Beziehungsverlauf mit einem Narzissten

Wer hätte gedacht, dass Narzissmus so ein weitreichendes Thema in dieser Beziehungspraxis wird, dass ich jetzt schon den 3 Artikel dazu verfasse!? Im ersten Blog ging es ja um die Frage, woran du einen Narzissten erkennen kannst. Wie versprochen habe ich dir auch einen Text zu den Schwierigkeiten bei einer Trennung von einem Narzissten geschrieben. Im Zuge dessen bin ich aber drauf gekommen – hey, diese Schwierigkeiten bei der Trennung erklären sich eigentlich erst aus dem typischen Beziehungsverlauf  mit einem Narzissten. Denn obwohl die Beziehung zu einem Narzissten ähnlich beginnt wie jede Andere, unterscheidet sich der Beziehungsverlauf mit einem Narzissten ab einem gewissen Punkt de facto grundlegend zu jeder anderen Beziehung.

Hier noch mal das Video – falls du es noch nicht kennst:

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Der Beziehungsverlauf mit einem Narzissten

  1. Ein Narzisst wird dir am Anfang eurer Beziehung wie DER TRAUMPARTNER schlechthin vorkommen. Bitte vergiss nicht: ein narzisstischer Mensch, egal ob Frau oder Mann, kann extrem offen, charmant, charismatisch etc wirken. Er hat ganz viele Eigenschaften, die die meisten Menschen erstrebenswert und sogar bewundernswert finden und selbst gern hätten.Es ist sehr leicht, sich in einen Narzisst zu verlieben!
  2. Am Anfang wirst du durch deine Begeisterung für den Narzisst wie imaginärer Applaus wirken. Dh er wird sich umso mehr bemühen.
  3. Vor allem nach einer längeren Singlephase kommt dir ein Narzisst vor wie die Erfüllung deiner Träume. Endlich ist da der Mensch, bei dem du angekommen bist. Der dich ganz so nimmt, wie du bist. Dass in Wahrheit du derjenige/diejenige bist, die ihn/sie genau so nimmt, wie er ist und du selbst derzeit bereits zu kurz kommst, ist dir da noch nicht bewusst.Das wirklich Schöne (aus deiner Sicht) ist vor allem auch, dass sich dein neuer Partner/Partnerin ganz schnell und klar zu dir bekennt! Das erscheint vielen Menschen fast wie eine Erleichterung, da gerade die Phase der Annäherung in einem natürlichen Beziehungsverlauf noch von Unsicherheiten geprägt ist und nicht gleich klar ist, wo sich eine Beziehung hin entwickelt. Achtung Love-Bombing!
  4. Es dauert daher normalerweise bis dir auffällt, dass du und deine Bedürfnisse eventuell zu kurz kommen. Bis dahin haben sich deine Emotionen für ihn durchaus schon tiefgreifend entwickelt. Du bist also schon verliebt bzw liebst deinen Partner schon.
  5. Nun stellst du irgendwann fest, dass deine Bedürfnisse zu kurz kommen. Das ist zu dem Zeitpunkt eurer Beziehung noch gar nicht so schlimm und du denkst, das kann man ja mit einem Gespräch auch klären. Also versuchst du deine Bedürfnisse und Wünsche zu formulieren und rechnest eigentlich damit, dass mit einem vergleichsweise “geringen Aufwand” hier wieder ein Gleichgewicht zwischen euch hergestellt wird. Es würde ja schon reichen, wenn er hin und wieder mal nachfrägt wie es dir geht, auch mal mit dir ins Musikal geht oder deine Freunde trifft.
    Und spätestens hier weicht der Beziehungsverlauf mit einem Narzissten nun völlig ab.
    Denn wo andere Paare sich in Gesprächen weiterentwickeln und “zusammenwachsen”, reagiert der Narzisst ganz anders.
  6. Narzissten haben nicht nur ein geringes Selbstwertgefühl, sie können aufgrund der fehlenden Empathie auch tatsächlich gar keine “echte Beziehung” aufnehmen bzw eingehen. Das kombiniert mit der Eigenschaft, überhaupt keine Kritik zu vertragen führt dazu, dass Narzissten
  7. sehr schnell mit dem Beziehungsaus drohen. Motto “Ich weiß gar nicht was du hast, es geht uns doch gut. Aber wenn dir etwas nicht passt, können wir uns auch trennen”.

    Für den Narzissten stimmt das auch, wobei er in dem Moment nicht wirklich damit rechnet, dass du tatsächlich Schluss machst.
  8. Für dich ist diese Androhung aber so wie mit Bomben auf Mücken losgehen – völlig überzogen. Konfrontiert mit so einer möglichen Konsequenz, ziehen sich die meisten zurück. Du auch?
  9. Von außen betrachtet liegt es eigentlich auf der Hand, dass wir hier von emotionaler Erpressung sprechen. Im Moment selbst verunsichert es den Betroffenen – dich! – aber völlig. Und deshalb beginnst du darüber nachzudenken, ob deine Wünsche, Forderungen, Bedürfnisse wirklich so wichtig sind. Denn Fakt ist auch – so lange du machst, was und wie der Narzisst sich das wünscht, gibt es ja wirklich keine Probleme! Außer natürlich, dass du zu kurz kommst.
  10. Du stellst dich also erstmal zurück und eventuell erntest du dafür auch noch ein “na siehst du, ich wußte doch, dass du zur Vernunft kommst” von deinem Partner. Und alles ist gut und fängt wieder von Vorne an.

Wobei nicht ganz. In jeder Runde wird der Narzisst etwas mehr nachlassen in seinem “Verständnis” für dich und die Drohungen werden immer schneller kommen. Vergiss nicht, ein Narzisst wird dir jedes Wort im Mund umdrehen und am Ende immer derjenige sein, der missverstanden, nicht genug gewertschätzt und das Opfer ist.

Aus diesen Schritten entwickelt sich ganz schnell eine Abwärtsspirale, die dich immer kleiner, unsicherer und verwirrter zurücklassen. Und emotional abhängiger.

Die Beziehung mit einem Narzissten führt – wenn man lang genug darin verweilt – in die emotionale Abhängigkeit. Der Beziehungsverlauf geht statt aufwärts nur abwärts. Jede Runde mehr in dem Karussel trägt dazu bei, dass du dir selbst immer weniger vertraust und gleichzeitig das Gefühl hast, nicht ohne deinen Partner zu können – selbst wenn du schon erkannt hast, dass dir die Beziehung nicht gut tut. Und genau deshalb ist es dann so schwierig, sich von einem Narzissten zu trennen.

Wenn du gerade dabei bist, diesen Weg zu gehen, dann empfehle ich dir dringend, dir Hilfe und Unterstützung von Außen zu holen. Gerne auch bei mir!

Besser als eine Trennung von einem Narzissten – erst gar keine Beziehung mit einem Narzissten eingehen!

In diesem Artikel hier habe ich dir ja schon die 10 Warnzeichen dafür, dass dein Partner/deine Partnerin narzisstisch veranlagt ist, mitgegeben. Wie ich dir im Video dort schon erzählt habe, dauert es oft, bis sich diese Züge überhaupt erst zeigen. Immerhin ist ein Narziss ja unglaublich charismatisch!

Falls du das Video noch nicht kennst, dann gerne hier noch einmal:

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Das beste Warnsignal ganz am Anfang bereits beim Kennenlernen ist bereits hier darauf zu achten:

  • Interessiert sich dein Flirtpartner wirklich für dich? Fragt er nach deinem Leben, deinem Tag, usw? Ein echtes Kennenlernen basiert auf gegenseitigen Erzählen, Anteilnehmen, Nachfragen.
  • Hört er dir dann auch interessiert zu und hakt nach oder dreht es sich in Kürze doch wieder um ihn? Flirten ist ein Spiel, dass ZWEI spielen und nicht nur einer!
  • Lässt er sich auf deine Vorschläge für Dates ein oder muss es immer nach seinem Zeitplan und Vorlieben gehen? Ein Beispiel: du schlägst vor, in eine Ausstellung zu gehen, das interessiert ihn aber nicht. Er möchte viel lieber mit dir ins Kino gehen. Wenn so etwas hin und wieder vorkommt – kein Thema. Ist es aber grundsätzlich so, dass alle deine Ideen abgewimmelt werden? Dann bitte erhöhte Aufmerksamkeit!
  • Das gilt auch für Zeit und Ort! Bestellt er dich IMMER zu ihm und kommt umgekehrt NIE zu dir? Musst du dich auch zeitlich immer nach ihm richten? Achtung Narzisst!
  • Kennt er deine Freunde und deine Familie? Oder gibt es immer irgendwie einen Grund, warum das nicht passiert und er für deinen gesamten Freundeskreis eigentlich “unsichtbar” ist und sie ihn nur aus Erzählungen kennen?

Kennenlernen und verlieben sollte im Idealfall aus gegenseitigem Interesse erwachsen. Bei narzisstischen Partnern ist es jedoch so, dass sich das Interesse in kürzester Zeit sehr einseitig ausprägt. Wenn dir also auffällt, dass es sich in deiner noch ganz frischen Beziehung schon immer nur um ihn/sie dreht und du irgendwie das Gefühl hast, zu kurz zu kommen, dann achte mal genau auf die Warnsignale.

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Einen Narzissten testen: Bevor du dich gleich trennen möchtest, versuche doch in einem ersten Schritt einmal, dir selbst mehr treu zu bleiben. Lass dich nicht mehr auf jeden Vorschlag ein und verzichte notfalls mal auf ein Treffen mit ihm. Kann dein Partner damit umgehen und bewirkt das eventuell sogar eine Verbesserung eurer Beziehung? Super! Beschwört schon allein der Versuch, die Beziehung wieder ins Gleichgewicht zu bringen und auch dir eine gleichberechtigte Rolle in eurer Partnerschaft zu verschaffen eine riesige Krise hervor? Zeigt sich dein Partner gleichzeitig überhaupt nicht gesprächsbereit und sieht dich allein als Problemverursacher? Dann ganz ehrlich – Finger weg.

Eine Beziehung wird besser, oder sie endet.

Alles Liebe, ganz viel Herz & Mut!

Sabine

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42 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Sabine Weiss,
    Über Ihre Beiträge zum Thema „Narzisstische Persönlichkeitsstörung“ auf YouTube bin ich auf Ihre Homepage gestoßen. Ihre Beiträge sind bisher die differenziertesten deutschsprachigen ihrer Art, die ich zu diesem Thema gefunden habe! Sowohl im Justizwesen, als auch in der klinischen Psychologie UND Psychiatrie wird sich überproportional mit der jeweils zu untersuchenden Störung des „Täters“ beschäftigt. Welche Auswirkungen aber emotionaler Mißbrauch durch Partner mit einer Cluster B-Störung u.a. der narzisstischen Persönlichkeitsstörung, auf die „Opfer“ haben – die Hinwendung zu diesem Thema steckt noch in den Kinderschuhen!
    Daher danke ich Ihnen, selbst als Betroffener einer Ex-Partnerin mit NPS (denn Frauen sind vermutlich genauso häufig betroffen), für diese Arbeit!
    Auch wenn Trennungen per se zu den schlimmeren Lebenskrisen gehören, so ist die Trennung von einem Partner/in mit NPS, so wie ich sie erlebt habe, das verwirrenste, schmerzhafteste und im innersten Kern erschütterndste.

    Gerade weil es ein zunehmender Modebegriff ist, und Menschen anscheinend sehr schnell dazu neigen sich zu brandmarken, ist es wichtig sich der Leitlinien zu bedienen, wenn es um den „Patienten“ mit NPS geht.
    Geht es jedoch um den Partner, gibt es keine Leitlinien, sondern Erfahrungen und Beobachtungen! Die allermeisten, die Sie in Ihren Videos beschrieben haben, kann ich teilen und bestätigen!
    Weiter so, und herzliche Grüße von München nach Wien!

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    • Hallo Mathis,
      ich fürchte, ich habe meine letzten beiden Jahre auch mit einem NPS-Partner verbracht. Die Trennung fühlt sich jetzt furchtbar an. Wie hast Du diese erlebt – ich habe nämlich auch schon viel erlebt – aber im innersten Kern erschüttert trifft es sehr.. nur niemand in meinem Freundeskreis scheint mich zu verstehen!!!! Macht es auch nicht leichter… Herzensgut, Petra

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  • Genau! Mathis spricht mir aus der Seele.
    Ich habe mich von einem Narzissten getrennt. Ich bin froh, dass ich das geschafft habe und mich wiedergefunden habe.
    Aber die tiefe Verletzung die mir diese
    “Toxische Beziehung” – wie Sabine sie richtig nennt- beigebracht hat heilt furchtbar langsam und ist manchmal unertäglich.

