Die Spiegelgesetze

  1. Spiegelgesetz
    Alles, was mich am anderen stört, ärgert, aufregt oder traurig macht und ich dies an ihm ändern will, habe ich als Aspekt auch in mir selbst.
    Alles, was ich am anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und ich dies an ihm verändern will, kritisiere, bekämpfe und unterdrücke ich in Wahrheit in mir selbst und hätte es auch in mir gerne geändert.
  2. Spiegelgesetz
    Alles, was der andere an mir kritisiert, bekämpft und an mir verändern will, und ich mich deswegen verletzt oder angegriffen fühle, so betrifft es mich ebenso – ist dies in mir noch nicht richtig erlöst, meine gegenwärtige Persönlichkeit fühlt sich beleidigt, mein Ego ist noch stark, meine Selbsterkenntnis noch schwach.
  3. Spiegelgesetz
    Alles, was der andere an mir kritisiert und mir vorwirft, an mir ändern will und bekämpft und mich dies nicht berührt, ist sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.
  4. Spiegelgesetz
    Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich als Aspekt selbst in mir und liebe dies auch im anderen. Ich erkenne mich selbst im anderen – in diesen Aspekten sind wir eins.

8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Sabine!
Wenn alles, was ein anderer an mir bekämpft sein eigenes Spiegelbild ist, was ist dann seine Art mich zu bekämpfen? Er geht also auf Angriff mir gegenüber. Wie hat das aber mit meinem Spiegel zu tun?
Ich finde diese Regel ist zwar einerseits richtig, aber andererseits zu extrem. Und extreme sind meiner Erfahrung nach eben nicht die ganze Wahrheit!

Es gibt auch Dinge, die jemand anderer mitbringt. In eine Beziehung einbringt. Gutes und Abwehrendes. Und die habe ich nicht heraufbeschworen, weil ich mit in ihm/ihr spiegele, sondern sie sind da.

weisst Du worauf ich hinaus will? Wenn ich an meinem Partner eine Eigenschaft bekämpfe, die ich selber an mir hasse, dann ist mein Partner in einem Kampf, der ihn nicht betrifft. Er muss also einfach aushalten, standhalten, vllt mit mir darüber reden. Das erfordert Kraft und Mut und hat nichts mit einem Spiegel zu tun. Wenn er dann sagt: mich nervt, das du mich ständig als Spiegel „mißbrauchst“, hat das auch nichts mit einer Spiegelung zu tun, sondern damit, das ihm die Kraft ausgeht standzuhalten. Oder?

liebe Grüße
Susanne

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    hallo susanne!
    ich hatte die spiegelgesetze erstmal kommentarlos online gestellt, weil sich viele selbst schon ausführlich damit beschäftigen. meine gedanken zu dem thema habe ich noch gar nicht veröffentlicht.

    ich stelle ehrlich gesagt die frage anders: MUSS ein partner die permanente spiegelung aushalten? ihr standhalten, wie du es nennst? und da sind wir wieder beim thema! du hast ja schon in einem anderen artikel kommentiert, dass aushalten/dranbleiben/dabeibleiben für dich ganz wichtig ist. insofern wundert mich deine auseinandersetzung damit jetzt nicht 😉

    aber natürlich hat es was mit deiner spiegelung zu tun, wenn er sagt, dass es ihn nervt, dass du ihn missbrauchst (weil das ist es dann). wenn er zb mit zuspätkommen völlig im einklang ist und dich das permanent aufregt (weil du es dir zb nicht erlaubst) und ihm das immer vorhältst – ne, das muss er nicht aushalten. das braucht nicht nur kraft, das zehrt und zerrt regelrecht. an seiner eigenen spiegelung darf man in meiner welt gerne selbst arbeiten, die muss mein partner nicht aushalten oder ihr standhalten. ich wäre sogar dankbar wenn er mir die satz um die ohren haut, weil ich dann sicher sein könnte, dass es mir gehört.

    Antworten

      Hey Sabine!

      Klar, war ja klar, dass ich dazu was kommentieren musste:-)
      Ich höre ständig: an jeden Konflikt in Beziehungen sind immer beide beteiligt (gleichermaßen) und wenn dich das stört, liegts nur am spiegeln.

