Ich liebe Schwäne, schon immer. Als kleines Mädchen habe ich sie gefüttert und ihren Anmut habe ich immer bewundert. Und noch gar nicht so lang her, da stand ich in Amsterdam auf einer Brücke und weiter vorne in den Grachten schwang sich ein Schwan aus dem Wasser und flog direkt auf mich zu um dann kurz vor mir zu landen. Da erst wurde mir klar, wie riiiiiiesig diese Tiere auch noch dazu sind und wie majestätisch sie erst in der Luft aussehen!

Vollkommen logisch, dass mich die Geschichte von Petra, dem Trauerschwan aus Münster bewegt. Die schwarze Schwänin ist vor einigen Jahren zu einer Weltberühmtheit geworden, als sie sich in ein Tretboot in Form eines überdimensionalen weißen Schwans verliebte. Nachdem sie das Tretboot überall hin verfolgte und anfänglich sogar Annäherungen von Anderen mit Drohgebärden verteidigte, gewöhnte sich „die schwarze Petra“ rasch an die Touristen, die sich das Tretboot ausborgten.

An dieser Liebe war so einiges ungewöhnlich.

Denn abgesehen davon, dass sich Petra nicht in einen echten Schwan sondern nur in das Abbild eines Schwanes verliebte, bleiben Trauerschwäne auch üblicherweise innerhalb der eigenen Gattung und schnäbeln nicht mit weißen Schwänen rum. Dazu kommt noch, dass sich anfänglich alle Biologen sicher waren, dass Petra nach der klarerweise erfolglosen Paarungszeit ihren überdimensionalen Angebeteten sicher verlassen wird. Aber Fehlanzeige – ganze 3 Jahre blieb Petra bei ihrem Schatz sogar im Winterquartier. Erst dann verschwand sie plötzlich.

 

Nun ist die schwarze Schwänin wieder aufgetaucht, wurde auf einem Feldweg halbtot gefunden und in einer Betreuungsstation abgegeben. Dort wurde sie wieder aufgepäppelt – und fand ihre neue Liebe. Es ist ein (aus ihrer Sicht) ganz normaler schwarzer Trauerschwan.

 

Warum ich hier darüber schreibe? Na zum Einen weil es einfach unfassbar romantisch ist. 🙂 Und weil es doch eine Parabel auf so Manches aus dem menschlichen Beziehungsleben bietet. In Wahrheit kann man die Story mehrfach interpretieren! ZB wie folgt:

 

  • Manchmal macht Liebe einfach blind und man verliebt sich in das übergroße Abbild des Traumpartners und übersieht dabei völlig seine innere Leere. Die Biologen sprechen übrigens von einer „Fehlprägung“.
  • Doch selbst der/die treueste Schwan/Schwänin kommt irgendwann dahinter, dass  der/die Angebetete einfach nur hohl ist und es so nicht weitergehen kann.
  • Und dann, wenn man vielleicht schon alle Hoffnung aufgegeben hat, schnattert plötzlich ein ganz normaler Typ daher und erobert das Herz!

Kann sich jeder selbst ein Bild machen, es gibt bestimmt noch weitere Interpretationen dazu!

Ich frage mich nur gerade – ob ich in diesem Sinne nicht vielleicht eine Liebesbiologin bin? 😉

Sabine

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