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    • Ich habe diese Beziehung gerade erst vor 2 Tagen beendet und kämpfe damit seine Kontaktversuche zu ignorieren. Menschen wie du die es geschafft haben machen mir Mut. Ich habe in dieser Beziehung alles gegeben. Nie kam etwas zurück ausser Vorwürfe dass ich der Egoist bin der nur an mich denkt. Du kannst stolz auf dich sein dass du es geschafft hast auch wenn es zeitweise weh tut. Viel Glück für dich weiterhin

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      • liebe agnes,
        bitte nicht mit nachnamen kommentieren – jeder kann dich googlen damit. ich wünsche dir viel kraft, herz und mut für die kommende zeit!

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  • Danke für die tollen Videos und diesen Blog. Ich habe inzwischen einige Videos von diversen Quellen angeschaut und Ihre sind die ersten, die sich fühlbar kompetent und differenziert mit dem Thema befassen. Es bestätigt mich so ein wenig in der Vermutung, dass es durchaus Menschen mit reichlich narzisstischen Zügen gibt, die aber nur einer von weiteren Charakterzügen ausmachen. So hat, in der Rückschau mein Exmann sicher viel von einem Narzissten… aber nur so lang er Oberwasser behält. Im Laufe unserer Ehe habenich mich, zum Glück, innerlich mehr und mehr von seinen Anwandlungen und seinem Gehabe distanziert. Und er zog sich immer mehr auf die Position des gezähmten und missverstanden Löwen, der seinen Stolz in unserer Ehe eingebüst hatte, zurück und tat sich selbst leid. Natürlich war ich daran Schuld. O-Ton: Du bist so stark geworden. Kannst du nicht mal gehorsamer sein. Vielleicht hatte mich das Aufwachsen mit einer sehr dominanten Mutter und das aus dieser Dominanz herauswachsen da gut vorbereitet. Jedenfalls für diese Beziehung, die ich dann auch irgendwann wirklich beenden konnte. Vor der Erfahrung mit einem echten, ausgewachsenen Narzissten und patologischen Lügner hat mich das nicht bewahrt. Wahrhaft so wie hier beschrieben: Charmant, spannend, gebilded, weit gereist, charismatisch, attraktiv. Schnelle, tiefe tiefe Bindung. Komplimente, alles was ich gern immer hören wollte, großzügig, meine Prinzessin, mein Licht, du bist die eine. Und ich habs gefressen wie eine Verhungerte. Und dann, plötzlich verhindert, als er meine Mutter treffen sollte. Konversationen abgebrochen und vom Äther verschwunden, als ich das falsche fragte. Zu einer festen Verabredungen nicht erschienen. Tagelang kein Lebenszeichen und plötzlich wieder auftauchen. Mit wilden Stories als Erklärung, die eine Warnlocke läuteten – die ich ignorierte, natürlich. Wieder Liebe und Zucker, wieder plötzliches abtauchen. Mehr dramatische Ereignisse und als ich nachgrub, das wäre der Fluch seiner Existenz, er liebt und gibt so viel und wird immer ungerecht angezweifelt. Alle behandeln ihn wie Dreck, dabei kann er ja nichts für was immer dann angeblich die Ursache für seine Anwesenheit war und ist vollkommen missverstanden. Und ich fühlte mich mies. Ruderte zurück. Er gab ja wirklich viel Geld in der Beziehung aus und fuhr immer längere Strecken um mich zu sehen. Das war unser festes Schema: Harmonie und Glück sobald wir uns sahen. Drama und schlechte Gefühle und immer wieder komplett vom Radar verschwinden, wenn wir räumlich getrennt waren. Klar hab ich gefragt… wieder und wieder. Klar hab ich gegraben. Es ergab ja auch alles nicht wirklich Sinn. Da war ich dann kontrollsüchtig, forderte Zeit, die mir ja gar nicht zustand und ich solle mich dann nicht “wundern”. Auf einmal dann wieder “du bist mein Anker” und Reden von Zukunft und sogar Ehe. Dann plötzlicher Abbruch der Beziehung von eben auf jetzt, als er mal wieder hätte meine Mutter treffen sollen. Funkstille in der ich aber nicht locker ließ…denn ich verstand genau gar nichts von dem was da abging. Dann wieder Kontaktaufnahme. Reue. Neue Pläne und Schwüre und dann wieder Abbruch der Beziehung, diesmal angeblich wegen der Ex. Dazwischen ein Drama nach dem anderen in seinem Leben, dass mich mit in Atem hielt. Ohne je Anteil zu haben. Ich kannte niemanden persönlich auf seiner Seite. Er traf nie meine Freunde. Nach diesem Abbruch hab ich für mich das AUS erklärt. Das war schlimm. Wie eine Kater nach einem üblen Saufgelage aber über Wochen. Und ich war grade halbwegs etwas bei mir… da nahm er wieder Kontakt auf. Doch ich bin nicht mehr angesprungen. Auch die Male danach nicht.
    In der Beziehung hab ich mich mehr ind mehr verloren. Hab an meiner Menschenkenntnis und meiner Urteilskraft gezweifelt. An meiner ganzen Person. Und ich bin wahrlich sonst nicht so leicht zu erschüttern oder beeindruckbar.
    Selbst ein Jahr später räume ich das alles immer noch auf. Der Input von Ihren Videos hilft ungemein.

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    • Ich war und bin immer noch dabei die Schuld für das Ende unserer Beziehung zu suchen da bin ich zufällig auf das Thema Narzismus gestossen und fange an zu verstehen. Die grosse Liebe für ihn nach dem ersten Treffen und vorausgegegangenen 3 Monaten e-mail Kontakt. Ich seine Sonne….die Frau auf die er sein ganzes Leben gewartet hat. Ich bin darauf hereingefallen und habe mich vollkommen aufgegeben um ihm seinen Traum vom Leben zu erfüllen. Statt irgendeine Form von Dankbarkeit oder Freude darüber kam nur Kritik. Was ich denn überhaupt für ihn getan hätte….das wäre doch wohl selbstverständlich in einer Beziehung. Und diese Lügen……..und diese Kontrolle….ich glaube es gibt keinen Winkel in meinem Haus den er nicht durchsucht hat. Dinge verschwunden….Geld verschwunden. Bei nur 2 Personen im Haus muss er es gewesen sein. Er hat immer alles abgestritten….wollte mich als vergesslich hinstellen. Es gab Lügen die waren so offensichtlich …..und trotzdem windet er sich wie ein Aal um gut daraus zu kommen. Ungeheuerlich…..Er ist zudem noch Pastor. Ich dachte wenn ich einem Mann glauben kann dann doch ihm. Anfangs mochte er meine Kinder, meine Familie. Nach und nach hatte er an allen etwas zu kritisieren und kam zu keinem Treffen mehr. Ich habe alles versucht zu verstehen. Immer Entschuldigungen gefunden. Ich bin froh in dem Persönlichkeitsbild eines Narzisten eine Antwort für so viele meiner offenen Fragen zu finden. Ich habe nichts mehr verstanden und mich gefragt was ich falsch gemacht habe. Ich muss dazu sagen dass ich in meinem Bekanntenkreis als überaus liebenswerter und vor allem sozialer Mensch bekannt bin. Ich habe ihn in alle meine Gemeinden mitgenommen und wollte dass wir uns gemeinsam etwas Neues aufbauen. Das Ende vom Lied ist dass ich den Kontakt zu allen abgebrochen habe weil er an allen nur rumkritisierte. Uns gemeinsam etwas Neues aufzubauen dazu ist es nie gekommen, natürlich wegen mir. Sagt er. Zum Glück kann und werde ich wieder zu den Menschen und Gemeinden zurück gehen weil sie verstehen werden und mich schätzen. Ich verstehe nur nicht wieso ich so lange so blind war und ehrlich gesagt werde ich Zeit brauchen um mich wirklich zu verstehen. Ich bin froh auf euch gestossen zu sein .
      Niemals hätte ich geglaubt dass im Namen der Liebe so etwas möglich ist …….ich habe bis heute kein einziges Mal gehört dass es ihm leid tut. Er hat gelogen dass sich die Balken biegen….aber niemals gesagt dass es ihm leid tut und er um Verzeihung bittet.

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  • Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich ein Narzisst war oder es vielleicht teilweise immer noch bin! Ich habe mit meinen Ex-Partnern genau diese Abwärtsspirale immer und immer wieder durchlebt! Ich war zu diesen Zeitpunkten auch immer der Meinung, dass ich nicht Schuld bin. Ich wusste nicht, dass ich emotionale Spielchen mit diesen Männern trieb!

    Kurz zu meiner Person:
    Ich, weiblich, 27, habe mit 10 Jahren eine schlimme Trennung meiner Eltern erfahren müssen, hatte lange Depressionen deshalb und mein Leben selten im Griff.
    Nur durch professionelle Hilfe gelang es mir, aus dieser immer wieder kehrenden Schleife auszubrechen.

    Ich kann Sabine nur Recht geben! Lasst alle die Finger von diesen Menschen, sie meinen es nicht ernst mit euch!
    Ich habe mich persönlich weiterentwickelt, aber nur weil ich es wollte und weil verschiedene Personen mir die Augen geöffnet haben und ich dieses “öffnen” auch zugelassen habe! Das hat aber unheimlich viel Zeit, Kraft und vor allem einen sehr hartes Spiegelbild gebraucht, um “aufzuwachen”.

    Ich bin jetzt viel zufriedener mit mir selbst und auch um einiges glücklicher mit meinem Leben. Wenn ich jemand kennenlerne zeige ich Verständnis und lasse ihn machen was er will. Es gibt keine Verbote, Eifersüchteleien oder ähnliches mehr. Einfach, weil ich im reinen mit mir selbst bin. Für mich sind das alles neue Erfahrungen, denn ich habe davor nie etwas wie Empathie oder ähnliches für einen Partner oder Mitmenschen gespürt. Ich kann nur zustimmen, dass immer genau das, was Sabine im Video und auch in ihren Texten sagt und schreibt genau so abgelaufen ist. Wenn ich meine Vergangenheit betrachte, habe ich nie einen von diesen Männern wirklich geliebt, ich wollte nur Bestätigung um mich reicher und besser in meinem Inneren zu fühlen. Vielleicht auch um den Schmerz zu ersticken. Das aber, hat nie funktioniert. Es machte alles schlimmer, denn beide Partner waren unglücklich. Das einzige. das wirklich glücklich macht, ist Selbstliebe! Nämlich einen Selbst und den Partner.

    Antworten
  • Das Lesen über eine Beziehung zu einem narzisstischen Menschen hilft mir sehr!
    Allein das Wissen, nicht allein zu sein …
    …in dieser ‘Beziehung’ ist man ja schon alleine genug!!
    Ich bin noch mittendrin, in der Beziehung, mit eigentlich allem, was beschrieben ist.
    Hoffe aber, möglichst bald da raus zu kommen …. versucht habe ich’s schon mehr als einmal!!
    … wenn ich lese, wie schwer das ist, …
    wie lange es letztendlich dauert ..
    Hoffentlich schaffe ich das!

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    • Du schaffst das……wenn dein Ziel ist dass du wieder zufrieden und glücklich und in Frieden leben möchtest. Die Liebe die du suchst, die wir alle suchen kann dir niemand schenken. Mit Lügen und Kleinmachen schon gar nicht. Mach dir das bewusst. Die Liebe liegt in dir selber. Entdecke dass du liebenswert bist. Du bist es. Liebe dich selbst. Du bist es wert. Und richte dich darauf aus dass eines Tages jemand kommen wird der sein Leben mit dir teilen möchte weil du bist wie du bist. Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Präge dir das ein und lebe es. Nur wenn deine Hände leer sind kannst du Neues empfangen. Ich wünsche dir viel Kraft und Gottes Segen für deinen Weg. Du schaffst das…..je eher je besser

      Antworten
  • Ich kann meinen Vorschreiber*innen und dir, liebe Sabine, nur zustimmen. Und möchte aus eigener Erfahrung noch ergänzen, dass aus meiner Sicht diese Beziehungen nur „funktionieren“, da man selber auch darauf anspringt. Es ist so ein bisschen wie das Schlüssel/Schloss Prinzip. Eine tiefe Sehnsucht der einen Seite geliebt zu werden und gefallen zu wollen und die Schwierigkeit für die eigenen Bedürfnisse einzustehen und die andere Seite nach Liebesbestätigung und Macht. Das macht dann wie „Klick“ und fühlt sich an wie „endlich angekommen“. Deshalb und auch als Schutz um nicht wieder da hineinzugeraten, glaube ich gilt es vielmehr über sich als über den anderen zu lernen.

    Antworten
  • Liebe Sabine,

    Vielen Dank für deine Arbeit und für deine Texte.

    Vor kurzem habe ich jemanden aus meinem Leben ausgeschlossen, weil ich an ihm diese „Warnsignale“, die du erwähnt hast, gesehen habe. Genau so. Ein Mensch, der nicht ein einziges Mal nachfragt, ob es mir gut geht, der nicht respektieren kann, wenn ich keine Kraft zu schreiben habe, oder krank bin.

