, ob DU der/diejenige bist, die die Pause will oder ob dein Partner/in sie schon eingeleitet hat – noch kann man eure Beziehung vermutlich retten! Schreib mir und wir klären in einem ersten Gespräch, wie die Chancen stehen und was du tun kannst!

Bis ganz bald, ganz viel Herz & Mut für dich!

Deine Sabine

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