Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit erkennen und auflösen

“Was ich und emotional abhängig? Du spinnst doch. Du bist doch nur neidisch, weil unsere Beziehung so innig ist, davon träumst du nur!” So in etwa fallen die meisten Reaktionen aus, wenn das erste Mal jemand aus dem persönlichen Umfeld die emotionale Abhängigkeit beobachtet und anspricht. Und doch – meist sind es gerade Familienmitglieder und enge Freunde, die als erstes merken: da stimmt was nicht. Vielleicht kennst ja auch du aus deinem Umfeld Beziehungen, die dir völlig ungesund erscheinen und es dir ein Rätsel ist, warum die zwei überhaupt noch zusammen bleiben. Und egal welches Label man dem Phänomen gibt, ob nun Co-Abhängigkeit, emotionale Abhängigkeit oder psychische Abhängigkeit. Eines haben sie alle gemeinsam: sie fühlen sich nicht gut an. Manchmal für beide Seiten nicht, mit Sicherheit aber für den emotional abhängigen Partner nicht.

Was oft von Außen unverständlich wirkt, ist aber nur die Reaktion auf IST-Zustand, dem ein schleichender Prozess von Wochen, Monaten und manchmal Jahren vorausgehen. Niemand geht in eine Beziehung und ist von heute auf morgen sofort emotional abhängig. (Na gut, lassen wir mal die warmen Wechsel beiseite.) Aber selbst da: einmal ist immer das erste Mal. Und genau darum geht es.

Sind wir nicht alle ein wenig emotional abhängig?

Machen wir uns nichts vor. Ein klein wenig emotionale Abhängigkeit ist in jeder Beziehung gegeben. Man lernt sich kennen, verliebt sich, bindet sich emotional aneinander – wer will in diesem Moment schon verlassen werden? Und wer hat nicht – gerade am Anfang einer Beziehung! – oft Angst, ob es diesmal klappt oder die gleichen alten (verdammten!) Beziehungsmuster wieder hochkommen. Bis zu einem gewissen Maß ist es völlig normal so zu fühlen und hat das sogar eine stabilisierende Wirkung auf die Beziehung insgesamt. Gerade durch die emotionale Bindung  aneinander bemüht man sich verstärkt um den Partner. Und aus diesem Bemühen heraus entwickelt sich gerade erst aus einem Flirt eine dauerhafte Beziehung. “Ich will nie wieder ohne dich sein”, “Du bist das Beste das mir je passiert ist” usw werden ja oft als Komplimente verstanden und fliegen am Anfang dank Whatsapp & Co fast schon im Minutentakt hin und her.

Wann aus “normal” emotionale Abhängigkeit wird

Ja diese “Schmetterlinge und Herzen-Phase” ist für Außenstehende oft schwer zu ertragen, aber völlig normal. Ein bisschen emotionale Abhängigkeit ist also durchaus im Rahmen und gehört dazu. Ich freue mich manchmal auch schon mittags auf den Abend, weil ich weiß dass ich dann im Eissalon bin und mich der Schokobecher so glücklich macht. Ohne dem will ich auch nicht sein. Und ich kann dann echt zicken, wenn ich ihn nicht bekomme und kurzfristig echt mies gelaunt sein. So lange also die emotionale Abhängigkeit auf beiden Seiten etwa gleich groß ist und einen positiven Beitrag zur Beziehung leistet – alles gut!

Und wenn du dich fragst, worauf ich mit dem Eisbecher wohl hinaus wollte – es geht immer um das Maß!

Schwierig wird es erst, wenn aus dem “ich WILL nie wieder ohne dich sein” ein “ich KANN nie wieder ohne dich sein”.

Ja und um bei meinem Beispiel zu bleiben – es wird sehr hart für mich ohne den Schoko-Becher. Aber ich weiß, ich werde es überleben.

Und gerade dieses Wissens, dieses Urvertrauen, fehlt dem emotional abhängigen Partner zu meist. Wenn der Partner zur Sucht wird und ein Leben ohne Partner nicht vorstellbar ist.

Was sind denn nun die Anzeichen für emotionale Abhängigkeit?

Anzeichen für emotionale Abhängigkeit

Typische Anzeichen für emotionale Abhängigkeit sind:

  • Deine Gedanken kreisen ständig um den Partner, wie du ihn zufriedenstellen kannst, was du lieber nicht machst, wie er abends wohl aufgelegt sein wird, etc.
  • Dein Selbstwert hängt stark bis ausschließlich von der “Bewertung” durch deinen Partner ab. Du warst zB nur dann eine gute Köchin, wenn es ihm schmeckt.
  • Kritik von deinem Partner erschüttert dich zutiefst. Egal ob Aussehen, Können, Hobbies.
  • Deine sozialen Kontakte beschränken sich zunehmend auf deinen Partner. Du verlierst schrittweise den Kontakt zu Familie, Freunden und Arbeitskollegen.
  • Enge Freunde oder Familienmitglieder erkundigen sich direkt oder auch indirekt danach, ob es dir auch wirklich gut geht in der Beziehung.
  • Du hast panische Angst, dass dein Partner dich verlässt.
  • Du hast das Gefühl, dass du deinen Partner mehr liebst als er dich.
  • Dein Partner hat mehr Freiheiten als du bzw würde sich von dir nie im selben Ausmaß einengen lassen.
  • Du fühlst dich manchmal von deinem Partner emotional erpresst.
  • Du weißt nicht, wie du ohne deinen Partner weiterleben kannst.
  • Selbst wenn du ihn verlassen möchtest, kannst du dir einfach nicht vorstellen, wie das gehen soll.

Die “Auswertung”

Die obige Liste ist sicher nicht vollständig. Es müssen auch nicht alle Kriterien zutreffen aber auch wenn das kein wissenschaftlicher Test ist – wenn du bei 3 oder mehr Fragen schon innerlich “ja” gesagt hast, würde ich die Beziehung mal einem “Check” unterziehen.

Besonders wenn dich Freunde oder Familienmitglieder mal darauf ansprechen, ob denn alles in Ordnung ist, würde ich an deiner Stelle mal aufmerksam werden. Oft versteckt sich das auch hinter zaghaften Nachfragen, ob dich dein Partner auch so liebt wie du dir das vorstellst, ob du glücklich bist. Manchmal kann es auch in eher ärgerlichen Aussagen versteckt sein, wenn zB Freunde dir vorwerfen, dass es dich nur noch im Doppelpack oder gar nicht mehr gibt, weil nur noch dein Partner zählt. Nicht immer muss was dran sein, aber gerade weil dieser Prozess sich so langsam einschleicht, ist man selbst oft noch blind dafür, wo andere schon aufmerksam geworden sind. Meist haben nahestehende Menschen viel eher ein Gespür dafür, wenn zB erstmals abfällige Bemerkungen die in Richtung emotionale Gewalt gehen, auftauchen.

Wie kann ich mich aus einer emotionalen Abhängigkeit befreien?

Der wichtigste Schritt ist schon mal getan, wenn du erkannt hast, DASS du in eine emotionale Abhängigkeit gerutscht bist. Das ist ein großer Schritt, zu dem es auch viel (Herz)Mut braucht, denn wer gibt schon gern zu, dass er süchtig ist? Süchtig nach dem Partner?

Wenn dir klar ist, dass du emotional von deinem Partner abhängig geworden bist, dann musst du erst mal die Entscheidung treffen, dass zu ändern.

Und dafür brauchst du Motivation, Durchhaltevermögen, Konsequenz! Und all das wird dir nur gelingen, wenn du die Entscheidung, dich daraus zu lösen auch wirklich mitträgst. Es ist erstmal egal, wieso und wie du in diese Abhängigkeit gerutscht bist, wichtig ist erstmal nur: willst du da raus? So richtig und voll? Ok.

Wichtig ist, dass du da keine olympischen Gedanken hochreißt jetzt. Oft ist es so, dass man nach der Erkenntnis voll motiviert ist und so schnell wie möglich da raus kommen will. Das klingt jetzt so einfach, ist es aber nicht. Der Weg aus einer emotionalen Abhängigkeit heraus geht fast immer genauso lang wie der Weg hinein! Das ist also eher ein Marathon als ein Sprint und wenn du da mit falschen Vorstellungen rein gehst, wird dich rasch die Kraft verlassen.

Lassen wir mal beiseite, warum und wie genau es dazu gekommen ist, dass es ist wie es ist.

Fakt ist, wie bei jeder Sucht braucht es erstmal die Konzentration auf dich selbst wieder.

Bei einer emotionalen Abhängigkeit ist der Partner ständig im Mittelpunkt deines Interesses, deiner Gedanken, deines Handelns. Alles dreht sich nur um ihn/sie. Und genau das muss sich jetzt zu dir verlagern – du darfst wieder der Mittelpunkt in deinem Leben werden! Du wirst viele Tipps lesen nach dem Motto “werde wieder Selbstbewusst”, “stärke deinen Selbstwert”, “betreibe Selbstreflexion”, “konzentriere dich auf dich selbst” usw. Ja – stimmt alles. Aber wenn du das so einfach könntest, wärst du vermutlich nicht in der jetzigen Situation.

Wie du wieder zu dir zurückfindest

Ich bin stattdessen eine Freundin von klaren, kleinen und praktisch umsetzbaren Tipps. Suche dir schrittweise kleine Möglichkeiten, wieder “zu dir zu kommen”. Es wäre zu viel verlangt von heute auf morgen alle deine Beziehungsmuster zu unterbrechen.

  • Aber vielleicht fängst du mal damit an, bei Kleidung drauf zu achten, was DU gerne tragen würdest und weniger, was dein Partner dazu sagen würde. Vielleicht gibt es ein Kleidungsstück dass du ganz toll findest aber dein Partner hasst es und deshalb hast du es seit Ewigkeiten nicht mehr getragen.
  • Oder ein Lieblingsessen, dass dein Partner nicht so mag und du deshalb nicht mehr gekocht hast.
  • Es geht also darum in ganz kleinen Schritten zu schauen, wo du mit etwas aufgehört hast, das dir eigentlich wichtig war, und das dann wieder in dein Leben zu integrieren.
  • Es kann aber auch mit dem Weglassen von Kleinigkeiten beginnen, die du immer nur deinem Partner zuliebe gemacht hast, die dich aber total annerven. So hat eine meiner Klientinnen zB aufgehört, ihrem Partner jeden Morgen den Rücken zu kraulen, wenn sie eigentlich nichts lieber als eine Tasse Kaffee und Zähneputzen wollte.
  • Und jedes Mal wenn dir das schon gut gelingt, kannst du wieder einen Schritt weiter gehen und dir das nächste Feld suchen. So eroberst du dir stückchenweise deine Aufmerksamkeit, deinen Selbstbewusstsein und letztlich deinen Selbstwert zurück!

Mit jedem Schritt den du auf dich wieder zu gehst frag dich auch, liebst du dich gerade in diesem Bereich? Das Ding mit der Selbstliebe kann ziemlich trügerisch sein. Wer kann schon auf die Frage “Liebst du dich selbst” wirklich vollständig ja oder nein sagen? Da gibts immer Bereiche, wo man sich selbst gut findet und andere, wo es nicht so ist. Vermutlich (!) ist bei dir gerade die Mehrheit negativ, eine Klientin von mir sagte auch mal wortwörtlich “es gibt nichts, wirklich nichts, dass ich an mir liebe.” Das ist schon mal hart zu hören, noch dazu weil sie eine ganz tolle Frau ist. Sie konnte dann aber zumindest zugeben, dass sie diese absolute Ehrlichkeit an sich selbst liebt. Das war der Anfang. Finde also heraus, wo du dich liebst und wo nicht. Und dann arbeite von dort weiter.

  • Achtung – natürlich wird sich dein Partner bei deiner Veränderung mit verändern! Achte darauf, ob er deine Entwicklung gut findet oder dich eher bremst oder sogar klein macht. Möglicherweise ist dieser und die weiterführenden Artikel zum Thema Narzissmus für dich dann hilfreich!
  • Manchmal kann es auch sinnvoll sein, eine Beziehungspause genau für diese Selbstfindung zu vereinbaren.
  • Schluss machen ist nicht immer notwendig, je nach Grad deiner Abhängigkeit aber vermutlich für dich allein ohne Begleitung ohnehin fast unmöglich.

Wenn du bis hierher gelesen hast und dir sicher bist, dass du zu tief in eine Partnersucht gerutscht bist, dann BITTE – suche dir Hilfe. Nein, es wird nicht reichen mit deinen Freunden darüber zu sprechen, das würdest du auch nicht tun, wenn du Alkoholiker bist. Aber du bist doch schon auf der richtigen Seite – hier bei mir! Dich hier unterstsützen und begleiten, das kann ich. Schau dich bei meinen Beratungsangeboten um, nutze eine Kickstart-Session und hole dir externe Unterstützung. Ich kann dir in jedem Fall weiterhelfen mit einer Einschätzung wo du stehst und was die besten nächsten Schritte sind!

Also kurz zusammengefasst:

  1. Erkenne, dass du in eine emotionale Abhängigkeit geraten bist. Den Unterschied zu einer Co-Abhängigkeit in der Beziehung erfährst du übrigens hier!
  2. Entscheide dich bewusst dafür, dich daraus zu lösen! Nur wenn du dir wirklich der Tragweite bewusst bist, wirst du dich erfolgreich befreien.
  3. Erwarte keine Wunder über Nacht und Schnelllösungen. Sei liebevoll zu dir und finde deinen Weg heraus im Gehen.
  4. Komme Schritt für Schritt wieder zu dir und erobere zuerst in kleinen Bereichen deine Unabhängigkeit wieder. In Summe wird sich daraus wie ein Puzzlebild langsam alles wieder zusammenfügen!
  5. Lerne dich selbst wieder lieben, in dem du schrittweise vorgehst und schaust, wo du dich schon liebst und wo du etwas verändern kannst.
  6. Lass dich begleiten! Auch Bücher und Videokurse können übrigens gute Begleiter sein!

Lass Dir Zeit und gönne dir, was du wirklich brauchst. Selbstliebe!

Abschließend – emotionale Abhängigkeit nach einer Trennung

So oft erhalte ich diesbezüglich Anfragen – heute beantworte ich das einfach mit diesem Video:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

In diesem Kurzbeitrag gebe ich dir auch noch eine Skala an die Hand, wie du deine emotionale Abhängigkeit nach der Trennung einschätzen kannst!

Schreibe mir, wenn ich dir helfen kann. Ich wünsche dir ganz viel Herzmut auf dem Weg!

Deine Sabine

PS: diesen Buchtipp habe ich von Nina in den Kommentaren bekommen! Es ist ein Werbelink, wenn du hierüber kaufst, erhalte ich von Amazon ein kleines Danke, dein Preis ändert sich dadurch nicht.


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95 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich finde es auch total wichtig, dass man eine gewisse Selbständigkeit auch in einer langjährigen Beziehung sich bewahrt. Natürlich ist es schön wenn man weiß ich werde vermisst und ich vermisse wenn ich mal nicht zuhause bin und dennoch ist es gut nicht zu versessen zu sein. Danke für diesen tollen Beitrag! Gefällt mir sehr 🙂

    Antworten
    • hallo denise!!
      erstmal vielen dank für dein lob – das freut mich!

      versessen zu sein ist einfach kein guter plan, weder für schokolade noch für beziehungen!:) übrigens auch in beide richtungen nicht. nur auf die eigene unabhängigkeit zu plädieren ist genauso verkehrt, wie ohne partner nicht leben zu können. es heißt ja nicht ohne grund “in be-ziehung sein”. das heißt, ich be-ziehe mich auf jemanden und das ist schön, kann aber nur gut balanciert sein, wenn beide etwa gleich stark am “beziehungsseil” ziehen. ok, das bild ist jetzt vielleicht etwas weit hergeholt – aber schön deutlich 😉
      liebe grüße zu dir! sabine

      Antworten
  • Till Kurbjuweit
    14. August 2016 19:30

    Hallo Sabine,
    ich habe mich immer als großen Mann mit stabilem Ego gesehen, ein Fels in der Brandung, den nichts umwirft. Und viele sehen mich auch so. Und doch habe ich vor ca. drei Jahren gemerkt, dass ich von meiner Frau emotional abhängig bin. Sie ist sehr impulsiv und emotional und wird sofort laut, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat. Und ich habe dann in solchen Situationen unter dem Dissenz gelitten und versucht, diese zu deeskalieren. Mit sehr geringem Erfolg.

