Erkenne eine toxische Beziehung

Toxische Beziehung – Wenn dich dein*e Partner*in krank macht

Diese Beziehung macht mich krank! Hast du dir auch schon mal gedacht oder noch besser gefühlt, dass du in einer Beziehung innerlich vor die Hunde gehst? Obwohl du am Anfang MEGA glücklich warst? IHR glücklich wart? Aber irgendwie war dann irgendwann nichts mehr so wie ausgemalt und statt einem Himmel voll Geigen bist du dir eher wie in der Hölle vorgekommen? Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit warst du da in einer toxischen Beziehung gefangen! Nicht immer ist einem selbst das klar, es bleibt nur das dumpfe Gefühl, dass trotz aller Liebe die Beziehung einfach nicht gut ist – in erster Linie für dich selbst. Lass uns also heute der toxischen Beziehung etwas auf die Spur kommen!

Vorab – alles was ich hier schreibe, gilt für Männer wie Frauen gleich. Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass einer meiner Schwerpunkte vor allem die Begleitung rund um narzistische Beziehungen ist. Falls du ganz neu bei dem Thema bist, würde ich dir empfehlen, erstmal meine bisherigen Artikel zum Thema Narzissmus zu lesen. Gerade aufgrund dieses Schwerpunktes bin ich schon öfters zu Interviews gebeten worden und dabei fällt mir auf – in letzter Zeit wird eine toxische Beziehung immer gleichgesetzt mit einer narzistischen Beziehung. Das kann so sein – muss es aber nicht.

Was ist eine toxische Beziehung?

Und schon sind wir mitten im Problem – es gibt keine Definition dafür, du kannst nicht auf Wiki nachlesen. Warum ist das so? Weil eine toxische Beziehung total subjektiv ist. Und genau das macht es so schwer sie zu erkennen – da gibt es einen riesigen Graubereich. Denn toxische Partner laufen nun mal nicht mit einem Warnschild herum – und sie beginnen auch selten direkt mit ihrem toxischen Verhalten. Wenn du da mal einen kleinen Einblick erhalten willst, kannst du dir auf Netflix „You, du wirst mich lieben“ ansehen… 1 Staffel, die ersten Folgen – und du wirst sehen, wie jemand ganz bewusst sein Opfer einspinnt …

Im echten Leben gibt es diese bewusst planenden und mordenden Partner zum Glück eher selten. Und dennoch machen manche Beziehungen krank, ohne so recht zu wissen warum. Und das ist genau eines der wichtigsten Merkmale einer toxischen Beziehung.

Merkmale einer toxischen Beziehung

Oft sagen mir Klienten schon im Erstgespräch Sätze wie: Diese Beziehung macht mich krank. Ich habe überhaupt keine Kraft mehr. Ich bin total verzweifelt. Ich habe schon deutlich an Gewicht verloren. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich weiß ich muss hier raus aber ich schaffe es nicht. Manchmal zweifle ich schon an meinem Verstand.

All das sind schon erste Hinweise für mich. Psychische Erschöpfung die manchmal bis hin zur freiwilligen Einweisung in die psychiatrische Akutambulanz führen können. Aber auch körperliche Erkrankungen sind typisch für toxische Beziehungen im weit entwickelten Stadium. Vor allem dann, wenn du nicht auf deine psychischen Alarmsignale hörst, entwickeln sich oft typische Krankheiten wie Hautausschläge oder neurodermitische Schübe (Haut = Barriere nach außen), wiederholte Blasenentzündungen (= kein Sex) oder auch Schlafstörungen (durch die erhöhte Nervosität) und Magen-Darm-Probleme (weil du es emotional nicht verdauen kannst).

Test – hat deine Beziehung toxische Züge?

Gerade weil eine toxische Beziehung etwas sehr subjektives ist, ist es schwer einen Fragenkatalog zu erstellen, der für alle gültig ist. Vor allem für jene toxischen Beziehungen, die eigentlich zwischen zwei gar nicht toxischen Menschen zustande kommt – ja das gibt es! Nachfolgend schildere ich dir aber mal den bilderbuchartigen Ablauf samt Symptomen.