      Ich finde das schrecklich. Es gibt einfach Konflikte, da seh ich mich auch nach ausführlicher Reflektion überhaupt nicht drin, aber klar, das psychologisch geschulte Umfeld, aber auch die Hobbypsychologen meinen, dass ich das nur verursacht haben kann. Durch Spiegelung. Und weil an einem Konflikt IMMER zwei beteiligt sind.
      Vielleicht ist mein Umfeld einfach zu pädagogisch-psychologisch Vorbelastet:-)

      ich glaube, ich sollte da mal einen Blog drüber schreiben:-)
      ganz liebe Grüße
      Susanne Bregenzer

      Antworten

        hallo susanne,
        ach so, nein – das seh ich definitv anders und ich weiß, manche kollegInnen vergessen gern auf das 3. gesetz. das ist eigentlich sogar der grund, warum ich die spiegelgesetze überhaupt online gestellt habe – weil ich in diesem artikel hier – https://herz-mut.com/fremdgehen-wie-kommt-es-dazu/ – genau das 3. spiegelgesetz brauche.

        ich bin da durchaus offen dafür und habe auch selbst schon ein paar mal erlebt, dass mir jemand einen vorwurf macht und das geht wie ein fehlgeleiteter pfeil kilometerweit an mir vorbei. da weiß ich dann auch – aha, hat nix mit mir zu tun.

        allerdings resultiert aus solchen sachen eher selten ein streit; weil da bei mir ja gar keine emotion dazu vorhanden ist. da kann ich sehr ruhig drauf antworten und hab eigentlich noch nie erlebt, dass da ein längerer konflikt draus wird. insofern wäre das dann (und der umstand, dass du offenbar schon mit einigen darüber gesprochen hast und die das auch rückmelden) für mich schon ein anlass noch mal genauer hinzuschauen. 😉

        Antworten

Hi Sabine ,
hier ist Jen, kennst mich ja noch 😉
( wie kriegt man die süssen smileys hin ? Hier würde jetzt so eins stehn‘ )

Ich verstehe unter dem Begriff Spiegeln auch eine Art zu manipulieren. Nicht unbedingt böswillig. Unbewusst. Aber immer mit einer Absicht. (Satz/Wortwiederholungen des anderen). Manchmal benutze ich sowas, um den anderen auf etwas hinzuweisen, Eher aus Ironie. Um ihn zum Nachdenken zu bringen.
Dann weiß ich,mittlerweile, es gibt auch bestimmte Spiegeltechniken aus dem Bereich NLP. Es gibt einiges zum dem Thema.. denke ich.
Zu 1 finde ich, dass man von anderen lernen sollte (vorausgesetzt dass man lernen will), worin er einen kritisiert. das wäre dann sozusagen konstruktive Kritik. Ich denke nicht unbedingt, dass man gekränkt oder verärgert ist, weil man das selbe Verhalten in sich trägt. Das gibt es aber auch, klar. so würde man sich selbst nicht eingestehen wollen, dass man im Grunde genauso tickt, wäre aber keine faire Kritik, ich würde zumindest immer dazu sagen, dass ich das an mir auch blöd find‘, solche Situationen gibt es natürlich auch, ab und zu). Generell versteht man das Verhalten des anderen aber eben einfach nicht, gerade, WEIl man in der Hinsicht eben ganz anders ist. Man kann das Verhalten des anderen nicht nach vollziehen.
Zu 2 denke ich, hängt es oft davon ab, in welcher Verfassung man gerade ist, Kritik zu ertragen. Und wie es vom anderen rüber gebracht wird. DER TON SPIELT DIE MUSIK, das sagt man doch.
Bei 3 finde ich, dass man über Kritik zunächst immer erstmal nachdenken sollte. Ob man sich „den Schuh anzieht“, ist dann wieder eine andere Sache. Generell sollte man versuche, bei Kritik immer ruhig zu bleiben (klar, dass das nicht ausschließlich klappt). Und darüber reden, wie man es selber sieht. Generell sollte einen Kritik aber immer berühren. Egal, wie man dazu steht. Es ist immer eine Chance an sich zu arbeiten. Und offen zu sein, dafür.
Und zu 4… ja, auf jeden Fall. Denn wenn man auf derselben (oder einer ähnlichen) Wellenlänge schwimmt, fühlt und denkt (wenn man auch manchmal unterschiedliche Ansichten hat), verbindet einfach. Und man sollte sich anstelle ständig an dem anderen etwas zu bemängeln (ob konstruktiv oder nicht) .. auch die schonen Eigenschaften an zu sprechen, das Gute in den Vordergrund zu stellen (Übrigens auch.. an sich selbst, Freunden und in Familien).
Dir ’ne schöne Adventszeit

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Du beschreibst 4 Spiegel-Dinger. Nur das letzte bezieht sich auf positive Eigenschaften. Diese Spiegel-Dinger treiben mich noch in den Wahnsinn 🙂

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Es kann doch aber auch Dinge geben, die ich am anderen liebe, weilich sie selbst gern hätte und diese bewundere oder nicht?

Antworten

    dem 4 gesetz zufolge hast du diese anteile bereits an und in dir – vielleicht hast du sie nur noch nicht erkannt? schau doch mal genauer hin! ich habe zb immer meinen freund bewundert, weil er so großzügig mit geld war (zb bei kellnern etc). das war ich damals nicht, konnte ich auch gar nicht. hat mich immer ein wenig angenagt. bis mir mal eine freundin gesagt hat „beim verzeihen bist du wirklich großzügig“. ♥

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