    Mit Hilfe von einigen guten Büchern und einem Wochenendseminar bin ich auf die Spur gekommen, auf einen gewissen Abstand zu meiner Frau zu kommen und habe erreicht, dass ich unter solchen Dissenz-Situationen nicht mehr leide. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich auch meine Friedfertigkeit ein Stück weit aufgeben musste und mich aus der Komfortzone herausgewagt habe und notfalls auch zurückgeschrien habe. Das fiel mir zunächst ganz schwer, weil ich dachte: nee, das bin ich nicht. Interessanterweise hat aber genau dies zu mehr Frieden geführt. Aber das wäre eine lange Geschichte…
    LG, Till

    Antworten
  • Till Kurbjuweit
    14. August 2016 19:31

    Nachtrag: Ganz vergessen, dir für deinen Blogartikel zu danken. Sehr gut, sehr nützlich, sehr wertvoll! Merci!
    Till

    Antworten
  • Hallo Sabine,
    danke für diesen Artikel! Tatsächlich (und erschreckenderweise) habe ich mich darin wiedererkannt und immerhin habe ich scheinbar unbewusst schon etwas getan, um mich zu lösen. Und ich werde weiter daran arbeiten und da hilft mir der Artikel sehr! 🙂
    Viele Grüße
    Isabel

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    • isabel
      wenn es so leicht zu durchschauen wäre, wäre es ja nicht so tricky 😉 ich freue mich, wenn du hier nützliches für dich gefunden hast!
      liebe grüße, sabine

      Antworten
  • Vielen Dank wieder einmal für Deine Worte. Wie Du vielleicht noch weißt war ich auch mittendrin.Erst durch eine sehr harte körperliche Erkrankung und durch Therapie und Klinikaufenthalt kam ich da raus. Es dauert tatsächlich lange, bis man endgültig loslässt ( zumindest bei mir war das so). Ich bin heute nach über einem Jahr noch dran zu schauen, was eigentlich bei mir da los ist und wie ich ich liebevoll schützen und trotzdem in Kontakt kommen kann mit Menschen ( insbesondere Männern). Nun habe ich das Projekt “Vogelfrei” gegründet und biete Menschen, die gerne helfen ( privat und oder beruflich) einen kleinen Rahmen in dem wir spielen tanzen singen und närrisch sein können oder auch mal gemeinsam entspannen. Denn der erste Weg zu spüren, dass etwas nicht stimmt waren Situationen, in denen ich mich wieder selbst gespürt habe und das gab mir gleichzeitig Hoffnung. Helfende Menschen sind meines Erachtens oft nicht gerade unanfällig für Partner, die etwas “schwierig” sind. Ich möchte hier alle Betroffenen ermutigen sich in Situationen zu begeben, in denen sie sich unabhängig und individuell spüren können. Vielleicht hilft auch mal ein VHS Kurs , das Wiederaufnehmen eines Hobbys. Durch Ausdruck löst sich oft auch innerer Druck. Und: Hilfe holen, muss ja nicht gleich eine komplette Therapie sein. Bei Sabine seid ihr sicher an der richtigen Adresse. Ein Video von ihr hat damals zum Augenöffnen stark beigetragen. Alles Liebe für Jede(n) von Euch <3 Yvonne

    Antworten
    • ich kann mich sogar sehr gut an dich erinnern, die Geschichte vom “nein” erzähl ich gern 🙂 ich freue mich wieder von dir zu lesen und noch mehr, dass es dir offenbar deutlich besser geht!
      von Herzen alles liebe!
      sabine

      Antworten
      • Oh sehe eben erst Deine Antwort! Herzlichen Glückwunsch zum Arte-Interview 🙂 Das ist echt der beste Sender und da darfst Du echt mit geschwolleer Brust fröhlich umherziehen 🙂

        Liebe Grüße aus Freiburg

        Yvonne

        Antworten
  • Hi Sabine ich habe mich von meinem Narizistichen Partner getrennt aber ich merke das ich durch einen Tal der Gefühle durch muss und meine Süchte bekämpfen muss das ist weiß Gott nicht einfach ich war mehr als Co Abhängig ich war garnicht mehr da ich war so abhängig da ich eine Borderlin erkrankung habe war ich das perfekte Opfer jetzt muss ich wieder ich werden und mein Selbstbewusstsein aufbauen und wieder ich sein und all seine Worte zu vernichten
    Deine Seite hilft mir wirklich sehr
    LG Pervin

    Antworten
    • Hallo Pervin
      Ich bin auch ein Bordi und vermute dass mein Partner/Ex ein Narzisst ist. Ich bin emotional Abhängig von einer Person die mich schlecht behandelt, betrügt und belügt und sogar geschlagen hat. Ich muss da auch raus. Ja es ist noch schwieriger für einen Bordi, als für andere.. wir sind emotional instabil, impulsiv, legen ein schwarz weiss denken an den Tag. Aber wir sind nicht dumm und haben auch keine Wahrnehmungsstörungen! Wir sind weder Dienstmädchen noch emotionaler Abfalleimer – auch nicht für den Narzissten, Du schaffst es.. es dauert vlt.länger, aber es ist auch für uns Bordis machbar… viel Kraft
      Regula

      Antworten
  • Ach noch was ich einfach die ganze Zeit nicht ob ich der Narzisst war mit dem Gedanken fühl ich mich überhaupt nicht wohl ich zweifle die ganze Zeit an mir und komm da nicht raus.
    LG Pervin

    Antworten
    • liebe pervin,
      vorab – du hast hier mit vollem namen kommentiert – das würde ich dir eher nicht raten, weil man das über google dann immer finden wird. ich habe daher mal deinen nachnamen rausgelöscht 🙂
      ich kann aus deinen kommentaren nicht ganz rauslesen, ob du dich als emotional abhängig oder co-abhängig (siehe co-abhängigkeit) siehst. leicht ist es in keinem fall, weder so noch so – abhängigkeit bedeutet immer entzug und durch den muss man durch. das braucht kraft, motivation, durchhaltevermögen. aber du hast ein ziel vor augen! gesund zu werden (borderline ist ja auch kein kleines thema …) und wieder aufrecht und selbst-bewusst und um deinen selbst-wert wissend durchs leben zu gehen! ich wünsche dir ganz viel kraft und liebe dafür! sabine

      Antworten
  • Liebe Sabine,

    ich möchte dir schon mal vorab Danke sagen da dieser Artikel mir nur noch weiter die Augen geöffnet hat.

    Ich wusste schon seit Jahren das ich Abhängig von meinen Partnern bin. Egal ob Ex-Partner oder jetziger Partner. Das Schema war bzw. ist immer das gleiche. Während den Beziehungen verliere ich mich bzw. ich hatte mich selbst ja niemals und meine Verlustangst (die ich bereits seit Kindestagen habe) Panik bereits breitet sich immer mehr und mehr aus. Ich gebe mich in jeder Beziehung auf und fange an mich dem anzupassen um dem Partner zu gefallen, damit er ja bei mir bleibt!!! (Dies wiederum zeigt mir wie wenig ich selbst zu meiner Person stehe).

    Nach erfolglosen Versuchen therapiert zu werden, ob durch Hypnose oder Psychologen oder Freunden versuche ich jetzt selbst zu mir zu finden.

    Ich merke eigentlich wie schlimm es wirklich um mich steht und das rummeckern hier nichts bringt oder jemanden anderen verantwortlich zu machen. Ich weiß halt nicht genau was Selbstliebe ist bzw. kann es nicht definieren aber dennoch liebe ich so einiges an mir!!! Ich merke halt ich bin ein Mensch der extreme und schaffe es nicht den Mittelpunkt zu finden. Jetzt wo ich mich seit ca. 2 Jahren mit mir beschäftige will ich genauso für dieses Problem ne Lösung finden. Es ist eben nicht so leicht wenn man so viel zum nachholen hat. Ich lebte halt in meiner eigenen Welt meiner Luftblase und komme großteils mit der Realität Nüsse klar. Nichts desto trotz will ich mich öffnen all dem gegenüber und will Step Bye Step anfangen auch dieses große Problem (Abhängigkeit) in Angriff zu nehmen. Den mir ist bewusst geworden das egal welcher Partner in mein Leben kommt, wenn ich mich diesem Problem nicht stelle ich es niemals lernen werde bzw. darauf komm wie es ist mal selbst für sich zu sein!!!!!!!!!

    Ich

    Antworten
    • Liebe Liloo!
      erstmal danke für deinen ausführlichen kommentar. ohne dich jetzt näher zu kennen würde ich dir mal raten, dich eventuell mit dem thema hochsensiblität auseinanderzusetzen. falls begleitung für dich auch in frage kommt (weil da gibt es einiges, wie du leicht auf schiene kommen könntest ;)) melde dich doch bitte hinter den vorhängen bei mir … ich habe ganz viele klienten, die zuerst in therapie waren und dann zu mir kommen. und immer ist die antwort die gleiche: ich hab bei dir in 3 monaten mehr gelernt und weitergebracht als in 3 jahren therapie. also falls das eine option ist … ansonsten hier noch das buch, das eventuell für dich interessant sein könnte “zart besaitet” alles liebe!

      Antworten
      • Liebe Sabine,

        dankeschön für deine Hilfe aber wie gesagt ich möchte es dieses Mal anders machen.

        Ich habe eine sehr gute Freundin bzw. den besten Wegbegleiter überhaupt und weiß das ich mich ihr mehr öffnen kann als einem wildfremden Menschen. Das habe durch all die Therapien herausgefunden das es mir ziemlich schwer fällt mich so zu öffnen das die Hilfe bei mir auch ankommt. Ich sage nicht dass das Geld was ich investiert habe Geldverschwendung war, natürlich hat es mir innerlich geholfen, aber ich merke dennoch das so so wie ich es jetzt probiere ich mehr an mir ändere als Hilfe durch wen Dritten der mir total Fremd ist.!!!

        Dennoch Dankeschön!!!

        Antworten
        • fein, alles gute für dich!

          Antworten
        • Wenn ich mich mal dazu einbringen darf.. 😉 , ich, denke es ist völlig egal, von wo und von wem man Hilfe annimmt. Das muss man nicht persönlich nehmen. Hauptsache ist doch, dass es einem besser geht. ! LG

          Antworten
      • Hallo Sabine, darf ich fragen was hochsensible Menschen mit emotionaler Abhängigkeit zu tun haben? Ich habe mir das gar nie überlegt aber beim lesen von Liloos Text erkenne ich mich wieder.

        Ich hatte immer schlimme Erlebnisse mit Männern und jetzt habe ich einen Mann an meiner Seite der wirklich super ist. Aber leider auch sehr unabhängig. Und wenn er sich Zeit für sich nimmt bin ich immer im Panikmodus. Er sagt ja auch immer ich sollte mehr für mich machen, mehr unternehmen. Fahr in die Ferien mit deiner Freundin….klingt für mich wie wenn er mich loswerden will. Obwohls nicht so gemeint ist.

        Nur mit fast 40 Jahren, noch nie eine gute Beziehung vorher und dem unglaublichen Bedürfnis nach Nähe (knuddeln, umarmen, festhalten) welche ich in all den einsamen Jahren so unglaublich vermisst habe, will ich keine Sekunde mit ihm missen wenn wir Zeit haben füreinander.

        Dazu Verlustängste vom feinsten. Diese Gedanken, die mir immer einreden er wird gehen und ich steh dann da und weiss nicht mehr wie ich weitermachen soll.

        Therapien, Hypnose, Klopftherapie, Kinesiologie… ich glaube es gibt nichts was ich nicht schon versucht habe. Es hilft nichts.

        Je schlimmer es wird, desto mehr Freiheit braucht er. Ich fühle mich manchmal wie wenn er mir einen Gefallen macht mit mir zusammen zu sein und ich eigentlich eine Last für ihn bin.

        Es fällt mir schwer seine Unabhängigkeit zu verstehen, da ich so ein Gefühl und solche Bedürfnisse nicht kenne und nicht nachvollziehen kann. Ich könnte ja 24 Stunden/7 Tage die Woche Zeit mit ihm verbringen.

        Wenn ich dann gerade ein Tief habe und er mit sich selbst etwas unternimmt dann kommt Wut in mir auf und ich fühle mich ungeliebt. ( bin ich mir aber bewusst, dass es meine Probleme sind und habe es noch nie an ihm ausgelassen) Jedes Wort von ihm wird auf die Goldwaage gelegt bis ich einen beruhigenden Beweis habe, dass er mich noch in seinem Leben haben will. (Zb. Er redet von Dezember und ich denke: Oh, er plant noch im Dezemer mit mir zusammen zu sein)

        So kann ich langsam nicht mehr weitermachen. Es macht müde und kaputt.

        Nur wer kann helfen. Hat ja bis jetzt nichts funktioniert.

        Im Moment ist er für ein paar Tage weggefahren. Und ich leide und habe Kopfkino.
        Keine Ahnung wie ich auf deiner Seite gelandet bin. Google sei dank.

        Liebe Grüsse
        Evi

        Antworten
        • hallo evi,
          ich bin verwirrt, wer ist liloo? ich konnte da jetzt keinen zusammenhang finden.

          das muster ist dir schon klar – je mehr du drängst desto mehr geht er weg. du lässt ihm keinen raum sich dir anzunähern, weil du ihm sowieso permanent aufrückst. dass du ihn nicht verstehen kannst, mag sein – aber mir scheint auch, dass du dein eigenes bedürfnis für völlig “normal” hältst. symbiotisches verhalten ist nicht mal zwischen kindern und eltern empfehlenswert, was du hier schilderst mit 24/7 ist halt nur mit dem entsprechend gleichgepolten partner möglich. da du dir aber das gegenteil ausgesucht hast, geh ich mal davon aus, dass du hier etwas lernen “möchtest” 😉

          Antworten
          • Liloo hat weiter oben einen Beitrag geschrieben. Ich halte mein Bedürfnis nicht für normal und bin auch in Behandlung. Nur nützt leider nichts bis jetzt.

          • ach jetzt hab ich es gefunden, ja danke 🙂
            ich kann dir nicht sagen, warum deine behandlung “nicht greift” – wie auch schon bei liloo kann ich dir nur anbieten, dass wir hinter den kulissen das thema angehen. emotionale abhängigkeit ist so vielschichtig in ihren ursachen und sie aufzulösen geht bei jedem über einen anderen weg, weil der weg auch oft damit zusammen hängt, wie sie überhaupt erst entstanden ist. die einen hatten ein super liebevolles elternhaus und dann ein schlimmes erlebnis, die anderen wissen von klein auf nicht, was es heißt sich selbst zu lieben. jeder hat seinen eigenen weg in die sucht nach dem partner hinein und ebenso wieder hinaus.