  • Du hast sehr früh in der Beziehung das Gefühl – DAS ist es. Du bist endlich angekommen. Alles scheint zu stimmen. Dein Gegenüber interessiert sich unfassbar intensiv für dich und du hast das Gefühl, noch nie jemanden getroffen zu haben, der so auf deiner Wellenlänge ist. Es scheint, als würde er/sie dir jeden Wunsch von den Augen ablesen. Du erlebst ein Gefühlshoch und meinst noch nie so geliebt zu haben wie jetzt.

    Was du dabei nicht weißt, ist dass der Abuser (Täter*in) dabei doppelt profitiert. Denn zum Einen erfährt er/sie dabei ganz viel über dich, deine Wünsche, deine Ziele und auch deine Unsicherheiten, Ängste und Sorgen. Darauf kann er später zurückgreifen. Gleichzeitig lass uns mal ganz ehrlich sein – wir alle sind unterversorgt mit ehrlicher Aufmerksamkeit. Wenn uns diese mal entgegenscheint, dann sind die meisten Menschen extrem dankbar und himmeln ihr Gegenüber dafür an. Du nicht auch? Und genau das ist ja auch ein schöner Effekt für den toxischen Partner, denn er erfährt dadurch eine narzisstische Zufuhr (auch wenn er kein Narzisst ist!).
  • Ihr plant rasch eine gemeinsame Zukunft, Urlaube, Feiern, später Garten, Hund, Haus, Kind etc – alles scheint möglich.

    Stichwort Future Faking – wobei meiner Meinung nach das auch aus Sicht des toxischen Partners nicht unbedingt ein Fake sein muss. Ich meine viel eher, dass auch die toxischen Partner*innen sich ja genau das wünschen und in dem Moment auch wirklich glauben, was sie sagen!
  • Auch das „Ich liebe dich“ kommt sehr schnell. Überhaupt gibt es permanent Liebesbekundungen, vielleicht auch Blumen und Geschenke (je nach Typ), gemeinsame Fotos auf sozialen Netzwerken, die euch als DAS Paar zeigen. Love Bombing!
  • Es ist vielleicht sogar fast ein wenig zu schön um wahr zu sein und deshalb bist du anfänglich noch etwas zurückhaltend.
  • Doch irgendwann bist du dir sicher – du kannst vertrauen. Und du lässt dich ein. Und ab da wird alles anders.
  • Denn bisher hat sich dein*e Partner*in ganz intensiv bemüht – und das beginnt sich nun ins Gegenteil zu verkehren.
  • Es beginnt eigentlich ganz schleichend. Es kommen kleine Bemerkungen, die man gar nicht so einordnen kann, aber trotzdem ein schlechtes Gefühl hinterlassen. Lies dazu unbedingt weiter unten mehr zur Täter-Opfer-Umkehr!
  • Die Abwärtspirale beginnt: Dein Partner äußert hin und wieder abfällige Bemerkungen. Anfänglich nichts wirklich Schlimmes, Aussagen wie „Ach du immer mit deinem …“ – vielleicht noch verbunden mit einer wegwerfenden Handbewegung vielleicht zum Einstieg. Aber die mokanten und sarkastischen Aussagen häufen sich, beginnen langsam hinter verschlossenen Türen aber werden dann auch schon vor Freunden gemacht. Und irgendwie schafft es dein Partner dabei immer, sogar recht harmlos dabei rüber zu kommen und du weißt nicht so recht – es klingt wie ein Scherz auf deine Kosten, alle lachen – nur du fühlst dich zum heulen.
  • Wenn du versuchst, dich zu „wehren“, das aufzuklären oder eine Veränderung in eurer Kommunikation herzustellen, entstehen daraus endlose Diskussionen. In diesen Gesprächen ziehst du immer den/die Kürzere und es gibt keine Lösung. NIE.
  • Denn die Fehler und Schwachstellen in eurer (längst toxisch gewordenen) Beziehung liegen nur bei dir. Du bist an allem Schuld – und vermutlich Stellst du dich immer so an“
  • Du fühlst dich schlecht in der Beziehung. Immer. Sogar wenn du mit Freunden und Familie unterwegs bist und dein Partner/deine Partnerin gar nicht dabei ist.
  • Du ziehst dich immer mehr in dich zurück, Freunde und Familie sagen, dass du dich irgendwie verändert hast.
  • Dein Partner versteht dich nicht. Alle Gespräche enden mit Vorwürfen an dich und irgendwann hörst du auf zu reden, weil es sinnlos ist.
  • Passive Aggressivität. Dein*e Partner*in straft dich mit Schweigen und Liebesentzug.
  • Dein Partner versucht immer zu wissen wo du bist, was du machst, die Kontrolle zu haben. Gleichzeitig hält er sich selbst bedeckt.
  • Du leistest die ganze Beziehungsarbeit. Und dein Partner gibt nichts.
  • Von den anfänglichen Plänen (Urlaub, Wohnung, Kinder etc) wird auf einmal nicht mehr gesprochen.
  • Dein Partner trifft keine klaren Aussagen und Entscheidungen. Außer bei Anderen – aber du und eure Beziehung hat keine Priorität.
  • Du hast immer mehr das Gefühl, dass DU falsch bist. Dein Partner überzeugt und verwirrt dich gleichermaßen, dass du manchmal schon glaubst, verrückt zu sein! Gas Lightning!
  • Dein Partner wird verbal aggressiv und beschimpft dich jetzt offen.
  • Dein Partner lügt. Selbst wenn du ihn dabei erwischt und damit konfrontierst, ändert sich nichts daran.
  • Dein Partner flirtet mit Anderern und/oder geht auch fremd.
  • „Du kannst dir ein Leben ohne mich gar nicht leisten, was kannst du schon“ Dein Partner übt neben psychischer auch finanzielle Gewalt über dich aus.
  • Dein Partner schlägt dich – physische Gewalt.