    Als meine Mutter wegen Brustkrebs operiert wurde, und ich es ihm davon erzählte, kam prompt von ihm: „Komm mich besuchen, lass uns f****n, dann wird es dir besser gehen.“ ohne Witz, das waren seine Worte!

    Oder als ich meine Ausbildung gemacht habe und vor einer Klausur stand, sagte er: „Scheiß auf die Vorlesung, komm zu mir, das wird dir gut tun!“

    Oder als ich Lungenentzündung hatte: „Ich gebe dir meinen Saft, dann wirst du eine Verbesserung spüren!“

    Und nein, das ist nicht übertrieben von mir geschrieben, das war genau das, was er geschrieben hat.

    Als es mir nicht gut ging und ich Ihnen sagte dass ich im Stress war und deswegen nicht schreiben wollte, hat er geschrieben, ich sollte ihn in Ruhe lassen. Und das habe ich getan. Er hat mich überall gelöscht und blockiert, und ehrlich, ich habe die Schnauze voll bekommen. Das Lustige daran ist, dass er 10 Wochen später sich wieder meldete und sich so verhielt, nichts wäre geschieht. Ich habe ihm darum gebeten, mir nicht mehr zu schreiben, weil ich das Gefühl habe, er hat keinerlei Achtung vor mir. Seine Antwort: „Du musst damit rechnen, wenn du so zickig bist“ – und ehrlich gesagt, wir hatten noch nie so viel Zeit miteinander verbracht, sodass ich die Möglichkeit hätte, bei ihm zickig zu werden. Ich weiß, wann und bei wem ich zickig bin, und wenn es passiert, gebe ich es auch zu und kann meine Fehler oder Fehlverhalten einsehen. Das ist aber nicht in diesem Fall passiert.

    Jetzt ist es soweit, dass er mir eine Karte per Post geschickt hat, voller lauter Herzschen und „Liebessprüche“. Aber um ehrlich zu sein, es widert mich an, was er gerade tut.

    Antworten
    • Hi Mila,
      Ich hoffe du bist stolz auf dich! 🙂

      Antworten
      • Nicht ganz.

        Ich denke mir immer noch, warum ich die „Warnsignale“ nicht früher berücksichtigt habe. Dieses (wiederholtes) ungute Gefühl hatte ich schon früher gehabt. Ich hätte es früher „Nein“ brüllen müssen.

        Antworten
  • Hallo Sabine, ich habe mir das Video angesehen weil ich der Meinung bin mein Mann ist ein Narzist. Aber ich bin so unsicher ob dem so ist. Vielleicht kannst du mir da helfen!?
    Seine Sprüche sind für mich sehr verletzend. ( Vielleicht bin ich zu sensibel) ich war ein halbes Jahr verheiratet als ich eine Nachricht von ihm an eine andere gefunden habe : Liebe ………, ich freue mich für dich das du ihn den Urlaub fährst, würde gerne mit aber geht ja nicht.
    Wir fahren jetzt das 1 mal gemeinsam in den Urlaub. Ich bin seit 2009 mit diesem Mann zusammen. Zu dem war er auf anzüglichen Foren im Netzt aktiv. Das hat er schon länger eingestellt. Thema Urlaub: ich mache keine Schulden um in den Urlaub zu fahren.
    Auf die Frage was ich mir zum Geburtstag Wünsche, sagte ich Musicalbesuch währe schön. Seine Aussage: ich bestrafe mich doch nicht selbst. Auch tanze ich gerne, er kann aber will auf biegen und brechen nicht Tanzen. Auf meine Wünsche eingehen , nicht im geringsten.
    So ist das in allen Situationen.
    Ist das schon Narzissmus? Oder nur Stuhrheit?
    LG Gabi

    Antworten
    • Und was würde es ändern, wenn es Sturheit ist? Und was wenn es narzisstische Züge sind? Fakt ist doch, dass egal was es ist, du unglücklich damit bist. Von da weg würde ich weiter arbeiten.

      Antworten
  • Hallo ich habe mir das Video angeschaut von ihnen mein leben würde 15 jahre so beherscht aber irgendwas war immer in mir das mir fühlen lies das muss nicht so sein und das alles was sie da sagen stimmt voll auf diesen mann jetzt versuche ich es schon lange davon weg zu kommen habe mich getrennt habe eigl mein leben bei null aufgebaut aber ich habe den noch keine ruhe er macht das immer so das es keiner mitbekommt ich weis bald nicht mehr weiter auser er hat jem neuen dann hab ich etwas ruhe .Vielleicht haben sie einen rat lg

    Antworten
  • Hallo Sabine, sehr hilfreich ist es für mich gewesen und ist es immer noch, mich mit den Strukturen des Narzissmusses auseinanderzusetzen. Ich war 10 Jahre mit einem Prachtexemplar dieser Spezie zusammen. Anfangs ging es ihm alles nicht schnell genug, schwanger werden und DU bist die Frau, die meinen Namen tragen soll. Ha.. das Kind habe ich verloren und 1/2 Jahr später hat er mir verkündet, dass ER jetzt kein Kind mehr wolle – Punkt! Von Heirat war dann auch nicht mehr die Rede, ich habe ihn da falsch verstanden, so habe er das nicht gesagt und gemeint. Sex gab es immer seltener und nur er ist zum Zuge gekommen. Darauf angesprochen gab er seine Weisheit zum Besten: “Frauen haben keine Triebe”. Alle Gesprächsangebote meinerseits, an unserer Beziehung zu arbeiten und sie zu verbessern, ist er ausgewichen. Stattdessen Liebesschwüre und 1000 Schatzis am Tag. Im letzten Jahr bin ich an Brustkrebs erkrankt, emotionale Unterstützung Fehlanzeige. Nach Beendigung der Bestrahlung und 14 Tage vor einem lange geplanten Urlaub mit meiner Tochter hat er mir mitgeteilt, dass er beschlossen habe, dass wir uns trennen müssen. Ihm sei die Krebserkrankung dazwischen gekommen, es mir früher zu sagen, er könne aber unmöglich länger lügen. Ich hätte jetzt mein Leben neu zu organisieren. Sein Entschluss stehe unwiderruflich fest.
    Das alles ohne Vorwarnung, vollkommen aus dem off, eiskalt und ohne jegliche Emotionen.
    4 Monate später kann ich immer noch nicht fassen, wie und zu welchem Zeitpunkt er mich einfach “entsorgt” hat.
    Ich hoffe, dass mein Urvertrauen nicht für alle Zeiten Schaden genommen hat.

    Antworten
    • hi du liebe,
      zu dem thema wie er mit dir schluss gemacht hat und wie du das nicht auf dich beziehst bzw besser damit umgehen kannst, habe ich mehrere teile in meinem videokurs zur verarbeitung von liebeskummer drinnen. möglicherweise ist das für dich ein ansatz, da noch mal für dich zu sorgen? alles liebe + gute für dich!

      Antworten
  • Liebe Frau Weiss,

    ich bin 30 Jahre in der Beziehung mit einem Narzissten und ich komme einfach nicht raus. Wir haben vor 2 Jahren geheiratet und wir leben immer noch in getrennten Wohnungen. Ich leide, leide , leide. Er beleidigt nur, gibt mir keine Nähe, nichts.

    Antworten
  • Ja, aber es fehlen noch viele Punkte, wenn man einen Narzissten zum Partner hat…das ewige Lügen (sie lügen so gut, dass sie es selbst glauben und dann zur ihrer Wahrheit wird), betrügen (immer jemand neues im Petto), abwerten (man ist nicht schön genug, zu dick, zu dünn), projektzieren (nicht sie betrügen, sondern Du). Oder auch irre (wärst du doch bloß von dem Auto überfahren worden…oder sonstige Dinge, wenn man sie darauf anspricht, haben sie es nicht gesagt) machen.
    Sie können einem leid tun, wenn man überlegt, was ihnen fehlt. Aber damit sollte es auch gut sein.
    Man hat alles gegeben…kenne ich, habe ich lange genug gemacht, die Verantwortung für alles bei mir gesucht, verzweifelt um ihn gekämpft. Sinnlos…das zu erkennen tut weh…tut es noch.
    Aber und das ist der Punkt, das Leben wieder in die eigene Hände zu nehmen, jeder ist seines Glückes Schmied. Man lebt nicht durch solche Menschen! Und man hat nur ein Leben!

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  • Hätte ich diesen Artikel mal vor vier Jahren gefunden… Das hätte mich vielleicht davon abgehalten, meinen Partner zu heiraten. Im Moment ist unsere Beziehung jedenfalls sehr einseitig. Reden tun wir kaum, außer Alltagsdinge und über seinen neuen Job. Sachen, die mir Spaß machen… Dafür habe ich doch meine Freunde. Tanzkurs? Keine Lust, aber mit einem anderen Mann tanzen (nur tanzen)… Kommt nicht in Frage, ich bin schließlich mit ihm verheiratet. Ich soll ständig neue Sachen lernen (es ist gut, wenn du damit umgehen kannst, falls ich mal nicht da bin), aber dass er mal Sachen neu lernt, falls ich mal nicht da bin, keine Spur.
    Meine Freunde können ihn nicht leiden, als ich während eines Treffens unseren Sohn ins Bett brachte, löste sich durch einen blöden Zufall die Party in Luft auf, was er direkt auf sich bezog. Ich würde gerne auch noch einmal kirchlich heiraten mit großer Feier mit allen Freunden und Verwandten. Wird natürlich nicht günstig. Er sagte, das könnten wir uns nicht leisten, was leider stimmt, plant aber gleichzeitig einen Urlaub, den wir uns ebenfalls aktuell nicht leisten können. Auf meine Aussprache kam nur “Mir war nicht klar, dass dir das so wichtig ist”, ebenso wie: Du planst hier schon eine Riesensause und ich weiß noch nicht einmal, ob ich am Jahresende noch einen Job habe. Ich glaube nicht, dass ich ihn kirchlich heiraten werde, eigentlich habe ich zum jetzigen Zeitpunkt schon mit der Beziehung abgeschlossen…
    So, danke, dass ich mir mal alles von der Seele schreiben konnte.

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  • Guten Tag liebe Sabine Weiss, ein freundliches Hallo allerseits

    Mein Name ist Julia und ich befinde mich gegen Ende meines 24. Lebensjahres. Ich werde mich bemühen, keinen Roman zu verfassen über meine erste und bisher einzige Liebesbeziehung, doch möchte ich zumindest die wichtigsten Erfahrungen aus den vergangenen 10 Monaten zum einen für meinen eigenen Verarbeitungsprozess und zum anderen natürlich auch für alle weiteren Betroffenen oder Interessierten hier niederschreiben.

    Im Oktober des letzten Jahres lernte ich einen unglaublich charmanten, charismatischen, für mich umwerfend gutaussehenden gepflegten jungen Mann (damals 21 Jahre) mit enorm viel Offenheit, Vertrauen und Kreativität kennen.
    Es war mein erstes Date überhaupt. Ganz klassisch: spazieren gehen am Fluss und Kaffee trinken in der Altstadt an einem sonnigen Samstagnachmittag. Anderthalb Stunden (!) nach unserem Kennenlernen bekannte er sich bereits zu seiner “Liebe” zu mir, es kam zu unserem ersten Kuss. Ich war alles andere als abgeneigt, fühlte mich geschmeichelt wie nie zuvor. Er machte mir Komplimente, lobte meine natürliche Ausstrahlung, erzählte mir von seiner schweren Kindheit und dem Fernbleiben seines Vaters in frühen Jahren. Ich dachte, sein rasches Zutrauen zu mir wäre eine Ehre für mich. Am Abend organisierte er dann sogar ein Abendessen in einem schicken teuren Restaurant.

    Wie man sich an dieser Stelle wohl erdenken kann, verbrachte ich die darauffolgende Nacht bei und mit ihm. Meinen ersten sexuellen Kontakt zum anderen Geschlecht hätte er schöner nicht gestalten können!
    Mein ganzes bisheriges Leben hätte die Vorstellung einer solch plötzlich eintretenden intensiven Blitzliebe niemals zugelassen! Bereits in jener Nacht überkam mich bereits einmal der Gedanke, dass irgendwie alles zu schön sei, um wirklich wahr sein zu können. Dann erinnerte ich mich an sämtliche vermeintliche Lebensphilosophierungen, man solle stets offen auf alle Menschen zugehen, schöne Momente zulassen, nicht frustriert immer und überall sofort nach dem sogenannten Haken suchen. Mit diesem eigentlich sehr friedvollen Wegweiser, den ich fatalerweise ausgerechnet in dieser besonders ungewöhnlichen Situation fest in meinem Kopf verankert hatte, widersetzte ich mich meinen eigenen gesunden, intuitiven Warnrufen, vertraute einem im Grunde genommen wildfremden Menschen, anstatt mir selber. Zudem war ich unerfahren, allein, neugierig, wurde begehrt und wollte “es” endlich wissen. Seit ich mit ihm zusammengekommen bin, weiss ich nun so Einiges darüber. Mitunter auch ein Grund, weshalb ich bis zuletzt, trotz seiner späteren Ausbrüche, immer wieder zu ihm zurückgekehrt bin.