        • Hallo Evi. Mir geht es genauso wie Dir. Magst Du mir vielleicht schreiben? Geteiltes Leid ist halbes Leid 🙂

          Antworten
  • Hallo,
    ich habe genau einige dieser Eigenschaften co Abhängigkeit. Es nach vielen Gesprächen und Selbststudium geschafft, auf den Weg der Unabhängigkeit zurück zu finden. Mein Partner ist Borderliner, was ich in der Phase der Verliebtheit nicht beachtet habe. Ich habe mich nach schweren Monaten psychischer Quälerei getrennt. Wollte nur sagen diese Partnerbeziehung zw. Borderliner und emotionalen Abhängigen geht gar nicht, in meinem Fall. Danke für die tollen und lehrreichen Beiträge.

    Antworten
  • Liebe Sabine,

    Vielen Dank für den großartigen Bericht!!!!

    Gibt es Bücher zu dem Thema die du besonders empfehlen kannst? Das würde mich sehr freuen, wenn du da Buchtipps hättest 🙂

    Ich befinde mich momentan in der Phase, das ich mein altes “Laufwerk” überarbeite (mit therapeutischer Hilfe ..- meine Ex Beziehung und die damit verbundene Emotionaleabhängigkeit…).

    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Herzliche Grüße,
    Juliane

    Antworten
    • liebe juliane,
      ehrlich gesagt ist emotionale abhängigkeit ein thema, das ich auch in der persönlichen aufarbeitung sehe. so richtig speziell würde mir dazu momentan kein buch einfallen. unter den weiteren tipps findest du generell meine buchtipps, ich kann vor allem alles – wirklich alles – von chuck spezzano empfehlen. emotionale abhängigkeit hat immer was auch mit sich selbst wieder in den mittelpunkt zu rücken zu tun und da finde ich seine sachen sehr wertvoll.
      alles liebe! sabine

      Antworten
  • Liebe Sabine,

    Auch meine Gedanken kennen keinen anderen wie ihn u ich habe sogar ein stalkhaftes Verhalten entwickelt. Das möchte ich gern ablegen. Aber wie?? Es ist wie eine Sucht.

    Er ist optisch ein richtiger Kerl. Macht was her, ist stark, schlau u dennoch unheimlich sensibel. Wir haben die tollsten Gespräche geführt. Waren sehr offen zueinander. Dann irgendwann riss das ab. Meine Nähe wurde ihm zu viel. Er verließ mich. Und das immer wieder. U nach jeder Trennung änderte ich all das was ihn störte ohne dass er viel ändern musste. Denn er gefiel mir bis auf die unzähligen Trennungen.

    Aber ich halte diese nicht mehr aus u würde dies gern ändern. Auch weil diese Beziehung meinen Sohn nicht gut tut. Ich bin emotional so abhängig, dass jede erneute noch immer sehr schmerzt. Er tut mir auch immer wieder Dinge an die eigentlich nicht zu entschuldigen sind. Ich tu es aber.
    Wie komme ich da raus? Ich sehe ihn auch ständig weil wir in einer Kleinstadt wohnen u meine Arbeit ist fast vor seiner Haustür.

    Antworten
  • Hallo Sabine,

    Das mit der Abhängigkeit haben mir sehr viele Freunde und meine Familie zu mir gesagt wie sie es geschrieben haben…ich bin noch ziemlich jung..und bin seid 2 Jahren von meinem Freund abhängig diese Zeichen von der Abhängigkeit was sie da geschrieben haben musste ich weinen weil das alles so zutrifft..ich möchte unbedingt von ihm weg kommen..ich traue mich nichtmehr das anzuziehen was ich möchte raus zu gehen mit meinen Freunden ich muss immer dann kommen wenn er es von mir verlangt und ich gehe dann auch meine Freunde sagen auch immer das sie mich nicht verstehen und ich endlich aufwachen soll..aber ich habe angst und alleine schaffe ich das nicht..ich werde immer wieder schwach wenn er vor mir steht oder sonstige Dinge… Er tut mir immer schreckliche Dinge an wirklich und das habe ich ihm verziehen..es War mal Monate lang das ich mich nichtmehr gemeldet habe es durch ziehen wollte er mir dann aufgelauert hat..mir nach gelaufen ist mich abgefangen hat das ich nicht Schluss mache aber ich merke das ich ihm nicht so viel bedeute wie er mir..

    Ein Beispiel er War vor Wochen feiern..er hat mich angelogen und ich habe es herausgefunden..dann habe ich zu ihm gesagt das ich es auch mache..dann hat er zu mir gesagt wenn ich das mache dann kann ich mich gleich verpiss weil er möchte keine Frau die feiern geht und sonstiges aber er kann machen was er will und ich muss Wie ein Hund hören..nur leider tu ich das schon..

    Ich brauch Hilfe!

    Antworten
  • Hallo Sabine, danke für diesen tollen Beitrag, er hat mir jetzt nämlich die Augen geöffnet, endgültig!
    Ich hätte da nur eine Frage, was wäre der erste beste Schritt den man jetzt tun sollte?

    Antworten
    • hey,
      danke für dein lob – ich bin auch verwirrt – die hälfte des artikels beschreibt doch genau die schritte, die dann dran sind? 🙂

      Antworten
  • Ich bin verblüfft und unglaublich froh !! Ich (w/18) Hab vor zwei Wochen in meine 3 jährige Beziehung beendet und mit einer beziehungspause weitergeführt . Ich wusste das ich da raus musste aber konnte mich nicht zu 100% erklären .ich recherchiere und finde deinen Beitrag ,Auch wenn wir jung sind aber trotzdem ich hab den Grund gefunden .er war und ist immer noch so sehr emotional abhängig ist ,er unterdrückt seine Interessen für mich ,er kann nie wieder ohne mich leben ,er würde seine ganzen freiezeitbeschäftigungen aufgeben um bei meinen konträren Altivitäten mitzumachen obwohl er sie nie leiden konnte trotz mehrere Versuche , bezeichnet mich als seine 2 Mutter und nach dem trennungsgespräch hat er zwei Tage mit Magenbeschwerden, Heulkrämpfen und Schlafstörungen rumgeschlagen.
    Ich höre mir dein potcast zum 2 mal an ,weil du mir die Augen geöffnet hast und ich ihm ein Grund nennen kann. Jetzt weis ich das ich eine Komplette Trennung durchführen muss ,damit er sich selbst aufbauen kann ohne mich . Wenn er glücklich sein kann ohne mich und ich meine “Befreiung ” endlich 100% genießen kann und ebenfalls mein Ding durchziehen kann ohne Rücksicht zu nehmen, dann können wir uns wieder sehen und gute Zeiten weiter führen mit neuen Anfängen
    Du bist eine klasse Frau mit einer tollen angenehmen Stimme 😉

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  • Liebe Sabine, jetzt erst habe ich Deinen Artikel gelesen und gehört. Danke dafür.
    Ich weiß auch erst jetzt, dass ich in einer emotionalen Abhängigkeit bin. Das ist auf jeden Fall nicht gesund!
    Einige der von Dir aufgezählten Anzeichen für emotionale Abhängigkeit treffen absolut zu, und darüber bin ich richtig erschüttert. Vor allem, dass mir das erst jetzt auffällt. Nach 1 1/2 Jahren! Ich habe mich viel zu sehr aufgegeben für ihn und bin eigentlich immer von mir aus auf ihn zugegangen. So gut wie nie kommt er auf mich zu. Allerdings Kritik höre ich nie, im Gegenteil, alles, was ich mache, ist super. Das ist es wohl, was mir so guttut. Andererseits mache ich natürlich auch nicht mehr alles, was ich gerne machen würde.
    Das Problem ist, dass er nicht nur 20 Jahre jünger ist als ich, sondern auch aus einem völlig anderen Kulturkreis kommt. Natürlich ist das interessant, aber die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, habe ich zu Anfang völlig unterschätzt.
    Für ihn gibt es viele Vorteile in der Beziehung zu mir. Daher bin ich ziemlich sicher, dass er irgendwie auch abhängig ist von mir, nur anders.
    Insgesamt kann ich – auch gerade nachdem ich Deinen Artikel gelesen habe – ganz gut reflektieren und weiß, dass ich da raus muss.
    Du hast einige hilfreiche Schritte aufgezählt, die ich hoffentlich durchhalte. Im Moment fühle ich mich stark, aber ich weiß auch, dass das schnell kippen kann.
    Danke jedenfalls für diesen großartiken Artikel!

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    • liebe britta, liebe inge,
      ich freu mich wenn ihr euch austauschen wollt. gerade bei emotionaler abhängigkeit ist es wirklich ein stück arbeit, sich wieder zu befreien und unabhängiger zu werden. die einzelnen schritte sind ja zum teil schon oben angeführt, wenn ihr euch gegenseitig unterstützen wollt schreibt mir, ich vernetze eure kontaktdaten gern per mail. wenn ihr das wollt, lese ich eure fortschritte auch gern hier in den kommentaren, ich bin sicher das ist für viele hilfreich! alles liebe, sabine

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  • Liebe Britta,
    mein Fall ist ähnlich Deinem, ich würde mich gerne mit Dir austauschen und wissen wie es Dir geht, welche Schritte Du unternimmst um da raus zu kommen. Vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen

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  • Hallo sabine!
    Ich bin gerade auf diese seite gestossen und muss sagen ich finde es toll das es sowas gibt! Denn ich befinde mich gerade mitten in einer sehr bescheidenen situation nach 5 jahren beziehung! Und ich glaube nachdem ich vor 2 tagen den schlussstrich gezogen habe brauche ich nun holfe !
    Lg laura

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    • liebe laura,
      bitte bedenke dass man nach einer trennung vorübergehend fast immer in eine phase der emotionalen abhängigkeit rutscht. das hat etwas mit den biochemischen prozessen im gehirn zu tun (weil du einen realen entzug durchlebst) und natürlich auch mit den psychoemotionalen phasen, die du jetzt durchläufst. wenn es natürlich ein dauerhaftes phänomen ist, dann sollten wir uns das anschauen!
      alles liebe, sabine

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  • Liebe Sabine,
    ich habe meinen Freund vor 3 Jahren bei einem Fotoshooting kennengelernt. Er ist aus der Türkei (Architekt und Fotograf), ich aus Deutschland (Schauspielerin und Model). Wir haben uns vor 2 Jahren verliebt und ich bin dann auf seinen Vorschlag hin nach nur 3 Monaten nach Istanbul gezogen. Er meinte, wir können von seinem Geld leben und werden heiraten, Kinder kriegen, eine Familie gründen. Wenn ich dort nicht arbeiten kann oder sonstwie nicht glücklich bin, kommt er mit nach Berlin. Trotz Zweifel hab ich alles hier hinter mir gelassen und bin zu ihm gezogen-voller Vorfreude auf eine gemeinsame innige Zukunft. Als ich ankam hab ich schnell gespührt, dass er viel arbeitet, sehr viel am Rechner sitzt und nicht wirklich Platz für mich in seinem Karriereleben ist. Ich hab das weggeschoben und angefangen immer mehr in eine Abhängigkeit zu rutschen. Ich saß Ende letzten Jahres fast jeden Tag in einer schönen Wohnung im Herzen Istanbuls am Fenster, hab raus gestarrt und mich gefragt warum ich überhaupt lebe. Mein Freund wollte nicht jetzt heiraten, Kinder hat er mir nicht zugetraut, also auch später, mit allem was ich wollte wurde ich vertröstet-egal wie klein es war. Also hab ich gedacht ich bin das Problem und falsch, nicht sexy genug, wichtig genug..,Wir hatten nur noch Streit und ich fing an mich sobald er meine Ansichten nicht verstand selbst zu schlagen, zu schreien, am Ende bin ich sogar zum Fenster gerannt um ihm zu zeigen, dass ich so verzweifelt bin das ich springen würde. Ich konnte mir ein Leben ohne ihn und ohne die ersehnte Familie nicht mehr vorstellen. Es kamen gar keine Schauspieljobs mehr und auch sonst hatte ich kaum soziale Kontakte und als ich mir eine Psychologin suchte wurde mir klar, dass ich mich komplett vernachlässigt hatte. Wir hatten eine Abmachung nur noch miteinander Fotos zu machen- in den sozialen Medien präsentierten wir uns als das Traumpaar: der Fotograf und die Schauspielerin. Er postete das ich sein ein und alles bin, zeigte aber im echten Leben immer weniger Interesse an gemeinsamen Plänen. Das tat weh. Mein Selbstbewusstsein wurde so gering, dass ich mich nur noch schämte und dachte, dass es kein Wunder ist, wenn keine Anfragen für Jobs kommen. Er drückte mich in eine Assistentenposition, die ich nicht wollte, aber ich machte die Konzepte für seine Shootings, fuhr durch die Stadt (ich war ja arbeitslos und er zahlte mein leben) und er erntete Ruhm und erwähnte nie wer der Kopf hinter allem ist. Parallel dazu sagte er mir wie besonders ich bin
    und talentiert als Schauspielerin und Model und das er niemanden wie mich kennt, aber Fotos machten wir kaum noch-das wurde auch aufgeschoben. Ich war emotional komplett abhängig von jedem Wort, allem was er tat und nicht tat und er sagte alles und tat davon nahezu nichts. Ich merkte ich muss weg, zurück nach Berlin-wenigstens für eine Zeit, um endlich wieder zu mir zu kommen und um meinen Beruf ausüben zu können in meiner Sprache. Ich hab ihn gefragt ob er wie besprochen mit kommt, wir uns hier was aufbauen, aber er meinte et kann das nicht und ist glücklich mit seinem Leben dort und es wäre ein Risiko weil es ihm so schlecht gehen könnte wie mir in letzter Zeit- so will er nicht fühlen. Da dachte ich ich trenn mich-so sehr schmerzte das. Ich tat es nicht, ich wollte zu sehr das wir glücklich werden (ich durch uns) und ging nach ewigem zögern und inneren Kämpfen vor drei Monaten zurück. Seitdem entfernte er sich, war kaum zu erreichen. Das machte mir Angst ihn zu verlieren. Wenn er mich besuchte war er wunderschön (er war 2 mal hier) und dann war er wieder unerreichbar. Vor drei Wochen war ich auf dem Weg zur Besserung, hatte ein Zimmer gefunden, wollte ihn am nächsten Tag eine Woche besuchen, wir hatten einen Job zusammen vor uns und wollten ein paar Wochen später nach Island reisen. Ich war so glücklich endlich wieder bei mir anzukommen aber auch mit ihm unbeschwerte Zeit vor mir zu haben. Er wollte kurzfristig, dass ich was für unseren Job erledige. Ich hatte den Tag vollgeplant und war nicht sicher ob ich das erledigen konnte. Darauf hin beschimpfte er mich in Nachrichten als faul und undankbar. Nachdem ich die Besorgung doch gemacht (und dafür zwei wichtige Termine von mir abgesagt hatte) stellte ich ihn am Telefon zur Rede und sagte das mich seine Nachrichten sehr verletzten. Er sagte sie verletzen mich nicht und er steht zum Inhalt-ich sei wie er sagt. Auf erneutes versuchen ihm zu sagen wie weh mir das tut sagte er das seien nur meine Ängste und nicht sein Problem und ich lüge. Daraufhin wurde ich wütend und brüllte, dass ich nur ein Geschenk für ihn kaufen wollte und deshalb Zeitnot hatte und da legte er auf und sagte er will mich nicht mehr sehen, weil ich versprochen hatte nie mehr zu schreien. Ich entschuldigte mich tausendmal, aber er sagte ich hatte genug Chancen in der Beziehung und nun reicht es. 30 Minuten später schickte er mir bei whatsapp eine Nachricht in der er Schluss machte. Ich solle nicht kommen-er verriegelt alle Türen und schickt mir so bald es geht meine Sachen. Ich soll weder ihm noch mir was vorlügen: ich werde mich nie ändern. Er kann nicht mehr und hatte noch nie so viele Probleme und Zweifel und er will sich nicht mehr verletzen. Seitdem hat er sich nicht mehr gemeldet. Meiner besten Freundin hat er erklärt er will das ich lerne mich selbst zu lieben und weil er alles andere versucht hat war das die einzigst unversuchte Option. Er liebt mich über alles und will Kinder, hat am Tag des Flugs auf mich gewartet und er ist so kaputt, weil er sich seit 2 Jahren nicht um sich gekümmert hat. Ich kämpfe täglich mit Panikattaken, fühle mich endlos schuldig und bin wie gelähmt. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Auf meine Nachrichten vor ein paar Tagen antwortet er nicht und heute ist mir schlagarg klar geworden, dass ich emotional komplett von ihm abhänge. Auch von Freunden, die ich in schlimmen Angstzuständen anrufe. Ich bin komplett arm, obdachlos und existentiell am Ende (hab ich mich doch bis zum letzten Moment auf ihn gestützt-er sagte immer wir sind doch eine Familie) und bin trotzdem zu gelähmt um aktiv zu werden und mich zu retten. Zum schauspielen schäm ich mich gerade ( hab ich doch den Mann meines Lebens verschreckt) und für alles andere hab ich kein Gefühl. Ich denke nur an ihn als würde mein Leben nur mit ihm möglich sein. Das ist so traurig. Ich war vor zwei Jahren sehr beliebt als Künstlerin und hatte viele Freunde. Jetzt fühl ich mich wie nichts. Wie komm ich da wieder raus? Wie kann ich mich emotional lösen und wieder ich werden? Ich vermisse mich und das Gefühl von emotionaler Freiheit. Viele liebe Grüße!