In der obigen Liste habe ich dir den typischen Verlauf einer toxischen Beziehung aufgezeigt. Nicht alle Merkmale treten immer gemeinsam auf, aber je mehr du darin deine jetzige Beziehung erkennen kannst, desto wahrscheinlicher bist du mit einem*r toxischen Partner*in zusammen.

Eines der wichtigsten Erkennungszeichen ist für mich jedoch das nachfolgend beschriebenene Muster – deshalb gehe ich auch sehr ausführlich darauf ein!

Typisch für toxische Beziehungen – die Täter-Opfer-Umkehr!

In allen meinen Beratungen zu mehr oder weniger toxischen Beziehungen gibt es das selbe Muster. Der Abuser tut etwas (Täter), dass dich eigentlich zum Opfer macht. Wenn du es ansprichst (um dich selbst zu retten), schafft er es, das ganze so umzudrehen, dass er plötzlich das Opfer ist. Ein Beispiel:

„Steht dir, die paar Kilo mehr“
Ist das jetzt ein Kompliment oder eine Beleidigung? Es lässt sich nicht genau einordnen. Und deswegen bist du auch total am Holzweg, wenn du versuchst es aufzuklären. Denn die Antwort wird immer sein „Was hast du denn? Ich habe doch gerade ein Kompliment gemacht? Nie bist du zufrieden, dann sage ich eben gar nichts mehr.“ Und plötzlich wirst DU dich in der Situation befinden, dass du dich entschuldigst und versuchst sie/ihn wieder zu versöhnen. Dabei war es doch gerade vorher noch umgekehrt !!! Für mich ist das ein perfektes Beispiel für eine Täter-Opfer-Umkehr.

Es ist unglaublich wichtig, dass du dieses Muster verstehst und erkennen kannst.

Manchen ist es vielleicht auch aus eigenen Fortbildungen schon als Drama-Dreieck bekannt. Ich habe es ganz bewusst in meinen Beratungen immer Täter-Opfer-Umkehr genannt, weil es damit viel plastischer wird, was eigentlich mit DIR passiert in dem Moment.