    Der Höhenflug begann. Weil dieser aufmerksame, höfliche junge Mann der erste in meinem Leben war und ich mich von ihm wahrhaftig umschwärmt und geliebt fühlte, nahm ich nach nur einer Woche (!) Beziehung die Verlobung an.
    Er hatte Ringe gekauft, welche wir uns zuvor ausgesucht hatten. Irre! Wir waren unabhängig voneinander ehemalige Leidensgenossen an derselben Schule gewesen, lernten uns erst jetzt persönlich kennen, lebten beide für Musik und Kunst, zogen uns magisch an, hatten guten Sex. Was braucht man denn noch mehr, in diesem Alter? Vielleicht bedingungslose ehrliche Zuneigung? Ich zumindest hatte während jener Zeit den Eindruck gewonnen, absolut seine Liebste zu sein. Möglicherweise empfand er es tatsächlich so. Doch dies musste einen Grund haben.

    Wenn ich zurückblicke auf die ersten Wochen mit meinem Verlobten, so sticht mir ein bestimmtes Detail ständig ins Auge: Ich hatte mich innert kürzester Zeit vollkommen seinem Leben angepasst.
    In den ersten Tagen nach unserem Kennenlernen liess ich mir von ihm Süssgetränke einschenken, obschon ich die eigentlich gar nie gemocht habe. Er ist leidenschaftlicher talentierter Hobby-Maler/Zeichner – und ich zeichnete auf seinen Wunsch mit. Obwohl ich nie spirituell veranlagt oder tätig gewesen war, interessierte ich mich jetzt für seine unheimlichen Hirngespenste, versuchte mit ihm gemeinsam nur durch starre Fixierung der Blicke Gegenstände in Bewegung zu bringen. Und paradoxerweise glaubte ich irgendwann sogar, das Unmögliche fertiggebracht zu haben! Nun musste ich doch endlich mit ihm “auf eine Wellenlänge, dieselbe Bewusstseinsstufe” gekommen sein, so wie er es häufig betonte. Ich machte “gerne” mit bei seinen Autorennspielen, mutierte von der Frühaufsteherin, die morgendliche Spaziergänge durch den Wald liebt, zur Langschläferin, die ich nie sein wollte. Die Nacht gehörte IMMER ihm. Entweder liebten wir uns stundenlang, oder er sprach mit mir über alles, was ihn interessierte, ohne ein Ende in Sicht.

    Irgendwann spürte ich langsam, wie ich mental immer müder wurde, meine liebe Familie und meine Freundinnen vernachlässigte, auf Nachfragen oft erst Tage später oder vor lauter Abgelenktheit gar nicht reagierte. Noch schob ich die Gründe für diese Veränderung der Erfahrung meiner ersten Liebe und Beziehung zu. Es war anstrengend. Das war es allerdings von Anfang an. Ich wusste es ja nicht besser und hatte mich angepasst an die neue Situation mit Partner. “So ist das halt.” Die Tage und Wochen vergingen, und selbst im vergangenen Dezember, als ich die Polizei alamierte, als mein Verlobter auf seine eigene Mutter körperlich (!) losging, weil diese ihn ein dreiviertel Jahr davor in die geschlossene Abteilung einweisen liess und somit auf die Empfehlung von Ärzten und Psychologen eingegangen war, kapierte ich immer noch nicht, dass ich es hier mit einem – nennen wir es – “extrem speziellen” Menschen zu tun hatte. Aus seinen Erzählungen ging hervor, dass er als Kind selbst immer wieder mit Gewalt eingedämmt worden sein soll. Sowohl physisch als auch psychisch. Als Rechtfertigung oder gar Entschuldigung für seine Attacke habe ich seine frühen Erlebnisse allerdings zu keinem Zeitpunkt angenommen. Aber ich habe es akzeptiert. Spätestens nach diesem Ereignis, kurz vor Weihnachten, hätte mir ein Licht aufgehen müssen. Ein Lichtlein hätte auch gereicht. Existenzielle Fragen hätten in mir aufkommen sollen. Meine Hingezogenheit zu diesem jungen Mann und dessen Verführungskunst waren zu stark. Wie denn auch sollte ich auf einmal jenen Eindruck, nein, jene Überzeugung hinterfragen, welche ich dem Ring an meinem Finger versprochen hatte.

    Es vergingen weitere Wochen, das aktuelle Jahr brach an und die Wogen zwischen meinem Verlobten und seiner Familie hatten sich inzwischen etwas geglättet. Zumindest oberflächlich betrachtet. Da stürzte zum zweiten Mal – oder vielleicht tatsächlich erst zum ersten Mal (?) – meine Heile Welt in sich zusammen.
    Wie fast jeden Abend, machte ich mich auf den Weg zu ihm in sein Elternhaus. Dort wartete er auf mich, so wie immer. Dieses Mal bemerkte ich jedoch direkt eine dramatische Veränderung bei ihm: Er lag auf seinem Bett. Beinahe nackt. Das Handy in der Hand, telefonierend mit seinem Vater, der des Berufes wegen seit Jahrzehnten im Ausland lebt. Mein verlobter konnte kaum sprechen; seine Sätze bestanden aus zusammenhangslosen Worten. Sein Blick traf mich nicht. Sein Vater am anderen Ende der Leitung fragte mehrmals nach, was denn mit ihm los sei und ermahnte seinen einzigen Sohn ein Mal mehr, endlich mit den “Drogen” aufzuhören (seine ADHS- und Schlafmedikamente und Antidepressiva). Ich hatte schon früh in unserer Beziehung von diesen Pharma-Hilfsmittelchen gewusst, doch die WIRKLICH negativen Auswirkungen und seine zusätzliche Traumatisierung durch den Aufenthalt in der Geschlossenen ein knappes Jahr zuvor, erlebte ich nun erstmals selbst mit. Er war unfähig, ganze korrekte Sätze zu formulieren, hatte eine völlig verwaschene Aussprache und verlor in der aufrechten Haltung ständig das Gleichgewicht. Kurzerhand informierte ich seine Psychiatrische Ärztin als auch seinen vertrauten Onkel und die Mutter über den Zustand meines Verlobten. Zusammen entschieden wir uns für einen sofortigen Besuch in der Notaufnahme. Diagnose: Psychotische Episode! Diese Entscheidung hat er uns – insbesondere mir als seine “engste Vertraute” – nie verziehen. Wir hätten alle miteinander hinterhältig gehandelt. Damals wurde es offensichtlich, wie zerstörerisch er sein konnte, dass er gute Absichten mit Füssen tritt und die Wahrheit verleugnet. Von da an entwickelte sich unsere Verbindung immer komplizierter, der Wechsel zwischen zärtlichen und harten Phasen geschah immer rasanter und fast immer ohne verständlichen Grund. In der Zwischenzeit hatte er nun auch damit begonnen, mich zu kritisieren, meine Fehler hervorzuheben, mich als seine “zukünftige Frau” für unser Glück und Unglück verantwortlich zu machen. Er konnte mir nicht mehr vertrauen und hatte auch immer eine Begründung parat. Dabei war er Derjenige, der mich beispielsweise bei sexueller Unlust mit dem eventuellen Kontaktieren einer meiner besten Freundinnen (!) unter Druck setzte, um mir hinterher unnötige Eifersucht und eine psychische Störung zu unterstellen. Da ich mittlerweile auch wieder angefangen hatte, mehr und mehr meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr nur anzudeuten, sondern sie auch durchzusetzen, sah er eine weitere Abweichung zu jener “wunderbaren, mutigen Frau”, welche er doch einst kennengelernt hatte. Dass ich damals einfach nach seiner Pfeife getanzt hatte, obwohl ihm eine eigene Haltung seines Gegenübers ach so wichtig sei. Immer deutlicher und immer öfter musste ich feststellen, dass die Liebe und das Leben mit diesem Menschen nur möglich sein würde, wenn ich ganz auf seiner Schiene mitfahre. Dabei bestanden all seine Vorstellungen aus lauter Ansprüchen und Widersprüchen.

    Der Frühling bringt die schönste Zeit des Jahres mit sich zu uns und mitten in unsere Seelen. Dieser Ansicht bin ich Gott sei Dank geblieben.
    Auch wenn die vergangene Blütenzeit in gewisser Form wie ein unerreichbares, nicht anwesendes Phantom an mir vorbeigerauscht ist. Für mein Herz bedeutete sie eher eine blutige Zeit. Diese verbrachte ich mit einem jungen Mann, der unterschwellig alles bestimmte, der alle paar Tage eine theatralische Eskalation versprach, weshalb ich mich hinterher darüber wunderte, wieso ich auf seine Wutanfälle überhaupt noch eingehe und nicht stattdessen lieber einem Tanzkurs beitrete. “Ein Tanzkurs? Ja, aber dann bitte nur mit ihm!”

    Wer bis hier hin gelesen hat, kennt meine Zeilen aus dem eigenen Leben. Man möchte nicht wahrhaben, dass der einst so einfühlsame, romantische Partner mit dem perfekten Gespür für die Bedürfnisse eines anderen Menschen, einen selbst nur noch für eine entsprechende Gegenleistung “liebt” oder einem zumindest ins Bewusstsein redet, wie glücklich man sich doch schätzen könne, trotz der eigenen nie wieder gut zu machenden (!) “Fehler” von ihm immer noch angenommen zu werden tun, so wie auch alle weiteren Betroffenen und Mitlesenden hier sich solchen verbalen Abfall nicht (schon wieder) antun müssen. Jeder andere Mann hätte da ganz anders gehandelt und man habe gefälligst froh zu sein, dass er noch so viel Nachsicht für einen aufbrächte. Die begleitenden vulgären und oft lautstark zum Ausdruck gebrachten Bemerkungen, Unterstellungen, Beschimpfungen und (verdeckten) emotionalen Erpressungen erwähne ich hier anstandshalber nicht. Ich habe mit diesen Begriffen nichts zu tun, so wie auch alle weiteren Betroffenen und Mitlesenden hier sich solchen verbalen Abfall nicht (schon wieder) antun müssen.

    Nachdem ich die zwischendurch aufkeimende Hoffnung auf ein Liebens-Comeback in unserem gemeinsamen Italien-Urlaub aufgegeben hatte und frühzeitig ohne sein Wissen abgereist war, prophezeite er mir bereits, dass mein Verhalten in allen Bereichen unserer Zukunft negative Folgen nach sich ziehen würde.
    Ich wollte dies immer noch nicht wahrhaben, schlief weiter bei und mit ihm, liess mich für sämtliche Aufgaben verantwortlich machen, welche er eigentlich selbstständig zu erledigen gehabt hätte. Den ganzen Sommer hindurch hoffte und glaubte ich an ein Wunder. Das Gegenteil traf ein: Seine Launen und Stimmungen kippten nun beinahe im Minutentakt, seine Medikamenteneinnahme nahm weiter zu, die Tatsache, dass er eigentlich längst von zu Hause hätte ausziehen müssen und trotzdem noch immer in seinem Elternhaus wohnte, wälzte er zunehmend auf mich ab, gab mir die Schuld am Verlust zweier Wohnungsangebote, obwohl ich nach seinen sich wiederholenden Ausbrüchen und nächtlichen Diskussionen klargemacht hatte, dass es sich für mich in seinem derzeitigen Zustand, mit seiner gegenwärtigen verzerrten Einstellung, nicht mit ihm zusammenwohnen liesse und der Zeitpunkt fürs Zusammenziehen schlichtweg noch nicht gegeben sei. Seine Reaktion darauf gab mir letztlich die Antwort auf meine aufkommende innere Frage danach, ob denn jemals der passende Zeitpunkt eintreffen würde, um mit ihm ein Wohngemach und sogar auf sein Anliegen miteinander ein Bankkonto (!) zu teilen. Er reagierte empört, gekränkt, feindselig, stellte mir ein Ultimatum. Dieses Ultimatum habe ich gestern endlich angemessen und gesund beantwortet.