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    • liebe hannah,
      erstmal danke dass du dich hier so öffnest. emotionale abhängigkeit zu lösen ist ein weg – kein einmaliger schritt. genau so wie du langsam in die ursachen dafür “hineingewachsen” bist, genauso musst du dich entsprechend im tempo wieder lösen. die trennung ist der erste schritt, wobei ich in deiner beschreibung nicht allles verstanden habe (vor allem den punkt “meiner besten freundin hat er gesagt …”)
      sich aus einer emotionalen abhängigkeit zu lösen und zu befreien ist meist eng verbunden auch mit einer trennung vom “suchtobjekt” – insofern tut er dir vielleicht einen gefallen, wenn er nicht antwortet.
      natürlich ist dein leben ohne ihn möglich – nur siehst du es nicht.
      hast du je überlegt, einen schritt in die öffentlichkeit zu machen – du als DU? wie vielen frauen könntest du mit deiner geschichte in irgendeiner form weiterhelfen? sei es anonym oder noch mehr mit deiner öffentlichen person?
      falls du irgendwie interesse hast, ich hab so die idee eines podcast-interviews im kopf, dann melde dich gerne.
      alles liebe! Sabine

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  • liebe sabine, ich bin mit meinem freund jetzt fast drei jahre zusammen. zwischenzeitlich hatte ich mich schon mal getrennt. bei mir ist es so, dass ich immer wieder das gefühl habe zu kurz zu kommen.er arbeitet viel und wir verbringen nur die wochenenden miteinander und selbst dann gibt es fast kein intensives zusammensein. ich bin total unzufrieden und verletzt und ziehe mich dann für eine weile von ihm zurück, weil ich denke das ich ihm egal bin. ist das von meiner seite auch eine emotionale abhängigkeit? liebe grüße Jutta

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    • liebe jutta,
      das lässt sich so einfach nicht sagen, da fehlen einfach zu viele informationen. ich würd mir aber generell die frage stellen – wenn ich 3 jahre lang immer das gefühl habe zu kurz zu kommen, warum bleibe ich? warum dieses ewige du liebst mich nicht – also ziehe ich mich zurück – spielchen? damit er dich wieder einfangen kann, um sich dann selbst wieder zurückzuziehen? nähe und distanz sind ein dauerthema in meiner praxis 🙂 liebe grüße, sabine

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  • Liebe Sabine,
    Gibt es auch Wege eine Beziehung fortzuführen, wo der eine Partner emotional abhängig geworden ist, jedoch dies eingesehen hat und daran arbeiten möchte? Gibt es eine Chance, dass es funktioniert?

    Antworten
    • liebe anna,
      ich glaube ganz bestimmt nicht, dass sich alle paare trennen um hier dem einen partner die chance auf überarbeitung seiner muster zu geben 😉 vielmehr ist es oft so, dass der unabhängige partner einfach genug von seiner rolle hat und sich dann trennt und dann erst nach dem beziehungsaus bzw dem großen liebeskummer die erkenntnis für den/die verlassene bleibt, dass man emotional abhängig geworden ist. aber wenn du noch in der beziehung drauf kommst, spricht ja nichts dagegen! viel glück für dich!

      Antworten
  • Hallo Sabine,
    Bin seit 21 Jahren verheiratet und befinde mich in einer sehr starken emotionalen Abhängigkeit mit starken Verlustängsten, die nun unsere Beziehung langsam zerstören.
    Ich würde mich riesig freuen, von Dir Hilfe zu bekommen.
    V.G.

    Antworten
    • liebe regine,
      bitte nicht mit nachname im netz kommentieren, das kann jeder arbeitgeber oä nachlesen 🙂 emotionale abhängigkeit aufzulösen ist ein weg, kein fingerschnipp (leider). wenn ich dich dabei begleiten darf, melde dich doch bitte bei mir!

      Antworten
  • Hallo liebe Sabine,
    vielen herzlichen Dank für Deine Arbeit !
    Liebe Mitleserinnen, falls sich jemand austauschen möchte, würde ich mich sehr freuen!
    Ich bin noch dabei herauszufinden, was mit mir los ist.
    Mein Partner und Vater unserer Tochter verunglückte bereits sehr jung. Mittlerweile bin ich 50 Jahre alt und habe es nie aufgegeben, nochmal mit einem Mann glücklich zu werden, habe jedoch stattdessen einige gescheiterte Beziehungen hinter mir – immer habe ich sehr lange und heftig unter den Trennungen gelitten.
    Die letzte Beziehung habe ich nach 4 Jahren schweren Herzens beendet.
    Es war nicht die erste Beziehung, bei der ich in eine Abhängigkeit gerutscht bin. Mein LG war sehr besitzergreifend, wollte mich 24/7 für sich beanspruchen. Habe jedoch immer wieder versucht, mir etwas zeitlichen Freiraum zu erkämpfen, was für eine Menge Zündstoff gesorgt hat.
    Das war sehr anstrengend, dennoch hatte ich (dadurch ?) das Gefühl, er würde mich lieben.
    Mein Partner hatte/hat eine innige, (wenn auch laut seinen Aussagen nur noch freundschaftliche) Beziehung zu seiner Ex -Geliebten, mit der er ein langjähriges Verhältnis während seiner Ehe führte.
    Auch versuchte er immer wieder andere Frauen kennenzulernen, hat viel geflirtet.
    Mir gegenüber war er sehr eifersüchtig – wobei es dafür nie Gründe gegeben hätte.
    Er hat mich sehr gebraucht, es schien so zu sein, dass er von mir emotional abhängig wäre.
    Wir haben uns kurz nach seiner Scheidung kennengelernt und es ging ihm alles andere als gut. Ich habe alles daran gesetzt, ihn zu stützen, ihn wieder aufzubauen – je stärker er jedoch wurde, um so mehr hat er mich verbal angegriffen und ich hatte Angst, er würde mich irgendwann auch körperlich angreifen. (Zumal das bereits mit seiner Ex – Frau geschah)
    Ich habe trotzallem lange an uns geglaubt und die Probleme auf schwierige Lebensumstände geschoben.
    Wir habenZukunftspläne gemacht, er wollte ein Haus kaufen, indem wir leben könnten – ( ich hatte nur eine Mietwohnung – in der wir ebenfalls bereits gemeinsam lebten.)
    Allerdings ergaben sich einige Schwierigkeiten, da die finanziellen Angelegenheiten mit der Ex -Frau lange nicht geklärt werden konnten. So habe ich gehofft und gewartet und ihn wirklich sehr unterstützt, damit sein Leben nicht völlig im Chaos versinkt.
    Ich war all die Zeit sein Fels in der Brandung.
    Oft hat er mir gesagt, dass er ohne mich völlig verloren gewesen wäre, trotzdem schien er mich immer weniger wertzuschätzen.
    Als die finanziellen Angelegenheiten nach 4 Jahren schliesslich endlich geregelt waren, kaufte er ein kleines Haus.
    Ich sollte auch dort leben – jedoch anders als besprochen, sozusagen als “Untermieterin”. Besprochen war, wir würden es gemeinsam kaufen.
    Von diesem Zeitpunkt an, wurde er auch sehr beleidigend mir gegenüber, besprach unsere privaten Probleme mit der Ex -Geliebten oder anderen Personen.
    Ich wurde immer verzweifelter, mittlerweile litt (und leide ich) an einer Erschöpfungsdepression, versuchte noch ein ganzes Jahr, die Probleme zwischen uns zu klären, was mir jedoch nicht gelang, zog ich mich schliesslich zurück und beendete völlig hilflos unsere Beziehung.
    Jetzt – einige Monate später, bin ich diejenige die immer noch unglaublich unter der Trennung leidet, ich habe auch niemanden, mit dem ich darüber sprechen könnte, habe mich völlig aus der Welt zurückgezogen und habe mittlerweile starke gesundheitliche Probleme. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen, jemals wieder eine Beziehung eingehen zu wollen, habe all mein Vertrauen in mich selbst verloren und die Angst, noch einmal so etwas durchmachen zu müssen, lähmt mich geradezu.
    Ihm scheint es gut zu gehen, wie er mir berichtete ist er dabei, sich eine neue Partnerin zu suchen.
    Ich tue mir schwer in Worte zu fassen, wie es mir geht. Ich vermisse die schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben – wünsche mir wie ein kleines Kind, alles könnte “irgendwie gut werden” – versinke im Schmerz und weiß doch, dass es keine Chance gibt für uns als Paar.
    Bevor ich ihn kennenlernte war ich mit meinem Leben zufrieden, war stark und habe alles gut geregelt bekommen, ich war auch nicht auf der Suche nach einem Mann – es ging mir gut mit mir allein.
    Vier Jahre später ist es, als wäre ein Tornado durch mein Leben gezogen, der alles Gute mit sich genommen hat und nur Chaos hinterlassen hat.
    Ich habe das Gefühl, dass es sich nicht um gewöhnlichen Liebeskummer handelt (der ja an sich schon schmerzhaft genug ist). Kann es sein, dass ich nun diejenige ist, die emotional abhängig ist? Wie sonst lässt es sich erklären, gedanklich an einem Menschen festzuhalten, der einem nicht guttut?
    Ich hoffe, ich erhalte eine Antwort- damit ich irgendeinen Weg für mich finden kann um aus dieser Situation herauszufinden.
    Die Therapie, in der ich mich befinde, hilft mir nicht.
    Vielen herzlichen Dank für Deine Zeit und Mühe.
    Sonja

    Antworten
    • liebe sonja,
      dann wechsle den therapeuten und die therapieform. reine gesprächstherapie könnte evtl nicht das richtige für dich sein. ich arbeite SO oft mit menschen die vorher 2 jahre in therapie gehen und dann in 3 monaten mit mir mehr erreichen als in allen jahren davor. manchmal muss man nur die richtige form finden! alles liebe, sabine

      Antworten
  • Liebe Sabine,
    ein toller, hilfreicher Artikel zu einem bisher viel zu wenig beackerten Thema! Es gibt übrigens ein ganz gutes Buch dazu, das sich explizit mit emotionaler Abhängigkeit befasst:

    Heinz-Peter Röhr: Wege aus der Abhängigkeit. Destruktive Beziehungen überwinden (dtv).

    Liebe Grüße, Nina

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  • Hallo Sabine
    Ich wollte fragen ob wir beide E-mails tauschen könnten, ich bräuchte ihre Hilfe..

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  • Hallo Sabine mir geht es ähnlich wie Till ist es möglich mich mit ihm zu verlinken. Wäre schön , Wenn man das erstmal fesgestellt hat bei siech ist das erstmal ein Schock. Aber deine Schritte hier heraus siend sehr hielfreich für mich .Es wird mir vieles klar.habe noch keinen Weg gefunden mit meiner Freundin darüber zu reden ob wohl wier uns alles sagen .Wir siend jetzt sei d 14 Jahren zusammen .Und machen alles zusammen. Wir geben seit meheren Jahren Seminare und das verstrickt sich emotional bis es an die Schmerzgrenze kommt.ich seh mich als innerlich stark .Aber ich bin an einem Punkt angekommen wo ich erkennen muss das es mir zu viel wird.Da es auf meine Existenz geht.Ich finde das nicht mehr gesund.

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  • Dankre für deine Antwort.

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  • Hallo!
    Auf der Suche nach Antworten, Hilfe und vor allem Menschen mit ähnlichen Problemen, bin ich auf dieses Forum gestossen. Ich war überrascht, aber auch irgendwie erleichtert, dass ich nicht allein damit bin. Deshalb überwinde ich jetzt meine Scham und erläutere meine Situation.
    Ich bin seit Kurzem 30 Jahre geworden und seit 3 Jahren in einer “Beziehung”.
    In meiner Kindheit erfuhr ich, für mein Empfinden, zu wenig Zuneigung von meinen Eltern, da diese selbst unter psychischen Problemen leiden. Sie umarmten oder berührten mich nie und drehten sich meistens nur um ihre eigenen Sorgen. Mit 18 versuchte ich mich dann von ihnen emotional und räumlich zu distanzieren da ich merkte, dass sie mich sonst irgendwann “zerstören” würden. Ich zog in eine andere Stadt und begann ein Studium. Da ich damals jedoch stark unter einer Sozialphobie litt, brach ich nach dem 2. Semester ab und begann eine Ausbildung zur Konditorin. Trotz der unzumutbaren betrieblichen Zustände, beendete ich die Ausbildung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie engeren Kontakt mit einem Jungen oder Mann, weder berühren oder küssen etc. Ich war nun 27. Doch ich merkte, dass mir diese Nähe fehlte und die Neugierde wuchs.
    Als heillose Romantikerin, wollte ich jedoch in Sachen “Liebe” keine Kompromisse eingehen und wartete auf diesen perfekten Filmmoment und den perfekten ersten Partner. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf meine Arbeit, was in der Gastronomie mit Arbeitszeiten von 10 bis 12 Stunden pro Tag, kein Problem war. Die Überlastung im Beruf führte bald dazu, dass ich einen Autounfall hatte, Totalschaden, aber nur leicht verletzt… doch ich war psychisch schon sehr überstrapaziert und überlastet… wollte es jedoch nicht wahrhaben.
    Wie ich es gewohnt war rappelte ich mich auf, fand einen neuen Job in einer neuen Stadt und wollte mal wieder von vorn beginnen. Dort begegnete ich dann in einem perfekten Filmmoment einem Mann und ich dachte, alle meine Hoffnungen würden mit ihm erfüllt werden.
    Alles war gut bis zu dem Abend an dem ich dachte, er wolle Schluss machen. Das war das Ereignis, dass das Fass zum Überlaufen brachte. Von einer Sekunde zur nächsten brach der Boden unter meinen Füssen weg, ich war wie benommen, konnte nicht mehr klar denken, fühlte mich schwach und hatte plötzlich diesen unfassbaren Schmerz in mir. Ich versuchte diesen Schmerz zu beenden, indem ich versuchte mich selbst zu töten.
    Ein Aufenthalt in der Psychiatrie folgte. Nach dieser Zeit begann ich wieder neu, orientierte mich beruflich um und zog weg von ihm in eine andere Stadt. Ich brach den Kontakt zu ihm ab und spürte, wie ich langsam wieder zu mir fand.
    Mein Freund verstand die Situation nicht und sagte im Nachhinein er wollte an dem Abend nie Schluss machen und auch jetzt nicht.
    Er kommt aus dem Ausland und hat aufgrund seines kulturellen Hintergrundes, kein Verständnis für psychische Leiden oder Erkrankungen. Er verstand die Situation und meinen Zustand in keinster Weise, auch wenn ich versuchte es ihm zu erklären. Er wollte weiter mit mir zusammen sein. Wir blieben also weiterhin zusammen und in dieser Zeit wurde er zu meinem emotionalen “Anker”. Damit entstand also der perfekte Nährboden für eine Abhängigkeit. Wir wohnen zwar getrennt, doch am Wochenende und für Praktikazeiten bin ich bei ihm. Bin ich in meiner Wohnung drehen sich die Gedanken nur darum wo er ist, was er tut und mit wem. Er gibt mir eigentlich nicht die Art von Nähe, Verständnis und Zuneigung die ich brauche, doch momentan ist er der einzige Mensch den ich habe. Ihm ist die Nähe auch zu viel, da er eigentlich Zeit für seine Arbeit benötigt…doch er lässt es zu. Er leidet unter meiner Eifersucht und unter der Nähe, der Kontrolle die ich manchmal ausübe. Alles hat sich zum negativen entwickelt. Die einst liebevolle, von Respekt geprägte und angenehme Beziehung hat sich zu etwas Starrem und Zerstörerischen entwickelt, für uns beide. Doch ich schaff es nicht Schluss zu machen und er auch nicht.
    Ich hab es tausendmal probiert, doch jeder gescheiterte Versuch hat nur dazu geführt, mich noch schwächer und unfähiger zu fühlen.
    Es ist ein scheinbar nie endender Teufelskreis.

