Co-Narzissmus – Wann es Zeit für die Trennung von einem Narzissten ist

Narzissmus in der Beziehung kann die Hölle sein – trotzdem erlebe ich immer wieder, dass viele Betroffene nicht aussteigen, sondern sich in einer Endlosschleife mit dem Partner/der Parterin beschäftigen. Das ist Co-Narzissmus und hält dich in deiner Situation fest. Es kommt der Punkt, an dem du die Verantwortung für dein Lebensglück übernimmst – sei es indem du lernst, damit zu leben oder dich trennst.

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11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Sabine. Ich habe mich 2017 von meinem Mann getrennt. Die Beziehung hat mir seit vielen Jahren nicht mehr gut getan. Erst nach einem schweren MS Schub hatte ich den Mut mich zu trennen. nach 30 Jahren. Ich bin eine starke und selbstbewusste Frau (gewesen) und habe es einfach nicht geschafft mich zu trennen….warum auch immer…heute ist mir bewusst es waren mindestens 20 Jahre eine mehr oder weniger unglückliche (toxische) Beziehung mit einem Narzissten und dass es deshalb so schwer war mich davon frei zu rudern.
    Am Mittwoch ist mein Scheidungstermin – dann habe ich einen großen Schritt geschafft.

    Weshalb ich mich nun heute an dich wende ist mein Kummer, den ich mit meiner Tocher jetzt habe. Sie ist 18 Jahre, lebt bei mir, und ich erkenne, dass Sie leider auch diese narzisstischen Züge aufweist. Von meinem Mann musste ich mich trennen, weil ich es nicht geschafft habe damit zu leben. Von meiner Tochter möchte/kann ich micht nicht trennen.
    Gibt es eine Chance bei Ihr die narzisstischen Züge zu verändern… was rätst du mir.
    Ich liebe meine Tochter.
    Herzlichen Gruß H.

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    • du liebe,
      erstmal toll dass du diesen riesengroßen schritt gemacht hast! erst letzte woche hat ein kollege von mir gemeint, dass gerade MS (aus seiner sicht) eine ganz klar psychisch verursachte erkankung sei – ich kenne mich damit leider gar nicht aus und kann dazu nichts sagen. aber sicher ist, dass dieser schritt für dich riesig war und du wirklich stolz sein kannst, dass du das für dich geschafft hast! 🙂

      das mit deiner tochter ist schwierig. erstens fehlt mir die information, welche züge denn genau sie aufweist… zweitens sind narzisstische züge nicht per se schlecht. vergiss nicht ihr alter – sie MUSS sich gerade aus der familie lösen, wegen eurer scheidung und wegen ihrem alter. sie ist am erwachsen werden! ich würde da erst mal drauf achten, ob es sich nicht wieder legt. du weißt bestimmt, dass ich dieser diagnose “narzissmus” ja recht skeptisch gegegenüber stehe, daher bin ich diesbezüglich immer vorsichtig. ich kann dich aber gern dabei begleiten … ich könnte mir vorstellen, dass wir zB in 90-180min schon einiges erreichen. achtung, es geht nicht darum, dass du SIE änderst – das klappt nicht. aber wir können reaktionen bei dir besprechen, die für sie vielleicht eine kleine anregung sind, von sich aus mal da hin zu schauen …
      liebe grüße, sabine