    An vieles scheint er sich merkwürdigerweise nicht mehr so genau zu erinnern, wohl deshalb meldet er sich seither fast schon flehend bei mir, erinnert sich wie aus dem Nichts an seine Verhaltensweisen und benennt beinahe schon Verständnis fordernd seine ernsten Begründungen für diese Aussetzer, welche schon längst keinen Effekt-Handlungen mehr zuzuschreiben waren. Ich hatte die Illusion, einfach nur mit ihm zusammenziehen und auf seine Lebensvorstellung bauen zu müssen, um wortwörtlich den Haussegen wiederherzustellen. Doch es stellte sich zu alledem heraus, dass er es auch darauf abgesehen hatte, auf meine Person, meine Träume, meine Pläne, mein Privatleben, meinen Beruf und meine Kontakte Einfluss zu nehmen. Viel zu oft und vor allem viel zu lange hörte ich mir sein dummes Gerede, sein Schlechtreden, geduldig an. Und wehe, ich zeigte Anzeichen von Unaufmerksamkeit oder gar Meinungsverschiedenheit!

    Und genau das ist der Stichpunkt: Verschiedenheit. Verschieden sein dürfen. Verschieden sein. Wer immer nur erwartet, seiner selbst als Individuum kompromisslos akzeptiert und anerkannt zu werden, selbst aber auf den Besonderheiten und Kanten jener Menschen herumhackt, die ihm am nächsten stehen, ihnen die Worte im Munde verdreht, Gutes zum Bösen wendet, den sollte man verlassen. Wozu an etwas, an jemandem festhängen, der für uns gar nie existiert hat?

    Ich hoffe sehr, dass Einige unter euch tapfer – bestenfalls interessiert – all meine Zeilen durchgelesen haben. Wer Ähnliches erlebt hat, möge sich verstanden und stark fühlen. All meine besten Wünsche gehen alle, die das Leben und die “Liebe” auf diese Seite geführt hat.

    Julia

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    • Liebe Julia,
      ich danke Dir für Deine Worte. Ich habe mich darin sehr gut wiedergefunden, und auch vieles das ich auch so erlebt habe, aber wieder vergessen hatte, und nun zurück in mein Bewusstsein geholt habe.
      Ich suchte stehts alle Fehler bei mir, entschuldigte mich bei meiner Ex, es das nächste mal besser zu machen, verbog mich mehr und mehr, und es reichte dennoch nicht. Sie war auch meine erste Freundin mit 37. Da hatte ich einmal den Mut im Leben, einer Frau meine Liebe zu gestehen, und dann wurde aus Licht zunehmend Dunkelheit.
      Ich fühlte und sah ihren Schmerz, hatte stets die Hoffnung ihr zu helfen.

      Matthias

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  • Liebe Sabine, nach 25 Jahren Beziehung mit meinem Mann war ich leer.. Alles, was Du sagst, passt – und mir fällt noch mehr ein dazu. Jetzt, mit mehr als 50 Jahren, liebe ich endlich mich mehr als ihn. Vor 3 Jahren bin ich gegangen um mich selbst zu finden. Ein Kraftakt. Deine Beiträge sind mit das Beste zum Thema, was ich bislang gehört und gelesen hab. Ich find es gut, wie vorsichtig Du das Problem behandelst. Zu schnell steckt jemand in einer Schublade. Vielem lieben Dank, dass Du Dich trotz anfänglicher Bedenken zu dem Thema geäußert hast. Maria

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  • Liebe Sabine, liebe Betroffenen, ich möchte meinen Beitrag noch um folgendes ergänzen:
    Narzissten sprechen selbst über ihre Kinder und Freunde abwertend. Mein Ex-Mann sagte, nachdem ER sich nicht mehr um seinen Sohn aus einer früheren Beziehung gekümmert hatte: “Wenn der sich nicht bei mir meldet, kann er.mich mal.” Da war der Junge 13! Als unsere Tochter Gewichtsprobleme hatte sagte er: Die wird auch immer fetter.
    Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Warum ich dennoch so lang geblieben bin? Ich dachte, ich könnte ihn ändern. Ihm Empathie nahebringen…. ich war die Co-Narzisstin. Ihr müsst eine solche Beziehung verlassen! Liebe Grüße und alles.Gute, Maria

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  • Ich habe mich vor rund einem Jahr von einem Narzissten getrennt. Außerdem war er ein richtiges Mutter-Söhnchen. Die Mutter stand über allem. Ich möchte gar keine Details aus unserer 3-jährigen on-off-Beziehung mehr preisgeben, da es mich müde macht, darüber nachzudenken. Ich habe genug darüber nachgedacht und ich bin heilfroh, dass das vorbei ist. Ich möchte Euch folgende Tipps auf dem Trennungs-Weg mitgeben:

    – Zu Beginn fühlt es sich an wie ein Entzug. Man denkt, man kann nicht ohne ihn und das fühlt sich sehr echt an. Da muss man wissen, dass das dazugehört und dass man da durch muss. Man könnte zB eine Stricherlliste machen, wie lange man es ausgehalten hat, ihn NICHT zu kontaktieren und sich regelmäßig selber belohnen.

    – Ich habe mir eine Liste aller Dinge aufgeschrieben, die er mir angetan hat bzw. die einfach unmöglich waren. Jedesmal, wenn ich traurig wurde, habe ich mir diese Liste durchgelesen. Dann kam gleich die Wut und die ist (finde ich) viel nützlicher als Trauer, weil sie einem Energie gibt, sein Leben wieder besser zu gestalten.

    – Ich habe ganz viel über Narzissmus gelesen. Das hat mir sehr geholfen, da man leicht der Illusion verfällt, mit einem “normalen” Menschen zu tun zu haben.

    – Ich habe mir immer und immer wieder gesagt, dass ich mir jetzt selber wieder meine Würde schenke, dass ich das durchziehe, um mir selber meinen Wert zurückzugeben (indem man all die blöden Spielchen des Narzissten mitgemacht hat, verhält man sich ja wirklich würdelos).

    – Ich habe mir ein paar Sätze aufgeschrieben, die ich mir täglich vorlese. Da man so eine Beziehung als emotionales Wrack verlässt, ist es ganz wichtig, seinen Selbstwert (wieder) bewusst aufzubauen. Es klingt zwar ein bisserl “schwülstig”, aber es hilft wirklich sehr. Dort stehen Sätze wie: “Ich bin wertvoll und liebenswert genauso wie ich bin! Ich lebe authentisch und würdevoll!”

    – Ich versuche bewusst, auch gegenüber anderen Menschen in meinem Leben zu den Dingen zu stehen, die mir wichtig sind und meine Bedürfnisse nicht hintanzustellen. Auch das ist anfangs echte Arbeit und ich fühlte mich oft “schuldig”. Aber mit der Zeit wird es normal. Außerdem kann man ja auch ganz nett und freundlich sagen, was man mag und was nicht, ohne jemanden weh tun zu müssen.

    Jetzt ist fast ein Jahr vorbei und ich betrachte ihn mittlerweile als “Armutschgerl”. Ich weiß, dass es mir NIE MEHR in meinem Leben passieren wird, dass ich mich so blenden lasse und mich für so etwas hergebe!