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    • hi
      erstmal vielen dank für deine offenen worte und den MUT deine geschichte mit uns zu teilen.

      hast du denn je unterstützung gesucht? du schreibst hier nichts von therapeutischer begleitung oä, üblicherweise kommt das ja bei selbstmordversuchen ganz automatisch ins spiel.

      was du hier beschreibst, passiert zwar oft – das kann und will ich aber in den kommentaren nicht “auffangen” oder “bearbeiten” – dazu ist es mir zu heikel. wenn für dich begleitung eine option ist (ja, meine arbeit ist kostenpflichtig, ich erhalte keine förderungen wie andere öffentliche stellen), dann überstütze ich dich gerne bei deinem weg da raus.
      alles liebe! sabine

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  • Hallo Allerseits

    Ich (w/26) bin seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen (36)…
    Letztes Jahr im Februar fing er intern eine neue Stelle an: da fing alles an…
    Er war nur noch genervt, hing am Handy, gab mir keine grosse Aufmerksamkeit usw…
    Ende November`16 hatte er eine Depression/Burnout? und ich habe nur noch geweint und ging für zwei Wochen zu meinen Eltern wohnen, dass er Zeit für sich findet und nicht auf mich Rücksicht nehmen musste. Dies hat mich innerlich so zerstört. Ich habe jeden Tag geweint, auch auf der Arbeit, ich sah kein Licht. Meine Gedanken waren: Er liebt mich nicht mehr, er will sich trennen. Mir wurde Wort wörtlich der Boden unter den Füssen weggenommen.

    Naja, seit als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich mich nicht freuen können, ich fing an, alles in Frage zu stellen und fing dann an, Fehler bei ihm zu suchen. Ich war dann noch 5x bei einer Psychologin, diese konnte mir dann auch ein bisschen helfen…
    Dies alles erfolgte mit starken Zukunftsängsten & panische Attacken,.. Ich konnte auch nicht mehr alleine zuhause bleiben und alles war soo schlimm für mich. Er musste mich dann immer in den Arm nehmen. Ich habe schon am Morgen angefangen zu weinen & manchmal (Wochenende) den GANZEN Tag (Migräne AHOI)…

    Vor 2 Wochen waren wir noch in Italien Ferien machen, Diese Ferien waren auch nicht besonders gut gewesen, da er immer schlechte Laune gehabt hat und immer irgendwas was ihn störte BIS ich durchgedreht bin…Wie in einem Film am Strassenrand mit Motorrad, habe ich ihn angeschrien und ihm vorgeworfen, dass er ein Egoist sei und keine Rücksicht nimmt, Ich seine Bedürfnisse über meine stelle und alles mache, nur damit es ihm gut geht..aber sag ich mal, dass ich Migräne habe, sagt er nur: “ja dann rauche nicht du bist selber Schuld,”, aber dass ich ihm den Kopf 3 Stunden massiert/gekrault habe als er Kopfschmerzen hatte, hat er vergessen. ABER er gab mir recht, er meinte dann, dass er es selber merkt wie er drauf ist…

    Nun, ich habe dann vor ein paar Wochen festgestellt, wie ich Abhängig bin von ihm. Ich kann Morgens mit der besten Laune aufstehen, er kann mir diese innerhalb von einer Minuten kaputt machen, indem er einfach KEINE gute Laune hat…Ich war schon immer ein sehr glücklicher/aufgestellter & positiver Mensch, aber er zerschmettert mich so schnell. Wenn ich ihm das sage, sagt er: schau nicht auf mich, geh raus oder unternimm etwas für dich wenn ich so drauf bin…ja toll, das kann es doch au nicht sein.
    Ich weiss (durch Gespräche mit anderen) dass er grossen Stress auf der Arbeit hat (er ist sehr gefragt dort und hat grosse Verantwortung) PLUS ist er in einem Alter, seine Freunde werden krank, seine Eltern haben viele Beschwerden und und und..ist mir alles klar und verständlich, aber er nimmt keine Rücksicht auf mich, ich möchte doch nur ein bisschen in den Arm genommen werden,
    Egal was ich mache, ich habe ihn im Kopf: Was wird er dazu sagen? Wie wird er reagieren? Wie soll ich es ihm sagen? Was möchte er heute essen? Wird es ihm gefallen? usw…

    Heute habe ich ´nach Langem ein Heul-Tag & habe ihm gesagt, dass ich mich mit ihm nicht mehr in der Zukunft sehe, wenn dies so weiter gehen sollte. Es raubt mir meine Kraft & Energie…Ich habe fast 10KG zugenommen und habe Pickel im Gesicht, weil mich diese Situation auffrisst.
    Ich nahm mir dann heute vor, dass ich nur noch auf mich schaue. Ich werde mich mehr auf mich konzentrieren und habe dies ihm mittgeteilt und er fand dies eine gute Idee. Ich habe wie ein Baby geheult und fand dann diese Seite, die mir so geholfen hat & vor allem, als ich sah, dass ich nicht alleine mit solchen Problemen bin. Ich bin emotional am Ende. Ich habe auch Angst, wenn ich ihn verlassen würde, dass ich ihn so fest vermissen würde, dass ich nicht leben kann (was natürlich nicht so sein wird) Ich möchte ihn ja nicht verlassen, aber so kann ich mir keine Zukunft vorstellen. Bis letztes Jahr konnte ich mir Kinder mit ihm vorstellen & zu heiraten, aber seit Januar geht das nicht mehr.

    Da ich bis jetzt immer nur mit Frauen gesprochen habe, habe ich mich mal mit einem Arbeitskollegen unterhaltet, der im gleichen Alter ist wie mein Freund.
    Er meinte: Sei mir nicht böse, aber diese Aufmerksamkeit die du willst, ist für mich ein “Teenagerverhalten” dein Freund ist erwachsen und hat viel erlebt, er ist für dich da wenn du ihn brauchst und ihr wohnt zusammen, da ist alles in Ordnung so…

    Naja, heute habe ich den ganzen Tag geweint, und ihm gesagt, wenn er sich nicht ändert & auch ich nicht, kann ich nicht länger mit ihm zusammen sein, da dies für mich Energie/& NErvenberauben ist.

    Ich nahm mir jetzt vor, dass ich nur noch für mich schaue, ich werde so tun, als ob ich alleine wäre aber ignorieren werde ich ihn nicht dabei. Ich versuche mich selbst zu finden, indem ich keinen Wert auf seine Meinung mehr lege. Schon nur als ich gemerkt habe wie abhängig ich von ihm bin, tat mir diese Einsicht gut.

    Falls jemand Tipps für mich hat, kann er sich gerne melden. Ich recherchiere gerne im Netz und bin immer dankbar wenn ich merke, dass ich nicht alleine bin. Mir geht es emotional gar nicht gut, aber ich denke, dass Kämpfen lohnt sich. Mein Gedanke ist, nicht er muss sich für mich ändern, sondern ICH für MiICH. & daher meine ich, gleich die Beziehung aufzugeben, auch wenn ich schon seit einem Jahr immer wieder Schwankungen habe, ist nicht die Lösung für das Problem. Das Problem kann ich selber für mich lösen und dann kann ich auch stärker in der Beziehung stehen….

    Ich wünsche allen viel Kraft & Erfolg und Unterstützung im Selbst-Finden-Prozess.

    Antworten
  • Hallo Mary.
    Deine Mail / Geschichte passt sehr zu meine.
    Ich weiß, welche Folgen das alles haben kann und trotzdem schaffe ich es einfach nicht, mich zurückzuhalten. Wir sind seit 2 Jahre zusammen u verlobt. Ich war auch Schwanger bzw. hätte eine Fehlgeburt. Das ist jetzt 11 Monate her.
    Nun fühlt er sich eingeengt und genervt. Ich möchte absolut nicht, dass diese Beziehung in die Brüche geht. Ich habe genau heute entschieden für paar Tage auszuziehen um nachzudenken und hoffe, dass das was bringt. Ich hoffe das dies auch eine gute Entscheidung war/ ist und nicht das es dadurch schlimmer wird. Schlimm ist aber auch eher, dass ich nicht weiss wohin. Bin damals zu ihm gezogen und meine Familie und Freunde wohnen ziemlich weit weg. Muss natürlich zur Arbeit.

    Hätte gerne mal bitte eure Meinung dazu.

    Antworten
  • Hallo,
    Super Beitrag mal wieder! Lese hier gerne mit!

    Leider befinde ich mich momentan in einer Abwärtsspirale, habe aber den ersten Schritt schon geschafft. Mein Partner und ich sind jetzt ca 2 Jahre zusammen immer wieder gab es on/offs, diese gingen immer von ihm aus. 3-mal hat er das Spiel hin und her gemacht und ich habe ihn immer zurück genommen, leider ohne das er wirklich etwas dafür tun musste ( natürlich dumm von meiner Seite)
    Er trenne sich jedes mal weil er keine Liebe mehr spüre und nach ein paar Wochen oder zuletzt Monate (halbherziges bemühen) stand er wieder vor der Matte.
    Wir waren in Phase 4, er behandelt mich eigentlich immer gut, bis zu einem gewissen Punkt. Er erkundigt sich nach mir, ruft an, kommt Überraschungsweise vorbei, will sich treffen. Er ist selbstständig und verändert sich gerade und hat Existenz Ängste und viel beruflichen Stress. Er sagte er wusste nicht, wann er sich das nächste mal bei mir melden kann. Meine Alarmglocken schellten sofort! Will er sich wieder trennen? Ich gab ihm die Zeit : 3 1/2 Wochen funktstille kein Kontakt seiner seits, ich habe mich auch auf mein Leben konzentriert und ihn machen lassen. Mich einmal kurz gezeigt um ihm zu signalisieren “Hey ich bin noch da”, ihn zu seinem Geburtstag angerufen, getan als sei alles cool. Aber keine Reaktion. Ich bat ihn nach einem Treffen damit er mir zeigen konnte es liegt ihm noch etwas am meiner Person. Aber er setze noch einen drauf mit den Worten : Ich kann alles mit dir machen, du bist wie meine Marionette (welche Frau würde das mit machen, so lange kein Kontakt), ich hab das Gefühl für dich gibt es kein Leben mehr ohne mich, du trennst dich doch sowieso nicht von mir, sogar wenn ich dich betrügen würde würdest du bei mir bleiben. Ich sage nie “nein” und lasse mir alles gefallen. Ich bin abhängig von ihm, sagte er. Ich solle mir doch überlegen ob ich so noch glücklich werde und mir besser überlegen, ob ein anderer Mann mich nicht glücklicher mache, weil er mehr Zeit und Anerkennung mir entgegen bringt. Was fange ich mit solchen Aussagen an? Er ist sich meiner zu sicher. Klingt so als wolle er sich trennen diesen Schritt aber nicht gehen zu wollen, um wieder der Buh- Mann zu sein und sich wieder etwas von seiner Familie anhören zu müssen ( alle waren der Meinung er erlaube sich zu viel mit mir und schätze mich nicht)
    Er hat den Respekt vor mir komplett verloren, so kommt es mir vor. Um die Abwärtsspirale nicht weiter zu fördern, weil ich das Gefühl hatte selbst abhängig zu sein, beendete ich die Beziehung. Wir diskutierten und er wiederholte “du bist wie meine Marionette, nie sagst du nein, er wolle sich nicht trennen – wieso sich, ich sei doch immer für ihn da, wenn er gerade Lust auf mich hat). Ich wollte ihm die Augen öffnen das er endlich aufwacht und mich sieht, dass ich nicht alles mit mir machen lasse, habe mich auch über die letzten Wochen empört sich einfach nicht zu melden 4 Wochen lang, wobei eine Nachricht 10 sek im Anspruch nehme. Er begründete dies mit seiner Arbeit.
    Wir verabschiedeten uns mit dem Worten : dann gucken wir mal was die Zukunft bringt, ob wir uns nochmal sehen etc…

    Ich liebe ihn eigentlich sehr, aber will mir das nicht mehr gefallen lassen und nicht in seinen Augen abhängig wirken, dadurch das ich in zurück genommen habe mehrfach, war er sich aber leider auch sehr sicher und ich oft ängstlich er würde mich wieder verlassen. Er liebe mich, wir seien für einander bestimmt, er brauche mich und ich ihn, kein Leben ohne den anderen..etc.

    Wie ist ihre Meinung zu der Lage?
    Ich weiß iwo hat er Recht ich bin abhängig, aber ich habe ihm jetzt gezeigt, Hey so nicht mehr mit mir. Wenn mir das zu viel wird, befreie ich mich, ich will nur das er das endlich sieht und ich nicht länger sein Spielball bin.

    Antworten
    • sorry, aber wenn ich das so lese hab ich den eindruck – er hat völlig recht mit seiner einschätzung. “wenn mir das zuviel wird, dann befreie ich mich” – wann ist es denn zu viel?

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      • Warum trennt er sich denn dann nicht einfach wenn ihn die Abhängigkeit doch so stört? Es kommt mir vor als hätte er mich überzeugen wollen das ich mich selbst trenne, damit er nicht mehr so sch** zu mir sein muss.
        Ich hab das Gefühl der ohnmacht, indem ich die Entscheidung der Trennung getroffen habe, ohne richtig dahinter zu stehen.
        Ich würde gerne mehr Wert von ihm bekommen. Ich möchte mich so nicht behandeln lassen – ich möchte gesehen und gehört werden und Anerkennung bekommen.