Oft fällt es meinen Klienten erst im Nachhinein auf, wie oft ihnen das passiert ist. Typisch dafür ist, dass du gar nicht verstehen kannst, wie du plötzlich in dieser Situation landen konntest, es fühlt sich oft wie Nebel im Kopf an.

Wann immer aus einer Verletzung, Kränkung etc auf einmal nicht DU das Opfer bist, sondern dein Partner – bingo. Sowas kann dich regelrecht um den Verstand bringen deshalb ist es mir so wichtig, dir das zu verdeutlichen.

Die Täter-Opfer-Umkehr ist ein toxisches Muster, um dich klein zu halten und zu verwirren!

Es ist leider übrigens völlig sinnlos, dass dem Abuser zu erklären – er wird nur wieder einen Weg finden, es auf dich zu schieben.

Wie kann ich sicher sein, ob ich ein einer toxischen Beziehung bin?

Um für dich selbst zu beurteilen, ob du in einer toxischen Beziehung bist, würde ich dir immer raten:

  • Geh den obigen Katalog an Merkmalen durch. Wieviele der typischen Anzeichen für Toxisches Verhalten erkennst du ganz konkret bei euch? 1, 2 oder eher 5, 6?
  • Kommt dir vor allem die Täter-Opfer-Umkehr bekannt vor? Wie oft wird dieses Muster benutzt? Selten, öfters, häufig, ständig?
  • Vergiss nicht – ein toxischer Partner muss NICHT ein Narzisst sein! Toxische Beziehungen können mit praktisch jedem Menschen entstehen! Achte daher weniger auf die Eigenschaften deines Partners, als vielmehr die Eigenschaften eurer Beziehung!
  • Am Besten legst du dir dafür ein kleines „Beziehungstagebuch“ an, in dem du einmal für 1 Woche lang alle Merkmale und Situationen jeweils pro Tag notierst. Du wirst überrascht sein, wenn du es dann Schwarz auf Weiss siehst!
  • Und am Wichtigsten:

Hör auf dein Bauchgefühl. Ganz egal was Andere oder sogar dein Partner sagen. Wenn du dich schlecht fühlst, ist das so. Du bist nicht verrückt. Nur verstrickt in einer giftigen Beziehung!

Ich hoffe sehr, dass dir der heutige Blog erstmal weitergeholfen hat. Bitte denk immer daran – gerade bei toxischen Beziehungen verliert man schnell das Gefühl für Richtig und Falsch und dafür, was du jetzt tun kannst. Dabei kann ich dir immer gerne helfen – jede einzelne Stunde die du in dich investierst wird sich dreifach lohnen. Der günstigste Beratungseinstieg ist das verbilligte Erstgespräch, alle Infos findest du hier!

Weil das Thema ausserdem so umfassend ist, wird es demnächst eine Fortsetzung zu diesem Artikel geben, wenn dir das hier also geholfen hat und du erfahren möchtest, sobald es etwas Neues dazu gibt, trage dich in meinen Newsletter ein!

Bis Bald, ganz viel Herz & Mut!

Deine Sabine

Nächster Schritt:

Kostenloser Email-Kurs bei Liebeskummer

oder

Hi!
Ich bin Sabine und ich freue mich, dass du hier bist! Ich lebe und liebe in Wien und mit dieser Seite biete ich im gesamten deutschsprachigen Raum Hilfe rund um alle Beziehungsthemen, in erster Linie aber zu Liebeskummer. Fühl dich herzlich willkommen hier herumzustöbern und wenn du magst, hinterlasse mir doch gleich hier einen Kommentar! 🙂

Sabine Weiss Herzmut

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13 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Das war sehr hilfreich.. Jetzt bräuchte ich nur noch ein weg aus allem und den Willen.. Es ist unglaublich schwer ich bin 28 und will Kinder 😢

    Antworten
    • Aber Du willst keine Kinder in einer toxischen Beziehung haben. Selbst wenn Du masochistisch genug bist, denk an die Kinder!
      Und ja: mit 35 ist frau nicht mehr so fruchtbar wie mit 25, aber immer noch mehr als mit 45; also besser bald mit der Suche nach einem geeigneten Partner beginnen können.
      Alles Liebe und viel Kraft!