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  • Ich beschäftige mich schon seit mind. 2 Jahren mit der Frage ob mein Mann narzisstisch sein könnte. Wir waren 16 Jahre zusammen, 11 davon verheiratet. 2 Kinder haben wir. Bei jedem Streit, den er mit seinem Verhalten verursacht hatte, fühlte ich mich am Ende schuldig. Er konnte mich wunderbar ignorieren, auch über Tage. Erst wenn ich echt am Boden war, hat er mir netterweise verziehen. Um alles hatte ich mich zu kümmern und trotzdem habe ich nie etwas richtig gemacht. Ich war nicht gut genug und was ich getan hatte war nie genug. Ich könnte ja eigentlich mehr tun. Auch die Kinder… Unsere beiden Wunschkinder! Unsere Tochter schaute zu ihm auf, also bekam sie alles. Sie war lieb und ruhig. Unser Sohn war von Geburt an Problematischer. Wie oft hat er gesagt: Der ist doch behindert, geh mal zum Psychologen. Der ist nicht normal. Unser Sohn bekam wenig Aufmerksamkeit von ihm. Darum schenkte ich ihm umso mehr Aufmerksamkeit und hatte immer eine Entschuldigung parat wenn der kleine aus dem Ruder lief, dadurch machte sicher auch viele Fehler. Heute hat unser Sohn mit seinen 9 Jahren soviele Probleme und ich kann ihm nicht alleine daraus helfen, der kleine ist in Teilstationärer psychischer Behandlung (nach der Trennung hat mein Mann entschieden unseren Sohn zur Priorität zu machen und überschüttet ihn mit Aufmerksamkeit, mein Sohn findet es toll, aber es ist zuviel aufeinmal). Mein Mann hatte kaum Freunde und meine Freunde sind alle eh schlecht. Ich habe meine wenigen Kontakte dann lieber reduziert und gleichzeitig meinen Freunden daran die Schuld gegeben, schließlich kümmerten die sich ja auch nicht um Kontakt mit mir. Zumindest glaubte ich das, denn mein Freund /später Ehemann sagte es ja oft genug. Geheiratet hatten wir weil unsere Tochter geboren ist. Er hat dann zu mir gesagt: Naja. Ich wollte nie heiraten, aber jetzt muss ich wohl. Ist besser wegen Steuern und du “willst” ja nicht arbeiten,bist zu faul. Nunja… Wir hatten nun ein Baby zuhause und keinerlei Unterstützung. Seine Mama Tot, sein Papa Alkoholiker und meine Eltern beide berufstätig. Und eine Krippe viel zu teuer. Freunde gab es auch nicht mehr. Trotzdem habe ich mir den Kopf zerbrochen ob es doch eine Möglichkeit gibt zu arbeiten. Aber er hatte ein vollzeitjob und war auch für die Firma, in seinen Augen, so unersätzlich, daß er nicht mal eine Woche Urlaub am Stück nehmen konnte. Mit mir ist er so gut wie nie ausgegangen. Mit mir könnte man keinen Spaß haben. Er hingegen hat sich öfter mal eine gute Nacht gegönnt. Großzügig und spendabel jeden eingeladen. Aber wenn ich sagte das wir irgendwas bräuchten, hat er gesagt ich würde ihn nur ausnehmen. Er würde allein arbeiten gehen und wenn ich was wollte solle ich mir nen Job suchen. Als unsere Tochter 2 1/2 war bekamen wir unseren Sohn. Von da an gab es immer mehr Stress… Ich solle gefälligst endlich arbeiten und ich solle dafür sorgen das der kleine nicht ständig heult und alles kaputt macht. Ich hatte dann einen reinigungsjob gesucht auf 450 Euro, aber das war nicht genug. Naja zumindest konnte ich mir endlich wieder ein Auto leisten und fühlte mich etwas weniger eingesperrt. Er hatte inzwischen einen neuen Job gefunden. Indem er fast doppelt so viel verdiente wie in seinem vorherigen Job und endlich konnte auch Sonntags arbeiten. Er verdient sehr gut. Das haben manche Haushalte mit 2 vollzeitjobs nicht. Trotzdem reichte das Geld nicht und es war meine Schuld. Im Februar 2017 verließ er mich aus heiterem Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes zwischen Tür und Angel,als er von der Arbeit kam. Es war das dritte Mal in unseren 16 Jahren (11 davon verheiratet) 1 mal vor der ersten Schwangerschaft, das 2te mal in der zweiten Schwangerschaft und nun das dritte Mal. Jedes Mal hatte eine andere Frau damit zu tun. Aber er leugnete das und meinte ich wäre krank im Kopf und müsste mal zum Psychologen. Ich lief ihm auch im Februar letztes Jahr hinter her. Ich habe gelitten und alles tat weh. Ich konnte nichts mehr essen, kaum nen schluck Wasser habe ich runter bekommen. Er wollte ausziehen, tat es aber nicht. Ich hielt es nicht mehr aus und ging zum Anwalt. Darüber war er so sehr sauer das ich es als gutes Zeichen empfunden habe und dachte er liebt mich doch noch. Also lief ich ihm weiter nach… 2 Wochen hat er mich noch im ungewissen gelassen und mich dann gnädigerweise zurück genommen. Den Kontakt mit der anderen Frau (nur eine Frau mit der man gut reden kann) hat er nicht abgebrochen. Aus Angst er könnte mich doch noch verlassen habe ich es akzeptiert. Zu dieser Zeit habe ich schon 15 Kilo abgenommen. Und es wurde noch mehr. Das passte ihm nicht. Er drohte mich zu verlassen wenn ich weiter abnehme. Aber ich konnte nicht aufhören. Ich erkannte das meine Seele zu krank war mittlerweile. So sehr ich auch versuchte zu essen, es gelang mir nicht. Heute sind es 30 Kilo. Aber ich esse wieder “normal”. Bei jedem kleinen Streit der aufkeimte sagte er: wäre besser bei der Trennung geblieben! Und jedes Mal liefen mir die Tränen. Ich wusste ich liebe ihn nicht mehr. Aber wir haben doch Kinder. Ich kann ihn nicht verlassen. Dann im laufe des letzten Jahres lernte ich einen Mann kennen. Er war so toll. Er bemühte sich sehr Kontakt aufzunehmen. Er sagte so viele schöne Dinge. Er gab mir das Gefühl die tollste Frau der Welt zu sein, nachdem mein Mann mir jahrelang erzählte wie hässlich und fett ich war und das ich sehr dankbar sein müsste das er mich überhaupt genommen hat, war das was dieser “tolle” Kerl da sagte wie Wasser in der trockenen Wüste. Über die Wochen verliebte mich und sah ihn als Retter aus meiner unglücklichen Ehe. Ich fühlte mich Stark und verkündete meinem Mann die Trennung. Ich wollte ehrlich sein und sagte ihm das ich jemanden kennen gelernt habe in den ich mich verliebt habe. Ich dachte er wäre nun sauer und würde das Feld räumen. Aber nichts davon tat er. Er weinte tagelang. Er sah seine Fehler ein und schwor sich zu ändern. Alles wollte er tun was er jahrelang vernachlässigte. Eine Paartherapie schlug er vor. Es dauerte noch 2 Monate bis er endlich eingesehen hat das es nichts mehr bringt. Er zog aus. Der andere Mann hingegen hatte sich nicht zurück gezogen. Im Gegenteil. Er schwor ebenfalls seine Liebe und wollte ALLES mit mir. Sprach von heiraten und Kinder, wobei ich ihm klar sagte das ich keine Kinder mehr will. Das war zu diesem Zeitpunkt aber kein Problem. Dennoch waren die zwei Monate bis zur endgültigen Trennung doch zu lang. Er blockierte mich immer wieder mal wenn ich nicht so konnte wie er wollte. Dabei sei gesagt, ich hatte KEINEN SEX oder anderes mit ihm oder mit meinem noch Ehemann. Ich fand es nicht richtig. Als mein Mann weg war konnte ich mich mehr auf den neuen Mann einlassen. Er wollte alles ganz schnell und dann doch wieder langsam. Mal war er sehr aufmerksam und es schien als würde er alles andere aufschieben um Zeit mit mir zu verbringen (es war schwer die ersten Monate, zum einem wegen dem Ex und zum anderem weil ich nicht wollte das die Kinder ihn jetzt schon kennen lernen) und im nächsten Moment hab ich mich halb überschlagen um ein bisschen Zeit mit ihm zu verbringen nur um am Ende enttäuscht zu werden, weil er nun doch nicht konnte. Ich habe ihm in vielen Dingen geholfen (nicht finanziell) und dachte das er mein Traumman ist, mein Ritter in strahlender Rüstung. Meine beste Freundin (ich kenne sie schon sehr lange, aber erst seit gut 5 Jahren haben sie erst wieder Kontakt) hat mich beim allem unterstützt. Und doch wollte er später das ich keinen Kontakt mehr zu ihr habe. Sie sei nicht gut. Auch in vielen anderen Dingen unterstellte er mir die verrücktesten Dinge. Ich gehe ständig fremd. Mit seinen Kollegen (die ich nicht mal kenne) seinem besten Freund (den er mir nur einmal vorgestellt hatte) oder mit den Nachbarn. Ich erklärte ihm immer wieder das ich nicht so bin. Ich wollte das er mir vertraut. Ich stellte ihm meine Kinder vor. Meine Familie. Ich hatte viele Probleme und Stress dadurch. Ich bezog ne neue Wohnung und machte das Haus für meinen Ex Mann wieder frei. Mein neuer Freund wollte gleich mit einziehen. Aber da musste ich eine Grenze ziehen und ihn auf später vertrösten. Es gab immer mehr Probleme mit ihm. Er schlief neben mir und ich ging nachts kurz auf Toilette. Am nächsten Morgen war er weg. Ich verstand die Welt nicht mehr. Erst am Abend konnte ich ihn mal erreichen. Er erklärte er wüsste das ich ne Stunde in der Nacht weg gewesen wäre um zum Nachbarn zu gehen. Ich habe meine Unschuld beteuert und ihm gesagt das ich doch nur ihn liebe… Immer wieder kam sowas. Irgendwann hatte er Probleme mit der Arbeit hier in der Stadt. Er ging dann von Norddeutschland nach Süddeutschland. Dort hat er viel Familie. Die haben geholfen mit nem neuen Job. Ich habe auch versucht zu helfen, aber er erklärte das ich eh nichts könnte. Trotzdem bedankte er sich. Einen Moment war er der tollste Kerl und im nächsten Moment war es die Hölle. Er war nun 800 km weit weg und trotzdem schaffte er es mich so zu kontrollieren das ich mich kaum traute ruhig einkaufen zu gehen, schließlich wusste er zwar das ich nicht zuhause bin, denn ich habe immer gesagt wo ich gerade bin, aber wenn das einkaufen länger dauerte als er dachte behauptete er ich war noch woanders um kurz sex zu haben mit jemandem. Also beeilte ich mich lieber, damit er nicht wieder falsch denkt. Die Freundschaft zu meiner besten Freundin war fast zerstört. 8 Wochen hatte ich keinen Kontakt. Er wollte nun doch dringend Kinder und ich war bereit meine Spirale entfernen zu lassen. Die Scheidung voran zu treiben damit wir schnellstmöglich heiraten können. Als er dann noch wollte das ich mein Leben hinter mir lasse und zu ihm ziehe habe ich Grenzen gesetzt. Meine Kinder wollten auf gar keinen Fall so weit weg. Sie drohten bei Papa zu bleiben. Er Heuchelte Verständnis. Ich dachte es geht aufwärts und nahm wieder Kontakt zu meiner Freundin auf. Auch das war ok für ihn. Ich war glücklich und dachte jetzt könnte ich ihm auch sagen das wir zwar ein Kind haben können, aber nicht jetzt. Erst wenn er bei mir ist, hier ein Job hat. Auch das war ok für ihn. Aber zwei Tage später fing er an mir die absurdesten Dinge zu unterstellen. Ich wäre zu zwei Seiten. Ich würde dasselbe mit ihm machen wie mit meinem armen ex. Der ja immer gut gewesen wäre und ich wäre so schlecht. Ich habe mit ihm WhatsApp video Chat gemacht, die ganze Nacht schlief ich mit Licht, damit er mich jederzeit sehen konnte. Er sagte das wäre als würden wir nebeneinander schlafen. Ich fand das süß. Aber dann.. Auf einmal… Bekam ich ne Nachricht mitten in der Nacht von ihm. Er hätte den anderen Mann in meinem Bett gesehen. Er dankt mir für alles und wünschte viel Spaß. Dann hat er mich überall blockiert. Wieder 2 Tage später hat er angerufen. Erst hat er mich bedroht.. Ich erklärte immer wieder das niemand bei mir war. Das ich nur ihn liebe. Dann wollte er Freunde bleiben. Ich akzeptierte das und war dann auch kühl zu ihm. Machte ihm immer wieder klar das er es ja so will. Trotzdem wollte er weiter video machen… Er würde mich ja so sehr vermissen. Ich willigte ein. Wieder zwei Tage später riss er mich aus dem Schlaf. Er schrieb ich wäre krank und sollte ihn nicht mehr kontaktieren. Er hat mich diesmal nicht blockiert. Aber ich schreibe auch nicht mehr. Aber langsam frage ich mich echt ob ich die Kranke bin. Ich kann nicht mehr. Ich bin von einem narzissten zum noch schlimmeren narzissten gekommen. Ich will das nicht mehr. Und ich hoffe ich bleibe Stark genug wenn er sich doch wieder meldet.

    Sorry für den langen Text.

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  • Hallo Sabine. Ich habe mich nachdem ich von meinem Mann verlassen wurde möglicherweise aus trotz oder sonst was auf einen anderen Mann eingelassen. Ich habe es ziemlich bald gemerkt dass es mir nicht gut tut. Er hat mir einiges verschwiegen und mir beispielsweise erzählt er könne keine Kinder Zeugen. Was für ihn gerechtfertigt hat sich um keinerlei Nachwuchsprobleme zu kümmern. Und ich dumme Kuh habe es geglaubt. Er hatte seinen Spaß und ich meine aengste. Doch ich habe ihm vor ziemlich genau 2 Jahren gesagt dass ich meinen exmann liebe und neu beginnen möchte. Seither werde ich einerseits mit hasstiraden und andererseits mit liebesschwueren eingedeckt. Und auch mit massiven schuldgefuehlen. Weil mir derjenige sagt er ist todkrank. Um mir dann zu sagen dass hat er nur gesagt um mich an ihn zu binden. Doch ich habe beschlossen genau dass was mit echter Liebe genau nichts zu tun hat nicht zuzulassen. Ich hatte Expartner wo die Chemie nicht gestimmt hat und die mitunter auch verletzt waren. Doch nie hat jemand meine wuerde untergraben. Und dass hat niemand nötig und muss es nie zulassen.

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  • Wow, so viele Menschen, die hier schon von ihren Erfahrungen mit einem Narzissten geschrieben haben. Es tut gut gewisse Parallelen zu hören. Danke für die Beiträge.
    Ich selbst war 8 Jahre mit einem psychisch labilen Mann verheiratet. Damals wurde bei mir eine Co-Abhängigkeit diagnostiziert. Ich habe diese seelsorgerisch und aktiv bearbeitet, so dass ich bis zu unserer Scheidung wieder im Gleichgewicht war.
    Trotzdem habe ich 3 Jahre später mich auf einen Mann eingelassen, der narzisstische Züge hatte. Er war zu Beginn sehr charmant; Wir teilten die gleichen Hobbys, kamen aus der gleichen Region und hatten die gleichen Lebensziele – dachte ich zuerst. Wir passten wie Topf auf Deckel. NA ja das ganze Spiel kennt ihr ja zu genüge. Phase 1: Liebeschwüre und ganz viele Pläne für die Zukunft (wir lernen uns kennen, ziehen zusammen und gründen eine Familie). Phase 2: Erste Unterstellungen (du willst mich eh heiraten und Kinder….) und Streit aus dem nichts heraus die dann dazu führten, dass er mich aus seiner Wohnung warf und die Beziehung beendete, Nach ein paar Stunden kam er jedoch wieder angekrochen….
    Phase 3: Er gelobt Besserung. Sieht ein, dass er zu wenig Empathie hat und eine Therapie braucht (bla bla- im Endeffekt kriegt er den Arsch nicht hoch zum Therapeuten zu gehen). Phase 4: Er disst erneut und trifft wichtige Entscheidungen allein; Bsp. Er geht (erneut) auf Singlebörsen (worauf ich die Beziehung beendete) oder er sagt “Ich habe für mich entschieden doch nicht mehr Vater zu werden -aber Verhüten will ich trotzdem nicht”. Und mit diesem Egotrip habe ich es dann geschafft definitiv Nein zu ihm zu sagen. Insgesamt war ich 1 Jahr mit ihm zusammen. Ich bin froh über die Erfahrung und dass ich nicht mehr Coabhängig war. Er hatte gleich eine neue Freundin – die er aber zusätzlich noch betrügt. Er läuft mir seit einem Jahr immer wieder hinterher, aber er bekommt mich nicht mehr. Ich mag ihn aber ehrlich – sein Verhalten widert mich an. Ich sage ihm dann immer wieder dass er endlich eine Therapie machen sollte – vorher wird er mich nicht mehr sehen. Das heisst er wird mich höchstwahrscheinlich nie wieder sehen 😉
    Hoffe meine Geschichte konnte Euch aufmuntern – man kommt auch von Narzissten los.

