Spenderglück und Glücksspender

Harte Zeiten – wer kennt die nicht? Ich durchlebte während meines Studiums eine Phase, wo Geld wirklich sehr knapp war und ich so ziemlich alles zusammenkratzen musste, um meine monatlichen Zahlungen leisten zu können. Vielleicht hast du schon mal zB in den Straßenbahnen Annoncen gesehen, wo Blutplasma-Spender gesucht werden? Ich jedenfalls bin damals über so eine Anzeige gestolpert und hab mir gedacht, das mach ich! Im Vorab-Telefonat wurde mir erklärt, dass ich ca 1 Stunde Zeitaufwand hätte, dabei im Bett liegen und Fernsehen, lesen, schlafen etc könne. Beim Plasma spenden wird Blut abgenommen, Plasma herausgefiltert und das restliche Blut wieder zugeführt. Während dessen steht man unter ärztlicher Aufsicht, bei jeder Spende wird das eigene Blut auf sämtliche Krankheiten durchsucht und erhält man damit auch einen eigenen Check. Und dafür wurden damals 250,00 Schilling (heute sind es 20€) bezahlt, ein Frühstück war auch noch dabei – super! Plasma kann man ca alle 10 Tage spenden, hier kann man sich also doch einiges dazu verdienen. Gutes tut man damit auch auch noch – super!

Also bin ich damals fast wöchentlich ins Spital gepilgert, hab mich 1 Stunde ins Bett gelegt und meinen Arm hingehalten. Wirklich gut vertragen habe ich es nicht. Mein Kreislauf hat regelmäßig seinen Widerwillen kund getan, meine Venen haben sich auch nicht gerade gefreut (ich hab immer ausgesehen wie der ärgste Junkie ;-) ) Mit der Zeit hat sich ein rechter Widerwillen gegen das Spenden in mir aufgebaut. Zum Glück (ehrlich gesagt) haben mir damals nach einigen Monaten die Ärzte mitgeteilt, dass sie aus meinem Blut zuwenig Plasma gewinnen können und ich daher nicht mehr weiter spenden könne.

Was das alles mit Glück zu tun hat?

Studien zufolge hebt es das subjektive Glücksgefühl, wenn man anderen etwas Gutes tut. Ja, Glück lässt sich kaufen! ;-) Und das muss nicht immer nur eine Geldspende sein, im Gegenteil: eine gute Tat – und bestenfalls eine, die unentdeckt bleibt (dh das derjenige, der davon profitiert, gar nicht weiß, wer ihm hier Gutes getan hat) – hebt jedenfalls das eigene Glücksempfinden.

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Immer wieder kommen ja Aufrufe der Blutspendezentrale, weil die Bestände knapp werden. Als ich das 2012 das erste Mal bewusst hörte dachte ich mir, das ist jetzt echt eine gute Gelegenheit und war das erste Mal seit Jahren also Blutspenden (ja auch in der Annahme, dass mein Kreislauf wieder schlapp machen wird ;-) ).

Die Vorstellung, jetzt endlich mal was Spenden zu können, ohne dass ich finanzielle Hintergedanken habe, hat mir einfach gefallen. Und was soll ich sagen – es war großartig! In der Blutspendezentrale wird man sehr nett behandelt, eine Krankenschwester bleibt während der Spende die ganze Zeit dabei und unterhält sich mit dir. So hab ich auch erfahren, dass es im Schnitt angeblich für eine Lebertransplantation 120 Blutkonserven braucht! Hallo? Hier gaukeln uns Greys Anatomy und Emergency Room offensichtlich einiges vor, wenn dort nach 5 Konserven der Arzt schon unruhig wird…

1 Stunde meiner Zeit. Ein halber Liter meines Blutes. Geschenkt. Früher hab ich das für Geld gemacht. In beiden Fällen habe ich anderen Menschen geholfen. Es ist aber keine Frage, was mich glücklicher gemacht hat!

Und wem ich jetzt Lust auf mehr Glück gemacht habe:

http://www.roteskreuz.at/blutspende/

;-)

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