      Antworten
  • Ich habe zuweilen auch den Eindruck, dass Menschen durch, in meinen Augen unseriöse Beziehungs- oder Datingtipps gerade zu angeleitet werden sich toxisch zu verhalten. Entsprechende Strategien, die dort vermittelt werden, würde ich als Anleitung zu toxischem Verhalten sehen. Da wird versucht, eigenes mangeldes Selbstwertgefühl dadurch auszugleichen, eine andere Person zu manipulieren, um irgendwie Macht zu empfinden. Diese sogenannten „Pickup Strategien“, werden immer salonfähiger und sind leider auch nicht unbedingt gleich zu durchschauen. Mit guter Beziehung, die auf Augenhöhe und Respekt beruht, hat das dann wenig zu tun.

    Antworten
  • hab grad den beitrag „ toxische beziehung ‚ gehört… hab den link von meiner freundin erhalten…
    ich stecke da voll drin… jetzt mal schauen wie ich da raus komme…
    wie funktioniert das mit einer unterstützung von dir?
    lg aus der schweiz nives

    Antworten
  • Radka Bednarik
    4. März 2020 14:35

    Danke für Deinen klaren Ausdruck und Worte die heilen können.
    Ich schaue sehr gerne Deine Videos. Ich merke mehr Klarheit über mich in meiner Beziehung.
    Herzliche Grüße
    Radka

    Antworten
  • Schon am Anfang der Beziehung fühlte ich mich unsicher: „Was sind wir eigentlich? Partner? F+?“ Mein Ex-Freund beantwortete mir die Frage nicht. Nach einem halben Jahr „Zusammensein“ dachte ich mir, ich hätte ihn zu einer Beziehung mit mir gezwungen.

    Er sagte mir oft, dass er sich Gedanken macht, den Fehler bei sich sucht, aber dass ich eigentlich immer die Schuldige wäre, und etwas falsch machen/denken würde. Wenn er im Alltag versagt, bin ich Schuld.

    Ich wollte ihn immer verstehen, bekam aber keine Antworten. Ich verstehe unsere Beziehung immer noch nicht ganz, und versuche, mich mit der Antwort „Er ist eben so.“ zufrieden zu geben. Die Beziehung beendete ich vor sechs Wochen. Geweint habe ich nicht viel nachdem Schluss war, weil das schon über die vergangenen Monate passiert es.

    Ich fühle mich viel ausgeglichener und werde wieder stärker.

    Falls ihr Angst habt, Schluss zu machen, da ihr noch Hoffnung und Glaube and die Beziehung hegt, dann rate ich euch zu einer Beziehungspause. Schaut, wie ihr ohne euren Partner zurechtkommt. Vielleicht passt ihr gerade nicht zusammen, aber in einem oder zwei Jahren. Dieser Gedanke hat mir dabei geholfen, Schluss zu machen.

    Antworten
  • Hallo Sabine,

    Dein Beitrag zum Thema Toxische Beziehung ist klasse! Ich habe meine das Verhalten meiner Exfreundin in fast allen Punkten erkennen können. Du beschreibst mit dem Beitrag sehr gut wie es bei mir und meiner Exfreundin ablief!
    Ich muss gestehen , dass ich selbst nach 6 Monaten nach Beziehungsende immer noch nicht ganz über sie hinweg bin, da meine Exfreundin auch ihre guten Seiten hatte und rein optisch genau meinem Typ entspricht. Aber Dein Beitrag hilft mir wieder ein bisschen loszulassen.