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  • Liebe Sabine,
    DANKE, für deine Arbeit und danke, dass Du sie im Internet allgemein zugänglich machst.
    Vor einem Jahr bin ich auf den Begriff Narzissmus gestoßen und habe nach und nach schmerzlich erkannt, dass meine Mutter, mein Mann und auch meine Tochter starke narzisstische Verhaltensweisen aufweisen. Und ich habe mich selber immer wieder in Frage gestellt. Irgentwas kann mit mir wohl nicht stimmen.
    Jetzt weiß ich, ich habe mein Co-Narzisst-Sein schon mit der Muttermilch eingeflößt bekommen und so mein ganzes Leben perfektioniert.
    Ich bin 46 Jahre. Von meiner Mutter habe ich mich getrennt, von meinem Mann, den ich seit 30 Jahren kenne und seit 25 Jahren eine Beziehung habe, bin ich im Begriff mich innerlich mehr und mehr zu distanzieren. Aber bei meiner 18 jährigen Tochter fällt es mir sehr schwer, ich liebe meine Tochter. Und ich hoffe, dass sie trotz all den belastenden familiären Verstrickungen ein glückliches Leben führen kann. Ich fühle mich für sie und ihr Leben verantwortlich.
    Obwohl ich weiß, dass sie nun erwachsen ist und sich von mir lösen und in Selbstverantwortung ihren Weg gehen wird, (ihre narzisstischen Züge werden ihr dabei helfen).
    Meine Mutter konnte nie für mich da sein. Mein Mann liebt sich. Meine Tochter ist sehr selbstständig.
    Ich fühle mich oft sehr alleine.
    Danke und liebe Grüße
    Bärbel

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  • Liebe Sabine,
    vielen Dank für Deine tollen Videos und Texte zu dem Thema.
    Auch ich habe mich im letzten Jahr als “Betroffene” getrennt.
    Das war allerdings damals eine Bauchentscheidung, die der Kopf lange nicht verstanden hat…
    So langsam verstehe ich im Nachhinein (vor allem auch durch die schwierige Trennung!), was es für narzisstische Muster gegeben hat und WARUM mein Bauchgefühl mir gesagt hat, dass ich unbedingt aus der Beziehung raus muss.

    Deine Texte und Videos haben mir im Nachhinein geholfen zu verstehen – und auch meine eigenen Muster zu erkennen!!! So langsam finden Herz, Kopf und Bauch wieder zueinander.
    Vielen Dank dafür!

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  • Liebe Sabine!
    Vielen Dank für dieses aufrüttelnde Video! Es hat mir nach Monaten des Leidens in einer toxischen Beziehung “den Kopf gewaschen” und bringt die entscheidenden Dinge treffend auf den Punkt! Anstatt in der Opferrolle zu verharren, sich immer mit den Partner und seinen Verhaltensweisen zu beschäftigen, vergeblich auf Veränderung zu hoffen, endlich zu sich selbst zurückfinden und Eigenverantwortung für das eigene Leben und Lebensglück übernehmen! Um es in deinen Worten zu sagen: Ich habe aufgehört, weiter Diätbücher zu studieren und habe stattdessen meine Ernährung geändert 😉 Vielen Dank für diesen Denkanstoss!

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  • Liebe Sabine,
    Deine Videos zum Thema Narzissmus und das Engement mit dem du gesprochen hast, haben mich tief bewegt. Ich bin seit fast vier Jahren in einer Beziehung mit einem Mann mit stark narzisstischen Zügen und gerade dabei mich zu lösen, nach dreijähriger Leidenszeit und unendlichen Tränen. Der erste Schritt ist gemacht, ich habe ab April nächsten Jahres wieder eine eigene Wohnung und ich wünsche mir selbst die Kraft nicht wieder umzufallen. Wir haben die Trennung ausgesprochen bzw. er hat sich zum wiederholten Male von mir getrennt, aber die Zeit bis zur räumlichen Trennung ist noch lang und aus meiner Erfahrung weiß ich, er wird wieder versuchen mich an sich ranzuziehen. Deine Texte haben mir nochmals deutlich gezeigt, dass es anders nicht geht und ich für mich stark sein muss. Danke.