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  • Guten Morgen,auch ich suche im Moment nach Hilfe und weiss nicht so Recht wo ich anfangen soll.Bin auf deine Seite gestossen weil mein Freund sich seit kurzem uch sehr merkwürdig verhält.
    Wir haben uns vor 7 Monaten kennengelernt und er war wie ihr alle beschreibt hoch charmant,die ganze Zeit geschrieben,meine Nähe gesucht,,hat mich mit in seinHeimatland genommen und seiner Mutter vorgestellt. Seitdem hat sich alles verändert.Nur selten noch sucht er die Nähe zu mir,wenn ich sie aber suche lehnt er sie nicht ab, sie ist aber von begrenzter Dauer.
    Ich hab ihn drauf angesprochen und er meint er hätte viel Stress auf der Arbeit,finanzielle Sorgen und auch die Sorge um seine Mutter (die allein in seinem Heimatland lebt) würden ihn im Moment belasten.Wir reden auch nur noch über die 3 Sachen ( ist ja auch normal in einercPartnerschaft),wie es mir geht oder was ich mache ist ihm eher egal,Erunterbricht mich wenn ich was erzähle oder tippt gleichzeitig auf seinem Handy rum und meint er kann beide Dinge gleichzeitig tun.
    Ich bin komplett verwirrt und fange dann auch schon mal an zu weinen weil ich mir sonst nicht zu helfen weiss und es mir auch ein wenig hilft.Dann kommt er und nimmt mich in den Arm und tröstet mich.Er schaltet dann von einemMoment auf den anderen um,gibt den Alleinunterhalter und ist wieder charmant und witzig wie am Anfang.
    Er wollte dass wir zusammenziehen,hat alles dran gesetzt und jetzt wo wir was gefunden haben ist es aufeinmal uninteressant.
    Allein dass ich hier schreibe macht mir klar dass ich unglücklich bin aber ich bin auch niemand der etwas einfach wegwirft ohne gekämpft zu haben,

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  • Es ist wirklich erstaunlich wie viele Menschen sich mittlerweile mit diesem Thema befassen, es gibt anscheinend sehr sehr viele Narzissten da draußen.
    Was mich aber sehr interessiert, ist einfach zu reflektieren warum man selbst so anfällig für solch eine Beziehung war. Ich kann es mir nur so erklären, das ein Narzisst immer zur „richtigen „ Zeit kommt. Ich war damals total unsicher, einsam, und habe die Bestätigung aufgesogen wie ein Schwamm.. er gab mir das Gefühl wichtig , schön , klug, und liebenswert zu sein. Ich frage mich ob ich auf ihn hereingefallen wäre, wenn ich damals meinen Wert schon gekannt hätte,. Müsste man dieses lovebombing und diese ständige Aufmerksamkeit nicht als nervig empfinden,?
    Ich bin nun ein Jahr getrennt bei komplettem kontaktabbruch, und die ersten Monate waren hart, weil ich wie auf Entzug gedacht habe , ich verliere meinen Verstand,.
    Aber was mir geholfen hat, ist einfach den Narzisst, narzisst sein zu lassen, und zu schauen welchen Anteil ich hatte, wie ich mich mit so wenig habe zufrieden stellen lassen. Und warum ich mich selber so schlecht behandelt habe. Ich bin mir jetzt wo ich heile bewusst , das ich nicht krank bin, und gutes und schönes sowie Respekt verdiene.
    Das war mir damals irgendwie, so krank sich das anhört, nicht bewusst.
    Ich wünsche allen auf diesen harten aber wichtigen weg, sehr viel Geduld, Kraft , und liebe mit sich selbst.

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  • Ihr Lieben,
    ich bin geschockt aber auch in gewisser Weise erleichtert, dass es so viele sich gleichende Schicksale, gibt, die genau das wiederspiegeln, was ich momentan durchmache. 17 Jahre war ich mit einem Mann verheiratet, der all die von Euch beschriebenen narzistischen Verhaltenweisen aufweist und praktizierte. Aktuell ist die Trennung 2 Monate her, mitten in der Vorweihnachtszeit ist er von einem Tag auf den anderen ohne Erklärung ausgezogen, obwohl wir gerade in einer guten Phase der Beziehung waren. (wie ich glaubte). Er lieferte erst keine Gründe, dann kurz vor Weihnachten bei einem Cappuchino erfuhr ich, dass (mal wieder) eine andere Frau der Grund war. Sie hatte ihn auf Mallorca lieb angelächelt und da konnte er nicht wiederstehn… Ich bin danach in ein schweres Belastungstrauma gefallen und seither arbeitsunfähig, was natürlich viele weitere Probleme mitsichbringt. Ich suche immer noch wie verrückt nach einem Theraphieplatz, aber die Wartezeiten betragen Monate. In einem Beitrag weiter oben stand folgendes: Eine tiefe Sehnsucht der einen Seite geliebt zu werden und gefallen zu wollen und die Schwierigkeit für die eigenen Bedürfnisse einzustehen und die andere Seite nach Liebesbestätigung und Macht. Das macht dann wie „Klick“ und fühlt sich an wie „endlich angekommen“. Genau das beschreibt die Problematik perfekt! Nach 17 Jahren fühlt man sich dann nach dem plötzlichen Wegfall wie nicht mehr lebensfähig… Ist für jeden Aussenstehenden absolut logisch, für die Betroffenen aber existenziell in der Auswirkung der Zerstörung.

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  • Liebe Sabine, du bist wundervoll. Du bist so schön direkt und ehrlich. Du hast mir in deinem Video in die Augen geschaut und ganz klar gesagt das ich nach dem ganzen lesen der Diätbücher endlich meine Ernährung umzustellen muss. Ich bin seit fünfzehn Jahren in dieser Beziehung und habe nie verstanden was da eigentlich abgeht. Seitdem ich vor ein paar Wochen von meiner Tochter den Tip bekommen habe, dass er ein Narzist sein könnte, habe ich eine Erklärung für alles bekommen. Jetzt weiß ich endlich „warum“ und das ich es nicht ändern kann. Egal was ich noch alles aufgebe. Deine Beiträge sind dennoch sehr hilfreich für mich gewesen. Ich danke dir 👍🏻

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  • Liebe Sabine,
    Ich bin mir sicher das ich seit 16 Jahren mit einem Narzissten verheiratet bin, daher erspare ich Ihnen die ganze Geschichte. Wären wir kinderlos, wäre ich schon längst weg! Glücklich bin ich nicht! Nun wollen die Kinder nicht dass ich mich trenne weil sie natürlich wissen das wir extremste finanzielle Einbußen in Kauf nehmen müssten. Was raten Sie? Der Kinder zuliebe durchhalten und das Beste daraus machen bis sie auf eigenen Beinen stehen ( also zumindest mit der Schule fertig sind, das hieße noch 8 Jahre wenn es glatt läuft ) ? Ich habe Angst, dass sie mir schulisch abdriften und von ihm abspenstig gemacht werden könnten, weil er dann finanziell alles bieten kann und ich nichts. Klar, so habe ich sie nicht erzogen , aber die Sorge ist trotzdem da! Also was tun??? 🥺
    LG Bine

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  • Liebe Sabine,
    auch ich bin über Youtube auf dein Video aufmerksam geworden.
    Ich bin knapp 30 Jahre mit meinem Mann zusammen, davon 8 Jahre verheiratet und wir haben einen 15 jährigen Sohn. Seit ca. einem halben Jahr, bin ich mir sicher mit einem Narzisten zusammen zu leben. All die Jahre hat meine Seele gelitten, seit Jahren leite ich immer wieder an schweren depressiven Episoden. Bin in Behandlung. Suche die Schuld für alles bei mir. Ende 2016 war ich in einer der schlimmsten Phase der Depression und ich bin gegangen. Er hatte nur geweint und hat Gewicht verloren. Unser Sohn meinte, ich sei für ihn gestorben, er blieb beim Vater. Nach 4 Monaten hatten wir ein zwangloses Gespräch. Alles fühlte sich gut an und wir sprachen über ALLES! Wir wollten beide einen Neuanfang und uns beide ändern. Wir sind noch zusammen, es ist aber genau wieder alles beim Alten. Seine Meinung zählt, Lautstarke Unterhaltungen/Streits. Immer muss alles vorm Sohn passieren, Muttersöhnchen, muss sich immer in den Vordergrund stellen bei Feiern o. Besuchen. Ich bin finanziell und emotional abhängig von ihm. Ich könnte weiter und weiter schreiben. Ich bin körperlich und seelisch am Ende. Habe Angst und keine Kraft auszubrechen…

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  • Liebe Sandra und alle,
    mir geht es leider auch so. Ich bin 20 Jahre mit meinem Mann verheiratet und alles fing an, nach der ersten Geburt meines ersten Sohnes. Er hat sich nie um ihn gekümmert und war ständig eifersüchtig: “jetzt gehst du lieber immer auf den Spielplatz mit ihm? hast du keine Zeit mehr für mich? du liebst ihn doch mehr als mich…”. Ich habe mir noch nicht viel dabei gedacht, sondern merkte plötzlich, dass ich zwischen zwei Menschen stehe und meinem Sohn wohl nicht zu viel Liebe schenken darf (so ein Schwachsinn!), damit mein Mann nicht eifersüchtig wird. Die Zeit verging und wir machten uns noch Selbständig. Ich habe ihn in allen Belangen unterstützt, sogar meine Eltern uns finanziell. Trotzdem erzählte er allen Kunden (auch in meiner Anwesenheit), dass er den ganzen Laden alleine Schmiss. Nun gut, ich habe die ganze Buchhaltung, Marketing, HR und Verkäufe gemacht und alleine noch den Haushalt und die Betreuung unserer Kinder nebenbei geschmissen, aber das ist ja für ihn nichts grossartiges. Nach der zweiten Geburt meines weiteren Sohnes war ich komplett am Anschlag. Mein Kleiner war ein Schreibaby und mein Mann schreite noch lauter. Ich hatte soviel an Gewicht verloren und zerbrach fast. Irgendwie konnte ich mich wieder zusammen raufen und funktionieren. Das Geschäft lief gut und wir hatten sehr viel Arbeit. Mein Mann veränderte sich immer mehr. Er stellte sich immer in den Vordergrund, gab sogar Interviews im Fernsehen, er war der King. Als die Arbeit sich häufte und er die Kontrolle teilweise verlor, gab er mir immer die Schuld und schrie mich vor den Kunden zusammen. Ich musste mich immer beherrschen und verkroch mich dann auf den Toilette um alleine zu sein und zu weinen. Es wurde immer schlimmer und die Kunden waren langsam auch nicht mehr glücklich mit seiner Art. Ich habe ihn oft darauf angesprochen, aber das machte ihn noch wütender, bis teilweise Rotweinflaschen durch die Wohnung flogen. Die Kunden fielen immer mehr weg und das Geschäft lief immer schlechter. Wir haben dann unser Geschäft verkauft und er ist nun wieder angestellt und natürlich nicht glücklich. Ich habe mir ebenfalls einen neuen Job ergattert und verdiente viel Geld, mehr als er. Das nervte ihn auch komplett, so dass er mir öfters sagte, ich sei nur in meine Arbeit vertieft anstatt mich ihm zu widmen. Seine Kleidung sei nicht sauber gewaschen und die Wohnung überall schmutzig. Der Job und das Geld waren aber wichtig. Dank meinem zusätzlichen konnte ich seine Familienbesuche in Asien finanzieren, aber das will er nicht hören, ER FINANZIERE DAS SELBER. In zwei Monaten habe ich ihm 9000 EURO für seine Familie und sein 1-monatiger Familientrip bezahlt, da sie Hilfe benötigten. Kein Dankeschön nichts, da seine Familie denkt, er habe das alles selber organisiert. Vor 1 Jahr bin ich komplett in ein tiefes Loch gesunken. Da ein grosser Teil meiner Arbeit hauptsächlich über Telefonmarketing lief, unterstellte er mir sogar, dass meine Kunden wichtiger seien als er und ich ihn ja sicherlich schon längsten betrügen würde. Mein Mann hat es geschafft, dass ich meinen super Job kündigte. Leider ging der Schuss nach hinten los, da wir finanziell komplett ruiniert waren ohne meinen Lohn. Mein Mann gibt monatlich über EURO 1500 für sich aus, Kleider, Handy, einfach alles was er haben will, während ich nicht mal mehr neue Schuhe für die Jungs kaufen kann. Wenn ich ihm das wieder sage, flippt er komplett aus: “du hast die Buchhaltung ja eh nicht unter Kontrolle, ich verdiene Geld und ich will mein Geld!” Er hört mir überhaupt nicht mehr zu, blockt immer ab. Wenn wir gemeinsam essen am Tisch mit den Jungs, reden nur ich und die Jungs, er hört nicht mal zu, absolut kein Interesse 🙁 letztens schrie er mich an, er würde mich umbringen und mein Kleiner ist weinend aus dem Hause gerannt und hat Hilfe geholt. Alle anderen sind wieder Schuld, er sicher nicht, das habe er ja auch nicht so gesagt, mein Sohn hätte komplett überreagiert, jedoch hat er wortwörtlich das gesagt. Ich sehe keine Familie mehr in uns, nur noch Streitigkeiten. Ich habe so extreme Schlafprobleme und fühle mich komplett schlapp am Morgen. Aber auch daran, bin ich selber schuld. Es stimme ja etwas nicht mit mir. Ich habe es satt mir einzubilden, dass ich krank sei. Die einzigen Fröhlichen bei uns sind nur meine kleinen Jungs und ich, wir ignorieren meinen Mann einfach. Das kann auf Zeit nicht mehr gut gehen. Ich muss wirklich einen Plan aushacken, ich will raus und wieder leben können. 20 Jahren haben gereicht auch wenn ich ihn doch immer noch liebe. Aber ich liebe meinen Mann, welcher ich geheiratet habe und nicht die heutige Person.