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        • schau, du sagst DU möchtest nicht mehr so behandelt werden – aber die konsequenz soll ER ziehen, ER soll sich verändern.

          wenn DU aber nicht mehr so behandelt werden möchtest, musst schon mal DU die konsequenz ziehen. du kannst die verantwortung nicht abgeben und sagen, “na und, bin ich halt emotional abhängig, soll er doch schluss machen wenn es ihm nicht passt.” du bist doch herrlich bequem für ihn, er kann dich haben wenn er dich will und links liegen lassen wenn er seinen freiraum will. warum soll er da aus seiner sicht irgendwas ändern?

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          • Da haben sie vollkommen recht. Ich hab die Entscheidung getroffen und mittlerweile seh ich ein, dass ich mir selbst mehr wert sein muss, als darauf zu hoffen, dass er es endlich erkennt. Ich möchte mich so nicht behandeln lassen und der einzige Weg aus diesem Teufelskreis war die Trennung.
            Vielen Dank für Ihre Worte!:)

  • Danke für diesen tollen Artikel!
    “Leider” erkenne ich mich selbst wieder…. in der letzten Beziehung war es sogar fast eine Co-Abhängigkeit. Davon konnte ich mich lieber zu spät als nie lösen.
    Nun in der neuen Beziehung bin ich glücklich wie noch nie. Trotzdem erwische ich mich immer wieder selber, dass ich mich “emotional abhängig” verhalte oder solche Gedanken habe. Ich habe schon viel dazu gelernt denke ich, aber teilweise ist man doch sicher einfach so wie man ist, umso schwieriger ist es, es nun besser zu machen.
    Ich weiss, dass mein Freund mich liebt, aber meine emotionale Abhängigkeit verschlimmert sich zB umso mehr wenn ich überlege, dass er dies überhaupt nicht hat bzw. viel weniger hat. Also er ist viel gelassener, interessiert sich sicher für mich aber fragt nicht andauernd nach was ich so mache oder mit wem ich genau weggehe oder wie mein Tag war etc. Ich wünsche mir, dass ich mich auch “viel mehr auf mich konzentrieren kann”!
    Ein weiteres Beispiel, wo ich meine emotionale Abhängigkeit bemerkt habe:
    Wir sind im gleichen Verein und kannten uns daher auch schon jahrelang vorher. Ganz anders ist es nun halt, wenn man den Freund im gleichen Verein hat. Bei Anlässen kommt es oft vor, dass wir dann nicht nebeneinander sitzen oder so. Was ich ja gut ist und ich eigentlich unterstütze und vorher ging dies ja sowieso auch “problemlos”. Trotzdem schaue ich dann immer wo er ist, mit wem er zusammensitzt und überlege mir was er gerade mit wem wohl redet etc. Ich weiss, dass diese Gedanken mir schlussendlich nur schaden, weil ich mich dann auf das konzentriere und selbst gar nicht der Abend für mich geniesse mit diesen Leuten bei denen ich sitze etc. Es ist aber sehr schwer diese Gedanken einfach abzustellen und dies viel gelassener zu sehen. Oft kommt es dann soweit, dass ich mich früher oder später trotzdem zu ihm setze (obwohl ich ihn ja eigentlich nicht kontrollieren will). Und die Tatsache, dass er dies eben auch viel weniger macht, macht das ganze nur noch schlimmer.
    Ich hoffe ich kann deine Tipps umsetzen und gut gebrauchen, damit ich einfach mal mehr für mich schauen kann.

    Liebe Grüsse
    Sarah

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  • Hej filo

    Dies hat mir auch eine freundin angeraten, für einen Monat zu meinen eltern zu ziehen. Ich habe aber das glück und wohne nur 20km entfernt von ihnen. Ich würde aber dehr gerne wieder näher bei meinem heimatort wohnen….naja..ich hatte ja letzten sonntag einen aus/zusammenbruch…ich habe mir dann fest vorgenommen, auf mich zu schauen. Wenn ich etwas kochen will, dann mach ich das worauf ich lust habe!sonst habe ich immer zuerst ihn gefragt, ob ihm das passe…oder ich fing immer auf ihn zu, wenn wir zbsp. Im wohnzimmer aufm sofa lagen,kuschelte ich mich zu ihm…jetzt mache ich dies auch nicht mehr.wenn ich merke dasses ihm nicht gut gehe,frage ich nicht wad los ist, gott hat ihm einen gesunden mund & stimme gedchenkt, er kann zu mir kommen und melden wenn was nicht in ordnung ist! Ich habe immer auf jede bewegung von ihm geachtet, und wenn ich gemeint habe: ich stell mich hier hin,wenn er an mir vorbei läuft,wird er mich umarmen…und er dies NICHT tat, hat mich das so verletzt!ich mein..hallo?wie krank ist das denn??
    Gester konnte ich kontakt aufnehmen mit meiner psychologin und habe am freitag einen termin bei ihr. Seit ich den termin habe fühle ich mich erleichtert, weil ich weiss dass mir jemand professionell hilft!

    Antworten
    • Wow!!!
      Genauso geht es mir auch 😔Und das macht mich total fertig und traurig ,Zweifel an der Beziehung und ob er mich liebt .
      Das mit dem kuscheln und fragen wie es ihm geht ,oder da stehen und wenn er an mir vorbei läuft bekomme ich ein Kuss ,Umarmung oder Zuneigung ,wenn nicht bin ich tief verletzt !!
      Ich bin jemand der sehr viel Zuneigung braucht 😕
      Im Moment wohnen mein Freund und ich zusammen ,überlege aber ob ich wieder aus ziehe ,so das er mich wieder mehr vermisst und mich wieder mehr wahr nimmt …ich fühl mich auch in mein Gefühls Chaos gefangen .Ich weiß auch es ist nicht er .Ich tue mir das alles selber an.Er ist glücklich mit mir .Mein Freund ist nicht emotional abhängig.Er genießt was er hat mit mir und denkt nicht weiter drüber nach was ist und was kommt !!!
      Nur wieder ich !!!manchmal hasse ich mich dafür das ich mich selber kaputt mache .

      Antworten
  • Hej sara & alex

    Wir 3 haben viel gemeinsam merke ich….

    Also liest gut:

    Ich habe mich schon so geändert innerhalb einer woche!ich habe akzeptuert dass ich abhängig bin:schritt 1 bestanden–>yaaaay 🙂
    Nun habe ich angefangen,mich selber zu finden….
    Ich koche was ich will,ich melde mich nicht mehr so oft bei ihm,ich unternehme mehr für mich(sport,spatzieren gehn,freunde treffen),wenn er schlecht drauf ist sage ich mir:wenn er ein problem mit mir hat,muss er es mir sagen sonst:ist es NICHT MEIN PROBLEM!!wenn er auf etwas keine lust habt aber ich schon:mache ich es trotzdem!!
    Man muss immer fair bei allem bleiben aber sich nicht vergessen!
    Mein freund geht nicht gern in die berge vorallem weil er höhenangst hat, war aber letzte woche trotzdem mit mir dort aber wollte nichts wirklich anschauen gehn weil wir wirklich auf dem gipfel waren und er höllische angst hatte:ich ging trotzdem alles anschaurn was ich wollte und er wartete in einer halle auf mich!normalerweise würde ich bei ihm bleiben hahah 🙂
    Mir tut das so gut!!!PLUS sage ich mir mehrlmals am tag:ich bin eine gute frau!ich passe auf mich auf!ich bin es wert!ich liebe mich!!
    Jeden morgen vor dem spiegel schaue ich mir in die augen und lache!im auto auf dem weg zur arbeit höre ich mir comedy an und lache!ich beeinflusse mich selber positiv und unterhalte mich mit positiven menschen, vor allem versuche ich nicht viel über mein problem zu sprechen,sondern über schöne und lustige themen!ich bin voller energie und es fällt ALLEN mitmenschen auf!
    Jetzt gerade hat mir mrin freund gesagt, er habe morgen(sonntag) lust nur zuhause zu sitzrn und nichts zu mache, ich habe ihm aber vor einer &2 wochen gesagt dass meine schwägerin den 30gsten geburtstag feiert..normaler weise würde ich jetzt wütend werden, ABER ich habe ihm nu gesagt dass er dies ja eig. Weiss aber trotzdem von mir aus kann er zuhause bleiben, weil er ein freier mensch ist…ich werde gehen und spass haben!!jupiii ich lasse mich nicht mehr runterziehen!
    Wisst ihr was das beste ist??? Ich kann mir, ohne angst zu haben, vorstellen auch alleine ohne ihn zu leben…das konnte ich nicht!ich hatte höllische angst nicht mehr mit ihm zusammen zu sein! Mittlerweile bin ich genug stark um zu sagen:wenn es nicht klappt–>shit happends!! Na und??meine mama sagt immer: nicht die ersten und nicht die letzten! Haha ich liebe sie!
    Und seit ich so bin,ich mich mit diesem zustand befreundet habe und mich akzeptiere, ist er anderst zu mir!! Er spricht mehr mit mir, umarmt mich mehr allg. Sucht er mehr körperkontakt von mir..und wenn mal nicht?? DANN AUCH GUT SO!! Er lauft mir ja nicht davon!! Wir leben ja zusammen!!! 🙂

    Dieser artikel hat mir so viel geholfen und die sitzung (1x zum psycholog bitte) mir wurde meine denkensweise bestätigt und ich werde von guten freunden unterstützt!!
    Gibt dich nicht auf und schütz dich vor dir selbst! Weil, wenn DU nicht für dein glück sorgt, wer macht es dann?? Du bist der wichtigster mensch für dich!!
    Ohhh am liebsten würde ich mit jedem einzelnen zusammen sitzen und zeigen wie gut es mir geht damit ihr sit wie einfach das ist!!

    Ich liebe euch!!

    Antworten
  • Liebe Sabine

    Bitte hilf mir…Ich konnte mich jetzt 2 Wochen richtig gut halten, immer gute Laune (ausser 1-2 Tage), und heute habe ich wieder so einen schlechten Tag…Ich bin am verzweifeln und weiss nicht was machen…ist dies normal? so Rückschläge? Meine Freunde sagen mir, ich muss ein A****ch werden, und nur für mich schauen, mein Ding durchziehen (mache ich ja, ich habe jetzt auch angefangen Sport zu treiben und gehe mehr mit Freunden raus) aber heute ist so ein Tag, ich könnte heulen! Bitte sage mir ob dies normal ist…ich denke mir immer: Jeder Anfang ist schwer, es ist kein Meister vom Himmel gefallen…Rückschläge sind normal…
    Aber wenn ich dann mal so einen Tag wie heute habe, würde ich am liebsten alle meine Sachen packen und ausziehen und alles beenden. Dann habe ich Angst, dass ich zu voreilige Entscheidungen treffe und versuche mich selber zu beruhigen.
    Meine Psychologin hat mir auch geraten, mich zuerst selbst zu finden und zu wachsen innerlich, und erst wenn ich das geschafft habe, soll ich Entscheidungen treffen…und bis vorgestern war ich auch 100% dieser Meinung, aber leider wechselt meine Meinung von Stunde zu Stunde (ich glaube, dass ist, weil ich ja selber nicht weiss was ich will 🙁 ) Ich brauche ein Licht, oder ein Zeichen, oder ein Hinweis, sonst macht mich das so fertig…Ich bin immer noch motiviert und glaube dass ich es schaffe, aber ich weiss nicht ob das mit ihm, oder ohne ihm im meinem Leben sein wird, Ich glaube auch, dass dies mir Angst macht…Alle trennen sich vom Freund, oder alle sagen mir, sie würden dies tun – aber ist dies die einzige Lösung?
    Ich habe ihm gesagt dass ich uns nicht mehr in der Zukunft sehe, aber ist das das Urteil? oder kann7darf ich mich zuerst finden im Leben?

    Antworten
  • Hallo Sabine,
    ich bin auf deine Seite gestossen, da ich mich gerade in einer Trennung befinde und es mich beinahe zerreisst. Doch vielleicht eine kurze Schilderung zu meinem “Fall”;
    Ich musste in meinem Leben körperliche, wie auch psychische Gewalt ertragen. Irgendwann kam ich an den Punkt, in dem mein Herz einfror und ich kaum mehr Gefühle empfinden konnte. Eine Eiszeit machte sich in mir breit. Eines Tages stand jedoch eine Jungendliebe vor mir und innert Sekunden, riss es mir den Ärmel hinein. Diese tiefe Liebe die ich empfand war so wahnsinnig, dass ich nicht mehr wusste was unten und oben ist. Zu meinem Glück, empfand er genau dasselbe. Für uns war innert Minuten der Fall klar, dass wir für immer und ewig zusammen gehören. Ich hatte noch NIE in meinem Leben so geliebt und Liebe empfangen können. Ich hätte alles getan um ihn nie wieder gehen zu lassen. Ich vermisste ihn, kaum war er oder ich zur Tür hinaus. Unsere Liebe war das höchste. Für Ihn, wie auch für mich. Wir standen zueinander und es gab nur noch uns. Eines Tages suchte ich eine Atlaslogie- Therapie auf, betreffend meinen Rückenschmerzen. Von diesem Tag an, bemerkte ich innerlich, dass mir etwas in meiner Beziehung fehlte. Etwas, das ich zuerst nicht definieren konnte. Von Tag zu Tag wurde ich immer unglücklicher, obschon ich meine grosse Liebe an meiner Seite hatte. So sehr ich auch liebte, so sehr, tat mir es weh, als ich mir bewusst wurde, dass ich aus dieser Beziehung wieder raus musste. Ich versuchte mit meinem Schatz Gespräche zu führen. Erklärungen ab zugegen, doch ich wurde aus seiner Sicht nicht verstanden. Je mehr Therapien ich aufsuchte, desto schlimmer wurde mein Gefühl des unglücklich sein. Ich wehrte mich mit Händen und Füssen, denn auf keinen Fall wollte ich diesen Menschen jemals verlieren. Nur schon der Gedanke daran, macht mich kaputt. Ich hatte ein langes Gespräch mit meinem Rückentherapeuten und er erklärte mir, dass nicht nur mein Skelett gerichtet wird, sondern ebenso Geist und Seele. Vor einigen Tagen, war es soweit und ich hatte nur noch ein Ziel. Ich musste aus dieser Beziehung ausbrechen, trotz der gegenseitigen Liebe, die nach wie vor so stark und intensiv ist. Ich vermisse ihn so unendlich stark und mein Herz blutet so sehr. Doch;
    Ich war nicht mehr mich selbst. Ich nahm alles in Kauf, Hauptsache, ich verliere ihn nicht. Er forderte nie was von mir, doch ich viel in eine richtig starke Abhängigkeit hinein. Er ist ein sehr razionaler Mensch, ich hinterfrage alles, suche den Sinn des Lebens. Ich lebe ein gewisses Maas an Spiritualität aus, er akzeptiert dies wohl, kann es jedoch nicht nachvollziehen. Sein Tagesablauf, beginnt in der Regel Mittags um 13.30 und endet Nacht um 03.30, meiner fängt morgens um 06.00 Uhr an und endet eigentlich um 23.00 Uhr. Er fährt seit Jahren Autorennen, meine Leidenschaft ist mit meinem Hund in die Natur hinaus zu gehen. Es gibt so vieles, was nicht passt. Ich hatte in all den Monaten verzichtet, damit ich einfach bei ihm sein kann. Ich stand zwar nach wie vor um 06.00 Uhr auf, doch mein Tag endete wie seiner, morgens um 03.30 Uhr. Mindestens zweimal die Woche. Ich ging irgendwann auf den Felgen, doch er war es mir wert! Ich konnte nie über meine Welt sprechen, da ich nur Fragezeichen in seinen Augen sah und er nicht wirklich Interesse zeigte diese zu verstehen. Er war es mir der Wert, darauf zu verzichten!
    Wir waren nicht einmal in all der Zeit, gemeinsam in der Natur, auch dies nahm ich in Kauf! Ich lies einmal die Woche mein Sohn ( 16 Jahre alt) alleine zu Hause, damit ich bei meinem Schatz übernachten konnte. Dies hätte ich zuvor niemals gemacht. Ich war IMMER zu Hause unter der Woche. Ich war nicht mehr mich selbst und dies ist mir erst mit meiner Rückentherapie klar geworden. Die Liebe, die wir für einander empfinden, ist so tief und wunderschön, doch unsere Leben, wie auch Lebenseinstellungen sind zu verschieden und wir können es drehen und wenden, es passt einfach nicht! Ich hatte keinen anderen Ausweg, als diese Beziehung zu beenden. Es tut so verdammt weh zumal ich weis, dass er meine Ansicht nicht nachvollziehen kann. Wenn man liebt, schafft man alles, waren seine Worte! Ja, man sollte es meinen, doch ich sollte dabei mich selbst nicht verlieren, oder? Ich weis nicht, ob es das Richtige war, doch ich bemerkte, dass ich die Bremse anziehen musste, bevor meine Gefühlsabhängigkeit mich vollständig in Bann zog. Ich stellte ihn immer auf ein Podest und wollte die “perfekte” Freundin für ihn sein. Die genau in SEIN Leben passt, doch es war SEINES und nicht MEINES. Nun bin ich einfach immer wieder unsicher. Bin ich ein Egoist? Habe ich tatsächlich wie er sagt; die Liebe des Lebens einfach so weg geschmissen? Ich bin so verzweifelt…mal habe ich das Gefühl, ich habe das richtige getan, mal zweifle ich wieder, da die Sehnsucht nach ihm mich auffrisst. Bin ich nicht am schlafen, denke ich NUR an unsere Zeit, an unsere Gefühle, an sein Blick, sein Duft, seine Berührungen und wie es ihm dabei geht. Ich bin am verzweifeln und habe keine Ahnung, wie ich mit all dem umgehen kann, muss oder soll. Ich weis, es gibt keine Anleitung für so was, doch ich schreibe Dir hier einfach aus einer Verzweiflung und Hilflosigkeit hinaus. Ich musste vierzig Jahre alt werden, damit ich die Liebe spüren durfte und nun habe ich einfach alles weg geworfen..? Oder sollte ich einfach in die Dankbarkeit gehen, DASS ich diese Liebe erleben durfte..? Ein Ratschlag von Dir, würde mir vielleicht für den Moment helfen…, denn ich weis wirklich nicht mehr weiter. Vielen Dank Sabine.
    Grüsse aus der Schweiz
    Tanja