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  • Hallo, Sabine,
    danke DIR für deine Videos.
    Ich habe mich entschieden ( obwohl ich das Entscheiden verlernt habe)
    von meinem. Mann zu trennen.
    Nach 37. Jahren Ehe.
    Ich bin 59.
    Ich möchte mir ein Geschenk zum 60. Geburtstag machen.
    Es geht nicht mehr.
    Ich habe keine Kraft. mehr..
    Er beschimpft mich täglich.Er kann sein Verhalten nicht kontrollieren..
    Fast täglich steht er vor mir mit gebällten Fäusten. Ich brauche Hilfe!
    Die Ärzte meines Mannes vermuten auch schon etwas, Einer. Hat ihm Antidepressiva verschrieben. Die Tabellen nimmt er natürlich nicht.
    Der andere Arzt hat mich angesprochen,
    Mein Mann ist. oft bei ihm und hat immer noch eine neue VERSION, was er wohl hat und sucht nach eine Diagnose.
    ICH schaff es nicht allein.
    Was soll ich als erstes Tun, um weiterzukommen.. Gesundheitlich bin ich
    auch am Ende.
    Ich mach ständig den Rückzieher, wenn es weiter gehen soll.. Ich habe schon geschafft endlich mal ein separates Schlafzimmer einzurichten.
    Das war ein Prozess!
    Wir. wohnen in einem neu gebauten Haus…Ich hatte Mal wieder gehofft.
    Kann man mit einem einer Persönlichkeitsstörung in einem Haus zusammen leben?
    Ich weiß nichts mehr mehr weiter.
    Ganz liebe Grüße
    Nelli

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  • Hallo Sabine,
    ich finde deine Aktivitäten ganz toll und damit hast du schon vielen Menschen sehr geholfen. Vielen Dank auch von meiner Seite!
    Eine Frage zum Thema Narzissmus beschäftigt mich sehr: ist Narzissmus eine Neigung, deren Anlagen in jungen Jahren geschaffen werden oder ist es möglich, dass ein Partner durch den anderen „zum Narzissten gemacht“ wird? Ist es also möglich, dass z.B. eine Frau von ihrem Partner (den sie mit über 25 kennen gelernt hat) auf Grund dessen Persönlichkeitsdefizite zur verdeckten Narzisstin „gemacht“ wurde, ohne dass sie es vorher war? Mit diesem konkreten Vorwurf bin ich seit Jahren konfrontiert. Dies impliziert natürlich ein Bekenntnis zum Narzissmus ihrerseits, zumal sie sich seit einiger Zeit als Egoistin bekennt und diesen Begriff auch als positiv im Sinne einer Tugend wahrnimmt.
    Mich würde deine Meinung dazu sehr interessieren, vielen lieben Dank und Grüße,
    Markus