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  • Liebe Sabine!
    Ich finde Deine Videos sehr hilfreich!
    Ich habe 10 Jahre mit einem NAZ zusammengelebt und dann leider geheiratet 5 Jahre Ehe). Ich lernte Ihn im Internet kennen,er war sehr charmant,hilfsbereit,aufmerksam,zuvorkommend usw. Ich habe 3 Kinder,( aus 1.Ehe),Sie haben sich mit ihm super verstanden. Ich habe innerhalb einer Woche seine gesamte Verwandtschaft kennengelernt,wir waren 14 Tage nach unserem 1.Date für 1 Woche im Urlaub (das war ein Fehler),wie ich heute weiss. Wir waren öfters unterwegs,er kam jedes WE zu mir,er musste da so 200 km einfach fahren ohne Probleme und dann nach 4 Monaten seit unserem 1.Date,kam er auf den Trichter,wir ziehen zusammen (wieder ein Fehler).Er sagte,er habe das ewige fahren leid,wenn ich nicht mitziehe dann beendet er diese Beziehung,also ging ich mit (war wieder ein Fehler),er hatte eine verwöhnte Tochter aus 1.Ehe die war von Anfang an gegen unsere Beziehung. Ich habe gerne gebastelt,gekocht,gebacken,das alles gefiel ihm zu Anfang,ich wurde mit Lob,Geschenken,Urlauben,Liebeserklärungen (36 am Tag) überhäuft,wenn ich zu meinen Kindern fuhr,rief er 20 mal im Zug an,wo ich bin,wer bei mir ist und wie es mir geht (damals war ich noch so doof und dachte mir,er macht sich Sorgen um mich). So nach 5 Jahren zusammenleben,kam raus,daß er früher dem Alkohol recht zugesprochen hat,das fing wieder an und mit dem Rauschzuständen von Ihm (ich trank nichts),gingen die Streitereien los.Ich wollte das ausdiskutieren,aber er nicht,es zog sich Wochenlang durch unser Leben,erst als ich wieder anfing zu reden,war es gut.Es gab Exzesse,da kamen die Worte,wir trennen uns,dann ging es wieder gut ,dann fing er an mich zu rügen,daß ich meine Bastelsachen weg tun soll,es gehe von seiner Zeit ab.Also habe ich alles bis auf ein Minmum weg getan.Dann nach weiter 5 Zuckerbrot und Peitschenjahren,sagte er er will mich heiraten und ich blöde Kuh,sagte ja (Fehler).Unsere Hochzeit wurde von mir perfekt organisiert,es hat wirklich alles gepasst.Dann gingen wir heim.Ich wollte den Tag schön ausklingen lassen,hatte Kerzen angezündet,Musik an und er kam nicht.Er saß am Tisch und zählte Geld.Dann hatten wir noch deftig Streit,weil manche Gäste u.a.auch meine Kinder in seinen Augen viel zu wenig bezahlt haben.Wir hatten dadurch noch deftig Streit der sich 4 Wochen hinzog und ab da,wurde der Schalter komplett umgelegt.Da kam die hässliche Seite vom NAZ zum Vorschein.Dann fing ich auch noch zum Lesen an,dann war es komplett aus. Es folgten sehr schwere verbale Beleidigungen,Erpressungen,Demütigungen,Bedrohungen,man konnte ihm nix mehr recht machen.Es war die Hölle!!Ich machte alles verkehrt und war an allem schuld.Er rechnete mir ständig vor,was er schon alles für mich getan hat und ich tue nix.Ich war zu allem zu blöd z.B.putzen,kochen usw. Mein Selbstwert und Selbstvertrauen war gleich null.Da er wieder trank,waren es an manchen Tagen so ca. 15 Bier,1 Fl.Wein und 1/2 Schnaps ,ich wusste er hat ein Alkoholproblem,wenn ich ihn darauf ansprach dann sagte er :Ich soll doch mal in die Psychiatrie gehen,denn da gehöre ich hin. An den hl.Feiertagen oder an schönen Festtagen hatten wir Krach (das war Absicht),dann kam mein Geburtstag,den wollte ich mit meinen Kindern und Enkelkindern feiern.Da hat er mich bedroht:Ich würde diesen Geburtstag mein Leben lang nicht vergessen,alle Jahre würde ich mich an den erinnern,das hat er in der Hand und dafür wird er sorgen.ich wollte alles absagen,doch meine Kinder sagten,sie kommen und wehe er tut ihnen was,dann ist was los.Sie kamen und es passierte nix! Aber da war meine Grenze endgültig erreicht. Ich hatte keine Kraft mehr und hatte Angst vor ihm.Dann Ende des Monats gleich nach dem Frühstück sagte er,ich glaube es ist besser wir lassen uns scheiden und ich——–sagte JAAAAAAAAAAA! Mit dem hat er nicht gerechnet. Er sagte dann noch,daß ich ohne ihn ein nix bin,aber das war mir egal. Er teilte mir mit,daß er für 10 Wochen alleine wegfährt,mir war das nur recht.Dann ging er noch zum Anwalt und holte Auskunft,was er an mich bezahlen muss,da bekam er dann den nächsten Dämpfer,denn ihm blieb nicht viel übrig.Er hat sich wieder volllaufen lassen. Er fuhr dann weg und ich,ging zum Anwalt und machte Nägel mit Köpfen,ich suchte mir eine Wohnung (sie ist zwar nicht meine Traumwohnung)aber ich bin weg.Er rief öfters in der alten Wohnung an,da meldete sich niemand und einmal war ich nochmal dort und teilte ihm mit,daß ich weg bin und habe aufgelegt( eine Niederlage für ihn).Es folgten SMS und Mails ohne Ende,ich habe mir neue Nummern geben lassen(wieder eine Niederlage für ihn,er erreichte mich nicht mehr). Unterhalt hat er auch keinen bezahlt,der wurde gerichtlich eingeklagt,da ist ihm sein Gesicht abhanden gekommen,denn er muss bis auf 1200 € Selbstbehalt,den Rest laut Richter an mich zahlen (Niederlage für Ihn).Das Gericht und alle anderen wurden angehalten ,meine Adresse nicht rauszurücken,bis jetzt hat es geklappt.Er hat angeblich ein neues Opfer gefunden. Bei mir hat er alle Register gezogen,charmant,respektlos und beleidigend usw. halt so wie früher Zuckerbrot und Peitsche.Ich bin mit ihm durch,ich gehe nach 15 Jahren Leben mit einem NAZ nie mehr zurück. Jetzt da ich zur Ruhe komme,merke ich erst,wie er mich manipuliert und kontrolliert hat.Das einzige das er geschafft hat,ich habe immer noch kein Selbstvertrauen und auch so kein Vertrauen mehr. Aber ich werde an mir arbeiten.Ich würde von ihm noch ca. 8000 € bekommen,aber ich weiß nicht ob ich das noch durchziehe? Er hat das Geld,gibt es reichlich aus und ich bräuchte es.Ich bin 66 Jahre alt und habe nochmal von Null angefangen.Meine Familie hat mir viel Kraft und Unterstützung gegeben,sie sind immer auf meiner Seite ,Wenn er auch jetzt meine übrige Verwandtschaft auf seine Seite zieht. Ich habe mit unseren gemeinsamen Freunden Schluß gemacht bevor ich ging und lebe so ruhiger.Ich habe mich von ihm komplett losgesagt,keine Konservation mehr,es läuft alles über den Anwalt! Ich würde mir wünschen,daß es alle schaffen zu gehen,die mit einem NAZ leben müssen.Es geht,glaubt mir,es geht,es kostet viel Kraft,aber ,es geht!Ich würde nie mehr auf ihn reinfallen.15 Jahre sind genug.( Auf seinem Rechner waren unzählige Pornos,Adressen von willigen Frauen und Nacktfotos mit abfälligen Bemerkungen,die Webcam habe ich sofort gelöscht,denn diese war auch installiert).Vorbei,ich starte jetzt nochmal durch und bin froh,daß ich diesen Sprung geschafft habe.

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  • Hallo Sabine, habe mir Ihr YouTube-Video angeschaut …es ist leider alles so in einer Beziehung mit einem Nazzisten.. Das traurige…hatte mich von einem befreit und nun habe ich das Gefühl wieder in so einer destruktiven Beziehung zu stecken ..
    Habe Angst um meine Gefühle…wieder in einem Mann verliebt zu sein,der meine Liebe zu ihm “benutzt ” … Aber ich denke so,bin keine Therapeutin und kann nur vermuten ,aber nicht wirklich wissen und daher möchte und kann ich auch nicht urteilen ob er wirklich unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet .
    Liebe Grüße,
    Melanie

    Antworten
  • Hallo ihr Lieben,

    ich bin heute wieder mit meinem Partner aneinander geraten…wie so oft. Er möchte, dass meine Tochter überall mit kommt. Heute holte ich ihn ab ( mit meiner Tochter) , und er war sauer…was das soll…warum sie mit fährt…während der Fahrt war es lange Zeit still…mit einem Mal meint er, sie solle ihm etwas von der Schule erzählen…welche Themen behandelt wurden u.s.w. Meine Tochter erzählte und wusste aber nicht mehr alle Details. Daraufhin sagte er, er erwarte morgen nach umfassender Recherche eine Antwort von ihr. Ich sagte nur zu ihr, dass das Thema auch nicht meins wäre. Er meinte, ich solle nur reden, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen hätte. Dann meinte er, er hätte uns schon tausendmal gesagt, dass er mit dem Thema Schule nichts zu tun haben will. Ich solle nicht immer wieder mit dem Thema anfangen, dies würde ihn provozieren. Ich hatte keine Worte darüber verloren, was ich ihm dann auch sagte. Ich würde das mit Absicht machen und eine Partnerschaft basiert auf Augenhöhe. Das stimmt, wenn sich alle daran halten und respektieren, entgegnete ich. Dann verdrehte er Alles und ich hätte ihm den Satz gesagt (das dies auch nicht mein Thema wäre).Er hat mich dann lautstark beleidigt und als wir ankamen ist mir der Kragen geplatzt. Ich sagte, ich hab überhaupt nichts gemacht und er solle nicht alles auf sich beziehen. Dann meinte er nur noch, er kommt heute nicht nach Hause.

    Was mir wirklich Angst macht…er meinte mal an einem Abend wortwörtlich…ich freue mich auf den Tag, an dem deine Tochter auszieht (sie ist 14)…dann hab ich dich endlich für mich alleine…

    Er sagt oft, wir haben zu gehorchen, er ist der Mann im Hause…um dann wiederum zu sagen, ihr könnt doch machen was ihr wollt.

    Einmal kam meine große Tochter zu Besuch mit ihrem Freund. Da wurde er eifersüchtig, weil ich mich mit den Beiden unterhalten habe. Ich fragte dann, was los sei…er meinte, meine ganze Aufmerksamkeit würde ich den Gästen geben und ihn links liegen lassen. Außerdem ist jede männliche Kreatur ein potentieller Konkurrent.
    Ich war sprachlos.

    Das Verrückteste….manchmal sagt man…oh mein Gott…in irgendeiner Situation. Da sagt er immer, ihr könnt mich ruhig mit meinem richtigen Namen anreden. Aber Gott trifft es. Und überhaupt hab ich Glück mit so jmd. wie ihn zusammen sein zu können.

    Never ending story…

    Liebe Grüße, Kati

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  • Liebe Sabine, ich möchte dir auf diesem Weg danken! Du hast mit deiner Website und deinen Videos die Worte gefunden meine Beziehung / 10 jährige Ehe zu beschreiben. Hinzu kam noch ein Buch von Bärbel Wardezki „Und das soll Liebe sein“, welches ebenso viele Facetten meiner Ehe beschreibt. Es war danach klarer als klar und ich habe endlich verstanden, dass ich da raus muss. Es wäre sonst nichts mehr von mir übrig geblieben und von unseren beiden wunderbaren Kindern ebenso wenig. Die Trennung ist nun fast vier Monate her und neben vielen Ab und Ab‘s, spüre ich vordergründig sehr positiv wie ich mir selbst wieder näher komme und ich fühle mich einfach befreit. Zu begreifen, was man da jahrelang mitgemacht hat und denjenigen geliebt hat, ist natürlich nicht leicht. Ich wünsche mir sehr, dass ich mit diesem Wissen und diesem Lernprozess nie wieder an einen Narzissten gerate und ich werde unsere Kinder ganz bewusst in ihrem Selbstwertgefühl stärken und dem Narzisstischen Erziehungsstil entgegenwirken. Nach den ersten Monaten stelle ich schon bei meinen Kindern ein ganz anderes miteinander und zusammenhalten fest. Endlich dürfen wir drei leben. Danke dafür, du hast mir die Augen geholfen zu öffnen! Ich hoffe, dass es dir ebenso mittlerweile wieder sehr gut geht.

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  • Liebe Sabine Weiss,
    Vielen lieben Dank für dieses Video!
    Ich habe angefangen, an meinem eigenen Verstand zu zweifeln, bin fassungslos und habe trotz langjähriger Beziehungen in der Vergangenheit angefangen, an meiner eigenen Beziehungsfähigkeit und meinem Charakter zu zweifeln.
    Mit Ihrem Video findet man eine Erklärung, nach der man so hilfslos sucht.
    Vielen herzlichen Dank hierfür!
    Liebe Grüße aus Deutschland

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