    Liebe Florence,
    ich finde Deinen Satz klasse, das man einem Großteil, wenn nicht sogar die ganze Schuld
    am Scheitern der Beziehung übergestülpt bekommt. So geht es mir: Ich mache mir daher Vorwürfe, dass ich meine damalige Freundin genauer hätte fragen sollen was bei ihr z.B. diagnositiziert wurde.
    Nach der Trennung und gleichzeitigem Kontaktabbruch machte ich mich schlau: Allem Anschein nach ist meine Exfreundin von Borderline (einer schweren Persönlichkeitsstörung betroffen).
    Ich denke mir: Hätte die Diagnose früher gewußt. hätte ich mich besser auf meine Exfreundin
    einstellen können und wären vielleicht heute noch zusammen.
    Denn ich vermisse die wunderschönen Seiten (die zum Schluß kaum noch da waren)

    Liebe Grüße Julian

    Ein super Beitrag!

    Beste Grüße Julian

    Antworten
  • Liebe Sabine, herzlichen Dank für diese klare Beschreibung einer toxischen Beziehung ! Ich habe in einer solchen über 30 Jahre ausgehalten, bis ich schlagartig erkennen mußte, daß ich gerade noch überlebe.
    Seit dem Ende dieser Ehe weiss ich, dass ich sehr lebensfähig und kräftig bin. Aber noch immer bin ich am Lernen, giftige und krankmachende Beziehungen zu erkennen und Grenzen zu setzen.

    liebe Grüße Dorothea

    Antworten
  • Danke für diesen tollen Beitrag! Das könnte meine Geschichte gewesen sein. Da ich mich nach einem Jahr zwischen Lovebombing und Missachtung durch Schweigen und einiger anderer unschöner Begebenheiten selbst in therapeutischer Behandlung befinde kann ich nur sagen, es gibt auch immer eine/n, der es mit sich machen lässt. Die Gründe, warum das bei mir klappte, arbeiten wir gerade heraus. Das führt interessanterweise auch dazu, dass sich gerade mein Freundeskreis parallel dazu ändert. Meine beste Freundin ist auch toxisch für mich, sie hat diese Abwärtsspirale durch ihren falschen, unehrlichen „Beistand“ befeuert.
    Mir gibt es Kraft in therapeutischen Sizungen meine eigene Stärke kennenzulernen und zu erfahren, dass ein „Nein“ zu solchen Beziehungen ein „Ja“ zu sich selbst ist.

    Antworten
  • Liebe Sabine,
    vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag, den mir meine Freundin geschickt hat.
    Drei Jahre war ich in so einer Beziehung. Seit drei Wochen bin ich nun getrennt.
    Ich war schön öfter richtig krank geworden und aktuell hatte ich einen Hörsturz.
    Ich war am Ende konnte nicht mehr…..habe ihn verlassen…..

    Nun war ich überrascht, dass für mich 9 Punkte deiner Liste zutreffen.
    Langsam werde ich wach, komme wieder zu mir auch wenn ich es noch immer nicht glauben und schon gar nicht verstehen kann.
    Wie kann ein Mensch, der einem immer schreibt und sagt wie sehr er einen liebt, so verletztend sein, so verlogen und dann so feige sich den Fragen zu stellen.
    Ich bin noch immer im Schockzustand, aber ich schaue auch positiv nach vorne.

    Liebe Grüße!
    Manuela

    Antworten
  • Hallo Sabine,

    Ich finde es Großartig und bin unheimlich dankbar dass du deine Seite
    ,,herz-mut.com/toxische-beziehung“ hast, es ist so hilfreich zu erkennen was mit ein passiert und es schüttelt ein wach.

    Jede Seite die ich heimlich lese,
    Sind so emotional geprägt das mir die Tränen kommen, weil alles zu trifft.

    Ich häng auch noch in einer sehr giftigen Beziehung,
    In der (Gas Lightning, extreme Kontrolle, Freiheitsentzug)
    zum Alltag gehören,

    Ich mach das seit einigen Jahren mit und nach einer gewissen Zeit gibt man sich selbst auf wird Mundtod, und alles wird egal!!!
    ***
    Bis ich auf deine Seite stieß,
    Die sehr hilfreich ist.
    Stück für Stück werde ich klarer und finde Finde immer mehr zu mir selbst. Inzwischen bin ich soweit das ich gehen will, sobald er schläft.

    Deine Seite hat mir geholfen Nicht aufzugeben.

    Lieben Gruß Sarah

    Antworten

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