    Antworten
  • Hallo Sabine,

    erst einmal vielen Dank für diese Seite. Deinen SOS-Kurs gegen Liebeskummer hat mir in den letzten Tagen wirklich sehr geholfen. Heute an Tag 6 bin ich auf diesen Artikel gestoßen und habe mich (von mir selber geschockt) darin wiedererkannt.
    Nachdem ich fast 11 Jahre mit meinem Freund absolut glücklich zusammen war, hat er mir im Februar eröffnet, dass er nicht weiß, ob die Gefühle noch reichen. Eine Welt ist für mich zusammengebrochen. Trotzdem versuchten wir es weiter. Und im August nach 2 Wochen Pause noch mal. Und jetzt habe ich leider herausgefunden, dass er mich emotional betrogen hat (er hat seine Aufmerksamkeit/Liebe einer anderen geschenkt und sich heimlich mit ihr getroffen) und mit dem Gedanken gespielt hat, mich zu betrügen (mit noch einer anderen). Da habe ich die Reißleine gezogen. Alle Außenstehenden sagen mir, dass ich nichts falsch gemacht habe, sondern er das A** sei, aber nach diesem Artikel kommen mir zumindest Fragen auf.
    Ich bin meinem Ex-Freund oft hinterher gelaufen, d.h. ich habe mich in allem komplett nach ihm gerichtet. Mir kam es auch überhaupt nicht belastend vor. Ich habe es bis zum Schluss wirklich gerne gemacht! Und auch habe ich noch Freundschaften gepflegt etc. Die extreme Abhängigkeit kam auch erst ab dem Punkt, an dem ich wusste, dass er mich eventuell nicht mehr lieben könnte (wen wundert es?)
    War ich womöglich durch mein Verhalten zu einem gewissen Grad selbst Schuld, dass seine Gefühle sich so entwickelt haben? Auf der anderen Seite denke ich auch, dass ich sowieso ein Mensch bin, der gerne etwas für andere tut. Das hat bei meinem Ex-Partner nicht aufgehört. Ich habe auch immer gerne was für Freunde gemacht und tue es weiterhin – selbst wenn das bedeutet, dass ich mich zurücknehme. Das macht mir gar nichts aus. Es füllt mich aus, wenn ich anderen eine Freude machen kann. Und sowohl von meinem Ex-Partner als auch von Freunden bekomme ich Dankbarkeit zurück. Ist das dann trotzdem emotionale Abhängigkeit und damit nicht wünschenswert?
    Jetzt gerade bin ich in der Phase, dass ich mich selbst wiederfinden muss. Es fällt mir sehr schwer, weil ich seit vielen Jahren nur noch “uns” kenne. Ich habe jetzt erst erkannt, dass es vielleicht an der Beziehungssucht liegt, dass mir das so schwer fällt.
    Ich hoffe, du kannst mir bei meinen Fragen weiterhelfen, weil selbst wenn es mit meinem Ex ein Aus für immer ist, würde ich nicht gerne in 10 Jahren in einer neuen Beziehung wieder an diesem Punkt stehen und nicht wissen, ob ich es hätte besser machen können.

    Vielen Dank und nochmal: Du hast mir jetzt schon sehr geholfen.

    Antworten
    • hallo susi,
      analysen nach kurzen texten sind immer so eine sache … für mich klingt es jetzt nach außen eher harmlos, man will sich schließlich in der beziehung ja auch umeinander kümmern, sorgen und füreinander da sein. hier die grenze zur emotionalen abhängigkeit zu ziehen ist nie so einfach, es klingt aber zumindest bei dir eher im normalen rahmen. dass du bei der befürchtung dass er sich trennt kurzfristig abrutscht ist auch normal. nach einer trennung ist JEDER kurzfristig in der emotionalen abhängigkeit drinnen! es kommt drauf an, da wieder raus und auf ein gesundes maß zu kommen.

      ich würd es an deiner stelle mal abwarten, wie gut du mit der trennung zurecht kommst. das ist auch so ein indikator für emotionale abhängigkeit. wenn dir das halbwegs gut gelingt …
      alles gute! sabine

      Antworten
      • Vielen Dank für deine Antwort. Selbst wenn du nicht alles weißt, hilft es doch zu wissen, dass ich mich wahrscheinlich nicht falsch verhalten habe. Das gibt mir zumindest die Hoffnung, dass ich nicht für immer alleine bleibe. Die Trennung geht ja eigentlich erst richtig seit ein paar Tagen. Im Moment kann ich mir noch so gar nicht vorstellen, dass es jemals besser wird. Die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft (irgendwann) habe ich im Inneren auch noch nicht aufgegeben. Jeder Tag ist anders. Ich stecke also noch mittendrin und muss noch ganz viel verarbeiten. Ich hasse es. 😉
        Aber wie meine Mama immer sagt: Da muss man jetzt durch. Auf Morgen verschieben macht es auch nicht besser.
        Danke.

        Antworten
  • Hallo Sabine,

    ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen und habe gemerkt das ich wirklich alles abhängig von meinem Freund mache oder auch so denke. Er ist eben nicht mehr so aufmerksam und lieb wie in der Anfangsphase und das vermisse ich sehr. Wir können uns zurzeit nur am Wochenende sehen und das fällt mir auch sehr schwer da ich am liebsten Rund um die Uhr bei ihm wäre. Ich liebe ihn & ich möchte nicht das die Beziehung wegen meiner Abhängigkeit kaputt geht. Zurzeit streiten wir auch leider sehr oft wegen Kleinigkeiten & ich habe das Gefühl ich bin die einzige von uns beiden die sich dafür interessiert und das dann wieder klären möchte. Er ist ziemlich gleichgültig geworden und das tut mir weh.

    Antworten
    • liebe ela
      stell dir das ganze mal wie eine wippe vom kinderspielplatz vor, auf denen 2 kinder hoch und runter schaukeln können. das klappt nur gut, solange beide etwa gleich schwer sind (= gleich viel investieren + nähe brauchen). wenn da aber einer schwerer ist als der andere, muss der andere immer weiter wegrücken, damit es im gleichgewicht bleibt und man noch schaukeln kann.

      dein freund kann leicht gleichgültig werden, weil du dich eh doppelt soviel interessierst. und für dich gar nicht. du interessierst dich nicht für dich – dann muss er es ja auch nicht tun.

      das wird sich (wenn) erst einrenken, wenn du aus deiner abhängigkeit rauskommst.

      Antworten
  • Hallo Sabine,
    Durch Zufall habe ich deine Seite gefunden. Kurz zu meiner Geschichte: ich habe vor 3 Wochen herausgefunden, dass mein Mann in eine andere Frau verliebt ist und seit 6 Monaten eine Beziehung mit ihr hat. Wir sind seit 10 Jahren verheiratet und war immer sehr verbunden zueinander. Bin geschockt, meine Welt bricht zusammen, vorallem weil er mit dieser Frau ein neues Leben möchte. Aber er kann nicht zulassen, dass ich alleine diese Schmerz trage und bleibt, solange ich ihn brauche. Er kann aber von dieser Frau nicht trennen. Ich habe auch erfahren, dass diese Frau ganz große Unterschied von mir ist (von Aussehen her hat sie Piercing, Tatoo und co) und sie war mal Borderliner. Ich erkenne mich von deiner Artikel, dass ich emotional sehr abhängig von ihm bin. Meine Leben dreht eigentlich nur um ihn. Und jetzt kommt sowas. Aber ich vermute auch, dass mein Mann vielleicht doch auch Co-Abhängig ist. Er ist ein sehr fürsorglicher Mensch und er sagt mir immer wieder, es würde ihm so schlecht gehen wenn es mir nicht gut geht. Dennoch dieser Betrug. Und er sagte zu mir, er bliebe bei mir nicht wegen Schuldgefühle, Mitleid usw, aber weil er es nicht ertragen kann, dass ich am Boden zerstört bin. Er will, dass mir besser wird und bleibt egal wie lange ich es brauche. Ich merke, ich muss eigentlich weit weg von ihm sein. Aber man, ist das schwer! In 2 Wochen habe ich einen Termin für eine Therapie. Mal sehen wie das wird.
    Danke für den tollen Beitrag!

    Antworten
  • Guten Tag liebe Sabine!
    Bin heute durch Zufall auf ihre Seite gestossen und hab mit offenem Mund ihrem Podcast gelauscht. Punktgenau.
    Seit 2008 bin ich in einer emotional abhängigen Partnerschaft..und dieses Ausmaß war mir zwischendurch zwar immer bewusst, doch hab ich es gerne wieder auf die Seite verdrängt, da ich es nicht wahrhabne wollte und meine Gefühle für Zuneigung gehalten habe. Wo dann noch Verantwortung dazugekommen ist. Der Leidensweg war ein unglaublich langer, wie oft wir die Beziehung gelöst haben und dennoch innerlich dermaßen verbunden waren ..es war wie ein Karussell nach unten und zwischendurch gab es Hoffnugn und Augenblicke..das wird gut…letztes Jahr bin ich dann für zwei Monate weg mit Fahrrad und Zelt…ein kleines Stück Freiheit hat es mir gebracht…Doch war ich wieder zuhause, ich lebe in einer Kleinstadt liefen wir uns wieder über den Weg und Gespräche über uns brachten mich wieder ins System zurück. Auch wenn ich spürte ich bin etwas freier und wehre mich gegen Unterstellungen und moralischen Verurteilungen. Vielleicht ist es grade die letzte Ehrenrunde nochmal Abschied von dieser Partnerschaft zu nehmen, da ich die destruktiven Verhaltensweisen klar erkennen und benennen kann, und ich aufgrund des Verständnisses für die Familiengeschichte meiner Partnerin mich immer wieder verantwortlich gefühlt habe..auch mein persönlicher Wunsch es möge doch bitte gelingen und gut werden…da wir ja doch auch einiges hatten das uns miteinander sehr gut gelungen ist.
    Das Abhängigkeit jedoch keine Liebe ist, sondern Manipulation und keinen Raum lässt für eine freie, kreative und konstruktive Begegnung ist mir klar geworden. Diese Mischung aus Sehnsucht, Erotik, Genuß, Auseinandersetzung und sinnlichen Begegnungen hat mich so lange fest gehalten…das Leid war mindestens genau so groß wenn nicht noch mehr…ich danke Ihnen für ihre Seite und hoffe sie macht vielen anderen Menschen Mut und hilft Beziehungen zu leben die beiden gut tun. Ich habe ihre Seite schon weiter verschickt, da ich mehr Menschen kenne, denen es ähnlich geht, unabhängig davon was die Ursache ist.
    mit lieben Grüßen

    Antworten
    • liebe manuela,
      vielen lieben dank, auch fürs teilen – es freut mich, dass du meine arbeit hilfreich findest! 🙂

      Antworten
  • Hi…ich bin erst nach der Trennung darauf gekommen, dass ich emotional abhängig bin, weil ich nicht verstanden habe, dass ich an nichts anderes mehr denken könnte, als an ihn…durch den Check hier und Gesprächen mit einer Psychologin war es klar: ich bin von meinem Ex emotional abhängig. Es ist so schlimm, schlimmer, als ich damals zu rauchen aufgehört habe. Ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll, aber ich mache einfach einen Tag, nach dem anderen…

    Lg

    Antworten
  • Hallo Sabine, ich weis ned ob des wirklich hier rein passt aber ich weis nicht wo ich noch suchen soll ..ich habe eine Frau kennengelernt und wir lernten sich lieben .. an dem einen Tag war noch alles super am Tag drauf machte sie Schluss .. Begründung meine Kinder und ich seien zu wundervoll als das es fair wäre mich zu lieben wenn sie noch ihrem Ex km Kopf hat .. folgendes sie ist von ihm seit Juli getrennt . Sie erzählte mir das er sie hin Anfang an geändert hatte sie durfte nicht mehr tragen was sie wollte ..!ihre Freunde seien schlecht für sie usw usw .. sie waren 2 Jahre zusammen er hat sie 5 mal betrogen und belogen usw .. sie ist total daran kaputt gegangen …!sie sagte mir auch vor paar Tagen dass sie ständig noch Kontakt hatten und seit neuestem schreibt er die schönsten Sachen von wegen wie leid es ihm tut usw ..und sie fällt wieder drauf rein egal ob sie daran dann endgültig kaputt geht ..sie hatte endlich wieder Spaß am Leben ihre Freunde usw .. war glücklich .. und jetzt das .. ich will ned einfach zusehen hab des einmal mitgemacht .. der Typ Mann weis einfach wie man es macht das sie ihm immer wieder glaubt und alles .. ich weis nimmer weiter ..vielleicht kann mir hier irgendwer helfen.. sie ist wirklich eine ganz besondere Frau und eine verletzliche Seele .. danke Daniel