    Antworten
  • Liebe Sabine, in einem deiner Videos sagst du, dass es nichts hilft, alles über Narzissten zu wissen, sondern irgendwann hilft nur noch die Trennung. Damit hast du natürlich unbedingt recht, aber mehr zu lernen über die Mechanismen einer Beziehung mit einem narzisstischen Partner hilft einem auch, sich selber besser kennenzulernen.
    Nach 25 Jahren Ehe mit vier Kindern habe ich mich von meinem Mann getrennt, und habe erst in einer begleitenden Therapie verstanden, dass er eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. “Es ist leicht einen Narzissten zu lieben!”, hast du gesagt. Er ist charmant, sprüht vor Energie, kann sich gut darstellen und ins richtige Licht rücken. Seine Fähigkeiten sind herausragend.
    Im Laufe der Trennungsjahre habe ich verstanden, dass das ausgezeichnet zu den Voraussetzungen meiner Persönlichkeit und Erziehung gepasst hat: nachgeben, nichts für mich selber fordern, mich einsetzen für den Partner (und die Kinder), auf eigene Wünsche verzichten, die eigene Karriere hintanstellen etc. Wenn ich meinen Mann für eine Sache kritisiert habe, konnte ich sicher sein, dass er mich im Gegenzug für fünf andere Sachen kritisiert, die ich versäumt, verbockt, vergessen, verdorben oder einfach schlecht gemacht habe (nach seiner Sicht). Das hat mich klein gemacht und meinem Selbstbewusstsein zutiefst geschadet. Mir war nicht bewusst, wie stark ich bin!
    Nach der Trennung waren unsere teilweise erwachsenen Kinder unterschiedlich betroffen; eine meiner Töchter hat fast ein Jahr nicht mit mir geredet, weil sie nicht wollte, dass ich den Vater “schlecht mache” ….
    Und jetzt muss ich um meine nachehelichen finanziellen Rechte hart kämpfen! Das dauert und kostet viel Zeit und Nerven und Geld.
    Inzwischen habe ich einen neuen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt, bin aus unserem Haus ausgezogen in eine eigene Wohnung und habe einen neuen Partner, der mich wertschätzt und mir zeigt, wie man auch ganz anders miteinander umgehen kann. Trotzdem muss ich mich immer wieder besinnen, dass ich nicht in alte Beziehungsmuster falle. Ich darf mich zur Wehr setzen und frei meine Meinung sagen und brauche mich vor Gegenvorwürfen nicht zu fürchten! Deshalb hilft es mir immer noch, über Narzissmus mehr zu lernen. Ich verstehe besser, warum es in unserer Ehe so gelaufen ist. Ich verstehe besser, wo meine Grenzen lagen, was ich hätte anders machen sollen und wo die ganzen Entwicklungen auch gar nicht an mir gelegen haben! Inzwischen verstehe ich, dass ich meinen Mann gar nicht hätte ändern können. Ich kann nur mich selbst ändern, aber eben nur ohne ihn!
    Wenn also mehr Menschen nach narzisstischen Persönlichkeitsstrukturen fragen, dann heißt das nicht unbedingt, dass sie sich fragen, ob sie sich trennen sollen. Es kann auch eine Entwicklungshilfe sein, um eine Trennung zu bearbeiten.
    Mit vielen herzlichen Grüßen, Kathrin

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  • Hallo Sabine
    Meine Geschichte ist lang aber ich möchte hier nur kurz etwas dazu sagen. Seit 5 Jahren bin ich mit meinem 2. Mann verheiratet. Kurz darauf habe ich gemerkt, dass ich an einen narzisstischen Partner geraten bin und frage mich seither, ob es doch eine Möglichkeit gibt mit einem solchen Menschen zusammen zu leben. Dies obwohl meine ganze Familie und mein Freundeskreis mir davon abraten. Vor 3 Monaten konnte ich mich, nachdem ich bei einer Opferberatungsstelle war, dazu durchringen, mich von ihm zu trennen. Seither beschimpft, beleidigt und erniedrigt er mich noch mehr mit unmengen von Nachrichten. Nachdem ich ihn blockiert habe, hat er mich erneut schlecht gemacht bei all meinen Freunden und meiner Familie. Meine Familie unterstützt mich wo sie können um mich von ihm zu distanzieren aber sobald er sich wieder entschuldigt und nette Sachen schreibt, kippe ich und helfe ihm wieder wo ich kann. Dann fasse ich wieder Mut und sage ihm, dass ich nicht mehr will und kann, aber er akzeptiert es nicht. In einem Mail hat er erwähnt, dass er vielleicht einen Psychologen aufsuchen sollte aber ich dann auch mitkommen muss (ich hätte ja auch ein grosses Problem). Ja, das dachte ich vor ein paar Jahren auch, dass ich das Problem sei und habe einen Psychologen aufgesucht, wobei der mir bestätigt hatte, dass mein Mann eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat.
    Ich habe daraufhin Bücher gekauft (Wie lebe ich mit einem Narzissten, Tipps im Umgang mit einem Narzissten, Wie trenne ich mich von einem Narzissten, etc.) aber die Antworten sind immer die Gleichen und ich lasse mich immer wieder hinreissen – es ist ein Teufelskreis!

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