    Antworten
  • Halle Sabine,
    ich habe gerade deinen Bericht über emotionale Abhängigkeit gelesen und muß feststellen, das ich zu 100% in dieser Abhängigkeit feststecke. Meine 10 jährige Beziehung ging vor 8 Monaten auseinander. Für mich kommt das einem Weltuntergang gleich. Ich habe immer den gleichen Fehler begangen und meinen Partner davon abhängig gemacht, ob ich glücklich bin oder nicht. Jetzt, wo mein Partner nicht mehr da ist, bin ich totunglücklich, weil ich ihm die Schuld dafür gebe unglücklich zu sein. Ich entschuldige das damit, indem ich mir einrede, das ich sie immer noch liebe. Da ich aber weiß, das ich emotional von ihr abhängig bin, bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich Liebe ist. Wie kann ich das feststellen. Meinen Gefühlen kann ich mitlerweile nicht mehr trauen.
    Ich hoffe möglichst bald eine Antwort von dir zu erhalten und verbleibe mit lieben Grüssen, Jürgen

    Antworten
    • hi jürgen,
      ich kenne mich vor lauter “abhängig” in deinem text nicht mehr aus. du warst abhängig davon, dass dein partner von dir abhängig war? und eigentlich ist dein partner eine partnerin? und jetzt bist du unglücklich weil er – der eigentlich eine sie ist – schuld daran ist?
      verwirrend 😉 grundsätzlich rate ich bei sowas immer: komm in die beratung, investiere 3h und lass dir beim inneren aufräumen helfen. dann wirst du dich auch wieder besser zurechtfinden und deine gefühle sortieren. liebe grüße, sabine

      Antworten
  • Liebe Sabine,
    Mein “Ex” – Partner war immer mein Spiegelbild. Er zeigte mir Dinge an mir die ich bis her nicht geliebt habe, nicht immer auf schöne Weise trieb er mich an meine Grenzen. Früher sagte ich nie “Nein”, ließ ihn alles mit mir machen. Auch er bemerkte meine Abhängigkeit und sprach dies an.
    Wir trennten uns.
    Jetzt “pendeln” wir uns langsam wieder ein . Ein Satz brachte mich aber kurze Zeit aus der Bahn: “Du bist so anders geworden, nicht die Person in die ich mich verliebt habe- iwie negativ verändert”. Denn ich bin seit meiner Transformation zur mehr Selbstbewusstsein bin ich weniger anhänglich, lasse ihn aktiv das Geschehen voran treiben und halte mich freundlich zurück, eben weniger initiativ.
    Versucht er damit meine Haltung zu testen? Oder mich wieder in die Abhängigkeit zu drücken? Ist es normal, dass das Umfeld nun anders bzw. so auf meine Veränderung reagiert?
    Wie gehe ich nun vor?
    Ich versuche ihn zu spiegeln, habe nämlich auch die Lust verloren alles für ihn zu tuhen oder ihm ständig Bestätigung und Liebe zu schenken, wenn er sich nur halbherzig bemüht.

    Liebe Grüße

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    • liebe dilara,
      das ist ein ganz wichtiger punkt – danke dass du ihn ansprichst! tatsächlich ist es bei emotionaler abhängigkeit so, dass wenn du wirklich einen fort/schritt schaffst, das natürlich auswirkungen auf deinen partner hat. ich glaube nicht, dass er dich testen will – sondern fakt ist ja wirklich, dass du dich verändert hast! wenn er nun aber nur das kleine anhängliche weibchen (ich überzeichne es jetzt mal) wollte (auch wenn er das ursprünglich mal anders gesagt hat), dann hat er jetzt wirklich ein problem. denn mit einer selbstbewussten, unabhängigen frau muss er natürlich ganz anders umgehen! also JA es ist normal, dass er so reagiert, allerdings sollte er das eher begrüßen statt bedauern. dann ist er vielleicht doch (nicht mehr) der richtige für dich!
      liebe grüße, sabine

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  • Hallo an alle,
    aauch ich “plage” mich seit langem mit emotionaler Abhängigkeit meinerseits. Allerdings nicht in einer Beziehung, sondern in einer Freundschaft mit meinem schwulen besten Freund. Ich würde es fast als eine Beziehung “Minus” bezeichnen. Ich habe eine enorme Verlustangst ihn zu verlieren und tue alles, um es ihm Recht zu machen. Er hingegen weiß, wie er mich manipulieren kann und tut das auch. Denn er weiß von meiner riesigen Verlustangst. Ich würde gerne wieder ein normales, nicht nur von Verlustangst geprägtes Leben führen. Nur wie ??????
    Liebe Grüße Micha

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  • Hallo zudammen

    Ich habe vor ein paar Monaten 1-2 Kommentare geschrieben, leider nie gross ein Feetback erhalten aber egal jetzt;))

    Ich wollte euch nur mitteilen, dass ich mich Anfangs November 2017 von meinem (EX)-Freund glücklich getrennt habe!! Wir woölten eine 1-Monatige-Pause machen..aber nach 4 Tagen wurde mir klar, dass dies keine Zukunft hat und nur noch eine Trennung in Frage käme…so haben wir uns zusammengesetzt (nach der ersten Wochen) und hatten 2Stunden gesprochen. Es waren 2 SEHR SCHÖNE Atunden, die ich mit ihm seit über einem Jahr nicht mehr hatte!!
    Auf jeden Fall wohne ich jetzt alleine (er auch) und unser verhältnis isz super!wir haben uns ausgesprochen und beschlossen, dass wir Freunde bleiben…wir haben nicht mehr viel Kontakt, aber wir treffen uns manchmal und gehen raus essen oder unterhalten uns einfach mal zusammen.

    Mir geht es PERFEKT!!!!ich fühle mich FREI UND SELBSTSTÄNDIG!!! Ich LIEBE meim Leben und bin glücklich so wie alles ist!!!

    Hör auf dein Herz, schenke deinem Bauchgefühl Aufmerksamkeit und nimm war, was dir dein Körper und deine InnereStimme und dein Unterbewusstsein sagen möchte und befolge dies!!
    Du bist nicht alleine und es ist noch keine Welt untergegangen weil du deinen Weg gegangen bist, ABER DEINE WELT wird sich positiv ändern!!!!!!! ❤

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  • Hallo, ich finde deine Texte sehr gut und hilfreich. Sie stimmen mich nachdenklich in Bezug auf meine Themen. Ich konnte viel mitnehmen. Danke. Bitte mach weiter! Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin so viel Energie. liebe Grüße aus Franken

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  • Hallo Sabine!

    Ich habe gerade deinen Artikel über emotionale Abhängigkeit gelesen und finde ihn sehr gut. Ich persönlich befinde mich gerade auch in einer echten Krise was dieses Thema betrifft. Ich habe mich vor zwei Jahren in meine beste Freundin verliebt, als wir beide Single waren. Meine Freundin hatte da gerade eine sehr schmerzhafte Trennung hinter sich und hat sich danach – weil sie von Beziehung die Schnauze voll hatte – total in die Freundschaft mit mir gestürzt. Wir sind, obwohl wir uns vorher auch schon lange Zeit kannten, absolut unzertrennlich geworden und haben fast alles zusammengeteilt. Wir sind zusammen in den Urlaub gefahren und haben oft gegenseitig beinander übernachtet (auf der Couch wohlgemerkt). Jedes Wochenende waren wir zusammen unterwegs und es gab uns eigentlich nur noch im Doppelpack. Unser gesamter Freundeskreis hat uns schon als “altes Ehepaar” bezeichnet, obwohl wir ja nie ein richtiges offizielles Paar waren.

    Für mich ist dann irgendwann sehr viel mehr daraus geworden und ich habe mich in sie verliebt. Meiner Freundin ging es nicht so, als ich ihr davon erzählt habe, aber hat gesagt, dass ich für sie ein Seelenverwandter bin und wir unsere Freundschaft ja einfach so weiterlaufen lassen können. Also ging alles so weiter und wir haben uns weiterhin fast jeden Tag gesehen, was für mich damals natürlich toll war! Es klingt jetzt vielleicht albern, aber meine Freundin hat damals gesagt, dass ihr niemals ein anderer Mann wichtiger sein könnte als ich – selbst wenn sie irgendwann wieder eine Beziehung haben sollte. Ich glaube auch nicht, dass sie mich ausgenutzt hat, sondern das war echt und ich war und bin ihr unvorstellbar wichtig.

    Nun hat diese Freundin seit einem Monat wieder einen festen Freund und alles ist anders. Sie möchte schon noch mit mir befreundet sein, aber sie hat nicht mehr so viel Zeit wie früher. Es vergehen nun manchmal zwei Wochen, bis wir uns wiedersehen. Klingt vielleicht nicht lange, aber ist im Vergleich zu früher, wo wir uns jeden Tag gesehen haben, schon ein dramatischer Unterschied. Ich selbst halte das kaum aus und habe erst jetzt gemerkt, dass ich wirklich seit zwei Jahren emotional abhängig von ihr bin. Ich weiß nicht was ich ohne sie machen soll und habe auf nichts Lust. Ich weiß einfach gar nichts mit mir anzufangen und weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Ich habe das Gefühl alleine nicht überleben zu können und habe auch komplett verlernt, alleine zu leben. Ich habe zwar viele Freunde, aber fast alle meine Freunde kennen eben auch besagte Freundin sehr gut. Dadurch dass wir uns schon so lange kennen haben wir einfach einen gemeinsamen Freundeskreis. Das bedeutet, dass meine Freunde mir auch nicht wirklich helfen können, weil sie ständig zwischen den Stühlen sitzen.

    Der Fall liegt bei uns zwar etwas anders, weil wir ja kein Paar waren, sondern Freunde, aber kann man auch in Freundschaften emotional abhängig werden? Und außerdem habe ich mich ja in Sie verliebt. Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Ob ich den Kontakt und die Freundschaft zu ihr abbrechen soll? Manchmal geht es mir nach zwei Wochen ein wenig besser und wenn ich Sie dann wieder sehe, ist alles wieder da und ich kann wieder von vorne anfangen.

    Zwischen uns beiden war es wirklich eine Freundschaft wie aus dem Bilderbuch. Es hat alles gepasst und wir konnten über alles reden. Da wir zudem im selben Beruf arbeiten, hatten wir sogar mal überlegt, uns beruflich zusammenzutun. Das sollte nicht alles kaputtgehen. Aber ich weiß nicht wie ich die Gefühle und diese Abhängigkeit ablegen kann. Sie hätte gerne, dass ich ihren neuen Freund kennenlerne, damit man auch zu dritt mal was unternehmen könnte.

    Danke
    Frederik

    Antworten
  • Hey Hallo

    Ich bräuchte Hilfe für einen Kumpel ..

    Es geht darum das sie noch nicht lange zusammen sind nicht mal 5 Monate

    Sie haben sich sehr unabhängig gemacht. Wie kann ich ihm helfen oder Tipps geben, sie haben sich momentan zu einer Kontakt Pause entschieden. Aber mein Kumpel möchte es vermeiden was kann er tun unabhängig wieder zusammen mit ihr zu sein ??

    Antworten
  • Sind Menschen, die emotional abhängig sind auch zu einer normalen Beziehung fähig bzw können sie selbstlos lieben und sich so verändern, wie es in einem gesunden Lebens-und Beziehungsverhalten wünschenswert ist?

    Antworten
  • Hallo. Ich bin auf diese Seite gestoßen weil es mir in meiner Beziehung nicht gut geht. Ich habe angst verlassen zu werden und dulde deshalb Dinge von meiner Freundin dir mir nicht gut tun. Angefangen hat alles mit einer angststörung durch schwere Erkrankung. Ich War völlig hilflos und eine damalige Freundin hat mich “unterstützt “. Dadurch wurde ich immer schwächer und hilfloser bis ich das durchschaut habe und mich ausschleichen musste. Das hat Monate gedauert. Jetzt suche ich immer noch nach halt den ich nicht bei mir finde. Und begebe mich in abhängigkeit in einer neuen Beziehung. Weiß nicht mehr weiter.

    Antworten
  • Vielen Dank für den hilfreichen Artikel!
    Mindestens genauso hilfreich sind all die so offenen Kommentare!
    Also vielen lieben Dank für den Raum, der hier entstanden ist!

    Antworten
  • Liebe Sabine,

    ich bin gerade auf diese Tolle Podcastfolge gestoßen und finde sie wirklich klasse!

    Vielleicht hast du ja noch eine spezielle Idee für meine Situation:
    Ich habe mich vor einem Dreiviertel Jahr von meinem Freund getrennt. Ein halbes Jahr, war ich mir todsicher, dass das die beste Entscheidung war. Ich hab ihn nicht vermisst oder an ihn gedacht. Wir hatten auch keinen Kontakt in der Zeit. Dann, uhrplötzlich habe ich angefangen von ihm zu träumen, mir sehr viele Gedanken zu machen und ihn zu vermissen, hatte viele wichtige Erkenntnisse über mich und die Beziehung und war plötzlich an einem Punkt, an dem ich gedacht habe es könnte mit uns vielleicht doch funktionieren. Ich habe also nach einiger Zeit der Überlegung Kontakt aufgenommen, ihm alles erzählt und mir direkten Weges einen Korb eingefangen. Er ist sich sicher, das wird nichts mehr. Bis vor ein paar Tagen war ich todtraurig darüber, habe bitterlich geweint und konnte ihn überhaupt nicht loslassen. Dann habe ich gecheckt warum ich ihn nicht loslassen will. Nicht in etwa weil er rundum so ein toller Kerl ist, sondern weil er mir ein “Nest”, fundamentale Gefühle gegeben hat die ein großes Loch in mir gestopft haben. Liebe, Fürsorge, Zuwendung. Natürlich gehört diese Fähigkeit mir dieses Gefühl zu vermitteln auch zu ihm, aber ich glaube ich will ihn nur wegen dieser Fähigkeit zurück, obwohl andere wichtige Komponenten, wie zum Beispiel die Art und Weise Konflikte zu lösen überhaupt nicht harmoniert haben. Nun stehe ich an einem Punkt, an dem es mir leichter fällt in loszulassen, aber wo ich sehr traurig darüber bin, dass ich nicht so frei und unabhängig bin wie ich es eigentlich von mir gedacht habe und das ich irgendwie dafür sorgen muss, diese Lücke in mir selbst zu füllen.
    Ist es denn nicht auch irgendwie normal, dass man sich jemanden sucht, der das erfüllt was einem fehlt oder ist das schon emotionale Abhängigkeit? Und wie kann ich mir selber helfen?

    Nach so viel Text würde ich mich sehr über eine Antwort freuen =)
    LG Gwendolin

    Antworten
  • Ich bin mit meiner Frau im Oktober, 16 Jahre verheiratet, und wir haben 2 Kinder.
    Ich habe mich vor Jahren, wann weiß ich nicht, Automatisch, und ohne mein wissen, von meiner Frau abhängig gemacht.
    Vor ein paar Monaten, habe ich ihr gesagt, ich weiß das du einen Liebhaber hast, was sie auch bestätigt hatte. Dann ist sie zu ihm gefahren, und sie haben es miteinander getrieben. wie sie nach Hause kam, hat sie 2 Wochen später die Scheidung eingereicht.
    Da habe ich zu ihr gesagt, Ich habe panische Angst dich zu verlieren, ich kann nicht ohne dich leben. Doch sie scheißt darauf, und sie lässt auch nicht mit sich reden.
    Weder ich noch mein Nachbar, kommen noch an sie ran.
    Ich unterdrücke das heulen, jeden Tag.
    Wenn sie zuhause ist, zeigt sie mir, das sie meine Ehefrau ist, aber anfassen, oder einen Kuss, oder sonstiges, nichts!!!!!
    Dann muss ich iregend wann raus, und spatzieren gehen, bevor ich platze.
    Ich weiß, das ich eifersüchtig bin, aber nicht im schlagen, sonder in kontrolle.
    Ich habe schon Angst, wenn sie nur die Tür raus geht, das sie nie wieder kommt.
    Weil ich, was meine Frau an geht, verlustängste habe, so sehr liebe ich meine Frau.

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